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Sonntag, 1. Juni 2014

FJKA 2014 - Finale der Herzen



Hallo und herzlich willkommen zum Finale der Herzen des diesjährigen Frühlings-Jäckchen-Knit-Alongs. Ich bin sehr gespannt, wer sich heute noch auf den virtuellen Laufsteg begeben wird, was wir noch alles zu sehen bekommen!

Zunächst war kein Finale der Herzen geplant, denn das soll sich nicht als Gewohnheit, als Hintertürchen, einschleichen von wegen "ach, was soll die Eile, es gibt sowieso ein Finale der Herzen". Bei einem Sew Along oder Knit Along geht es doch gerade darum, sich auch vom Zeitdruck und dem fröhlichen Gleichschritt inspirieren und motivieren zu lassen. Andererseits ist eine Strickarbeit in der Tat Arbeit und vor allen Dingen nicht immer vorhersehbar, welcher Zeitaufwand letztlich benötigt wird. Nach Rücksprache mit der Me Made Mittwoch-Crew entschied ich mich also doch noch für ein Finale der Herzen, mit etwas Zeitabstand, um noch mal zum Fertig-machen zu motivieren und vor allen Dingen, um den Fleiß der Mitstrickerinnen zu würdigen.

In diesem Sinne: ich freue mich, wenn das Finale der Herzen euch geholfen hat, noch mal Energie zu mobilisieren, um Eure Jäckchen fertig zu machen. Die Linkliste ist bis Dienstag abend (23.55 Uhr geöffnet).

Vorhang auf!

Samstag, 3. Mai 2014

Ankündