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Sonntag, 30. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - der zweite Zwischenstand



Hallo und herzlich willkommen zum letzten Zwischenstandstreffen vor dem großen Finale. Wie gehts euch und eurem Projekt? Geht es euch gut miteinander?

Das Thema heute:
Zweiter Zwischenstand: Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und Motivation zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit

Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite denke ich "ach, das wird schon, sind ja noch drei Wochen" auf der anderen Seite komme ich in gefühlte Hektik, weil doch immer alles länger dauert, als ich es mir ausgedacht habe und mein Post mit Bildern an der Frau auch schon Karfreitag fertig haben muss. Vor dem Post stehen noch fertig stricken, waschen, spannen, zusammen nähen, Knöpfe annähen und fotografieren. Puh!



Immer wieder fange ich an, mich zu bemitleiden, dass meine Wolle so viel dünner und mein Körper so viel größer ist, dass ich bestimmt die größte Anzahl von Maschen stricken muss und ein ganz armes Würstchen bin. Ganz abgesehen vom richtigen Leben, dass zur Zeit so viel Zeit frisst und mich abends oft sogar zu müde zum Stricken macht. Dann tröste ich mich aber damit, dass jedes Projekt anders ist und dass Vergleichen nichts bringt. Einfach stur weiter stricken ist die einzig vernünftige Lösung, Masche für Masche. Das wird schon.

Immerhin habe ich jetzt fast nur noch die Ärmel vor mir. Der Rest vom zweiten Vorderteil ist vermutlich heute Abend geschafft. Doof sehen sie aus, dieses beiden unförmigen Dinger. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass daraus ein hübsches Jäckchen wird! Beim ersten Ärmel muß ich noch ein bißchen denken, weil ich ihn ohne Anleitung stricke, aber der zweite geht dann bestimmt schnell. Zum Finale 2012 hatte ich auch erst einen Ärmel - vielleicht setzt sich diese Mode durch? War nen Witz - wir werden natürlich alle pünktlich zum Ostersonntag fertig!



Zur Motivation habe ich mir einen Stoff für einen Tellerrock gekauft und stelle mir vor, wie wunderbar dieser Rock zu dem Jäckchen aussehen wird. Ich sollte nur noch Zeit finden, ihn zu nähen. Ach Mist und Knöpfe für das Jäckchenhabe ich ja auch noch keine ....



Ihr seht, bei mir wird es noch spannend. Wie schaut's bei euch aus? Schon fertig? Im Plan? Oder der Verzweiflung nahe? Ich bin gespannt!





Die Linksammlung schließt wie immer am folgenden Mittwoch um 20 Uhr.


Mittwoch, 26. März 2014

MMM am 26.März 2014

Hallo zusammen. Ich bin Wiebke von Kreuzberger Nähte und begrüße euch heute zu einer weiteren mittwöchlichen MeMade-Runde.
Auch wenn ich mich in Röcken und Kleidern sehr wohl fühle, gibt es immer mal wieder Tage, an denen ich auch privat gerne in eine Hose schlüpfe. Das Frühjahr ist so eine Zeit, in der ich -froh die warmen Strumpfhosen endlich wegpacken zu können-  die Luftigkeit einer lockeren langen Hose sehr zu schätzen weiß.

Ich habe schon ewig keine "richtige" Hose mehr für mich genäht. Im Prinzip hatte ich sogar jegliche Ambitionen in diesem Bereich komplett aufgegeben. Zu viele Hosen-UFOs habe ich in meinem Leben schon produziert, regelmäßig beim Öffnen von älteren Stoffkartons stoße ich auf unvollendete Hosen aus mehreren Jahrzehnten. Das ist nicht schön....



Die Hosenbeine sind in echt natürlich gleich lang.
Warum habe ich beim Selbstauslösen nicht bemerkt,
dass der eine Saum verknuschtelt ist??? Hachhach..

Doch was ist das hier?
Nach einer arbeitsintensiven und emotional sehr aufwühlenden Woche brauchte ich eine Aufgabe für therapeutisches Nähen am Wochenende. Ich wollte definitiv kein angefangenes Projekt weiternähen, kein Abarbeiten von irgendeiner Liste. Ich hatte das Bedürfnis, einfach was mal was ganz anderes und etwas ganz frisches Jungfräuliches anzufangen.
Mit der nötigen Kamikaze-Grundhaltung entschied ich mich für die Hose Modell 110 aus der aktuellen Burda (4 / 2014). Das Heft war schon gekauft, Stoff und Zutaten waren im Lager vorhanden. Genau das Richtig also, um sich ein Wochenende lang einzuigeln und nähend zu verschnaufen.


Während ich mich in dieser Hose bzw. um genauer zu sein beim Stylen dieser Hose etwas fremd fühle, findet meine Umgebung sie klasse und ganz normal zeitgemäß. Ich freue mich über die tollen großen Taschen, die ich innen aus herrlichem Taftfutter genäht habe.



Ergänzend zur Hose habe ich in einer Mittagspause (es lebe das Home-office!) schnell noch ein passendes Streifenshirt dazu genäht (Schnitt abgewandelt nach Punjab von der Schnittquelle)

blau-weiß, wo kommt der lila Farbton her?
Und jetzt verratet mir doch bitte, wie man ein Ringelshirt ordentlich und gerade in einen Hosen- oder auch Rockbund steckt....

Was tragt ihr heute? Hose, Kleid, Rock? Regenmantel?


Mittwoch, 19. März 2014

MMM am 19. März 2014



Hallo und herzlich willkommen zu einem übergansjahreszeitlichen Me Made Mittwoch. Ich bin gespannt, was wir heute an noch winterlicher oder schon frühlingshafter Kleidung zu sehen bekommen.





Die Übergangsjahreszeit ist ja besonders für uns Freizeit-und-freiwillig-Näherinnen nicht ganz einfach. Während alle, die es beruflich mit Kleidung zu tun haben gewöhnt sind, die Vorbereitungen für die nächste Saison schon lange im voraus zu planen, arbeiten wir doch eher nach dem Lustprinzip und das wird in den Anfangsmonaten des neuen Jahres ganz schön auf die Probe gestellt: noch warme Wollstoffe oder schon bunte, blumige Frühlingsflattermaterialien?






Mein Kleid ist ein bißchen beides: Der dicke Viscose-Irgendwas-Jersey von Stoff und Stil ist ganz klar ein Winterstoff, aber beim Nähen bekam ich spontan die Idee, eine grüne Paspel einzufügen. Da waren ganz klar Frühlingsgefühle mit im Spiel!

Eigentlich sollte der Stoff ein "Dodo-Kleid" werden und war monatelang genau für diesen Zweck vorgesehen. Doch leider kam der tolle und sehr leicht zu verarbeitendede Stoff wochenlang nicht zu mir und dann wurde ich schlichtweg am Me Made Mittwoch zu einem Frau-Kirsche-Kleidverführt:

"es ist super fix genäht, es sitzt gut dank der eingesetzten Taille und es lässt sich mit dem Gerät kombinieren. Was soll ich sagen, für faule Frauen mit Petticoat-Wunsch ist es das perfekte Teil." (Frau Kirsche anlässlich des MMM am 26.2.2014)

Da konnte ich doch gar nicht anders, als den ursprünglichen Plan zu ändern. Gott sei Dank! Die Fotos sind leider nicht optimal - Pepita ist wohl ein wenig schüchtern -  aber in echt finde ich das Kleid toll und bekomme sehr viel Komplimente. Meinerseits große Begeisterung und unendliche Paspel-Liebe. (Paspeln könnt ihr übrigens sehr leicht in jeder gewünschten Farbe nach der Anleitung von Frau Nahtzugabe selbst machen).



Der Schnitt ist aus der Knip Mode 11/2011 und geht leider nur bis Größe 46 . Mit meinem im Schnittkonstruktionskurs erstellten noch nicht perfekten Grundschnitt änderte ich ihn mir passend und bin nun ganz angetan, von dem für mich ungewohnt hochgeschlossenem Kleid - das sogar meinem Mann gefällt. Ein Grund mehr, dazu mal wieder meine geliebten grünen Hochzeitsschuhe zu tragen.



Habt ihr schon Frühlings- und Sommerstoffe verarbeitet oder sogar schon getragen? Lasst ihr auch langsam die dunklen Strumpfhosen im Schrank? Fühlt sich ein bißchen komisch an, oder? Aber auch sehr sehr toll!



Mittwoch, 12. März 2014

MMM am 12. März 2014

Einen wunderschönen, sonnigen guten Morgen wünsche ich - Melleni - Euch allen. Da der Wetterbericht beständig frühlingshaftes Wetter angekündigt hat, gehe ich davon aus, dass es bei allen so ausschaut wie hier im lauschigen Berlin.

Begeistert bin ich nicht nur vom frühlingshaften Wetter, das die Stimmung hebt. Fast noch ein bisschen glücklicher macht mich, dass es morgens, wenn der Wecker klingelt, schon dämmert. Und abends, wenn ich nach Hause komme, noch nicht stockduster ist. Was für ein Unterschied!

Genug der langen Vorrede! Ich freue mich, Euch heute - auch im Namen der ganzen Crew - zum MMM begrüßen zu dürfen. Ein wenig stolz bin ich, dass ich hiermit den 100. Post schreiben darf was ein netter Zufall ist, der mir fast gar nicht aufgefallen wäre. Tusch! Applaus! Congratulations!



Geplant für meinen heutigen "Auftritt" war ein "kleines Kostüm": eine Westen-Rock-Kombi mit diesem Rock. Die Weste sollte am vergangenen Wochenende fertig werden, im Rahmen eines entspannt-fröhlichen Nähkränzchens bei Catherine (von dem Meike berichtet hat). Infolge einer zwar akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Gehirn-Verknotung beim Wendeversuch der Weste, die auch nicht mit professioneller und konzertierter Hilfe durch Lucy, Wiebke und Lotti behoben werden konnte, wurde die Weste leider nicht fertig gestellt.

Aber kluge Frau baut vor: Aus dem gleichen Stoff, der sich ein bisschen beim Fotografieren ziert, hatte ich in der letzten Woche bereits ein Kleid fertig gestellt. Und zwar eine neue Version eines meiner absoluten Lieblingsschnitte: Simplicity 7411. Ich zeige hier mein letztes Kleid vom Herbst, das ich sehr mag und gerne trage.
Da der Stoff - 50:47 Polyester-Wolle vom Quarkstadt - einen praktischen Elasthananteil hat, habe ich auf den Reißverschluss verzichtet. Ich verbreitere das Rockteil ein wenig, so dass das Kleid grundsätzlich auch für nichtelastische Webware und ohne Schlitz funktioniert.

Nach den ständigen Tellerröcken war mir einfach mal wieder nach was körpernahem.
Ich mach mich jetzt vom Acker und bin gespannt, was Ihr so zu zeigen habt: Tada! Vorhang auf!


Sonntag, 9. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - Erster Zwischenstand




Hallo und herzlich willkommen zum dritten Treffen unseres diesjährigen Frühlingsjäckchen Knit Alongs. Ich nenne das heutige Treffen "Erster Zwischenstand" und rechne lieber nicht aus, wie viel Zeit uns bis Ostern noch bleibt. Da war noch was, mit dem Verhältnis von Fasching zu Ostern .... aber  egal, das blende ich aus. Wir sind beim ersten Zwischenstand und immerhin kann ich schon ein fertiges Rückenteil vorweisen.

Wie sieht es bei euch aus?

Erster Zwischenstand: 
Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen

Den Anfangsschwung nutzen

Mit dem Rückenteil habe ich begonnen, weil frau dort am wenigsten denken muss. Ist die Maschenprobe einmal gestrickt und die Anzahl der benötigten Maschen ausgerechnet, strickt sich so ein Rückenteil mit dem Schwung des Anfangs ja fast wie von selbst. Ich hatte zwischendurch meine Zweifel, ob mein Muster richtig gewählt ist oder ob ich doch noch mal das Bündchen komplett neu mache, aber in Anbetracht des sportlichen Zeitplans und meine Vorbildfunktion entschied ich mich für "Augen zu und durch" und strickte einfach weiter. Übrigens habe ich auch mit dem Rückenteil angefangen, weil ich im Eifer des Gefechts zu viel Bündchen für ein Seitenteil gestrickt hatte. Mein Bündchen wird quer gestrickt und als es zu lang wurde, war es klar, dass es ein Rückenteil werden würde - so viel zur genauen Planung und dem ordentlichen Arbeiten .....

Mit welchen Teilen habt ihr begonnen?



Vom Umgang mit Bedenken

Zwischendurch hatte ich immer wieder große Bedenken, ob mein Jäckchen nicht ein paar Nummern zu klein werden würde. Wer schon mal glatt rechts gestrickt hat, weiß, dass sich die Ränder immer fürchterlich aufrollen, was den Eindruck von "zu klein" immens verstärkt. Ich baue jetzt einfach darauf, dass meine Erfahrung mit dieser schon öfters verstrickten Wolle immer war, dass sie noch sehr nachgibt und dass ich richtig gerechnet habe - hoffen wir das Beste.

Letztlich ist es entscheidend, am Anfang des Projektes eine Maschenprobe gestrickt zu haben und einen Entwurf mit Maßen zu versehen. Wenn ihr das gemacht habt und euch nicht grundlegend verrechnet habt, dann wird das schon - egal, wie sehr sich die Ränder rollen. Lasst euch von den Zweifeln nicht ausbremsen, sondern schaut euch eure Berechnungen lieber noch mal an. Ihr habt euch was dabei gedacht und das kommt schon hin!


Zwei symmetrische Vorderteile - alles eine Frage der Notizen

Der Vorteil von Jackenvorderteilen ist, das sie relativ schnell gestrickt sind - der Nachteil: es gibt mehr zu Denken.

Ich hätte fast erst einmal alle Bündchen gestrickt, um mich um die Denkerei beim Vorderteil herumzudrücken, wäre mir nicht eingefallen, dass ich euch versprochen hatte, etwas über gestrickte Brustabnäher zu schreiben. Versprochen ist versprochen - der Beitrag ist nun auf crafteln.de online.

Ich finde es nicht banal, auf der Seitennahtseite mich um die Abnäher zu kümmern und gleichzeitig in der Mitte mit den Abnahmen für den Ausschnitt zu beginnen. Nach wie vor habe ich kein optimales Notationssystem dafür. Wie beim letzten Frühlingsjäckchen neige ich dazu, reihenweise Notizen zu machen und sie mit kryptischen Zeichen zu versehen. Ein paar Wochen lang verstehe ich, was ich damit meinte. Ich versuche nebenher, mir eine Anleitung "in Worten" zu schreiben, damit das Frühlingjäckchen reproduzierbar wird - doch das ist die Theorie. Während des Strickens arbeite ich weiter mit dieser merkwürdigen Notationsweise, um am Ball zu bleiben, wann ich wo ab- und zunehmen muß - in der Hoffnung, dass ich keine Fehler mache und das zweite Vorderteil ähnlich wird.



Wie sehen eure Notizen aus? Schreibt ihr mit, was ihr strickt, um zwei symmetrische Vorderteile zu erhalten? Nutzt ihr Hilfsmittel wie z.B. Reihenzähler oder Maschenmarkierer?


Erfolge oder Probleme? Wie geht es euch?

Wie schauts bei euch aus? Ist das oder sogar die Jäckchen schon halb fertig oder schlagt ihr euch mit Problemen herum, die euch graue Haare bescheren. Vielleicht können wir helfen?

Ich habe nicht die Zeit, mir jeden Beitrag zeitnah durchzulesen und zu kommentieren, versuche aber, mich im Laufe der Woche, durch alle Beiträge durchzuklicken. Ich vertraue auf die Kompetenz der Masse: schreibt, wenn ihr Fragen oder Probleme habt, es wird bestimmt jemand zu euch kommen und einen wertvollen Tipp dalassen und falls das nicht der Fall sein sollte, lasst hier unter diesem Beitrag einen Hilferuf da - dann komme ich oder andere Strickerinnen auf jeden Fall in den nächsten Tagen bei euch vorbei. Vielleicht findet ihr auch bei den anderen eine Antwort auf euer Problem? Schaut, wie es den anderen geht - hier ist die Linkliste:


Mittwoch, 5. März 2014

Me Made Mittwoch am 5. März 2014



Ich, Julia, begrüße euch zum heutigen Me Made Mittwoch am Aschermittwoch.
Ich hoffe, keiner muss in Sack und Asche gehen. Wobei mein Kleid weniger eine Sack-, aber schon eine Asche-Assoziation hervorrufen kann.


Dieses Punktmuster erzeugt doch auf Fotos eine Art Bildstörung. Ein psychedelischer Stoff wie Monika ihn so treffend beschrieb. Durch ihren Post ist mir eingefallen, dass ich dieses Kleid noch gar nicht gezeigt habe, obwohl ich es schon im Frühherbst genäht hatte.
Den Jersey habe ich günstig auf dem Hollandstoffmarkt erworben, die Schnittgrundlage ist Mc Call´s 5974.
Der Schnitt bietet zwei Kleidvarianten, das Modell ohne Wickeloptik habe ich hier schon mal gezeigt. Ich bin mit beiden Kleidern sehr zufrieden, ob das nun am Schnitt, an den Stoffen oder einfach daran liegt, dass ich gerne Jerseykleider trage, weiß ich nicht.
Jerseykleider sind so bequem wie Jogginghosen, aber auch außerhalb von Turnhalle und Sofa tragbar und man muss sie nicht bügeln.


Gibt es weitere bekennende Jerseykleider-Fans?
Vielleicht sogar heute hier in der Link-Sammlung?
Mal schauen: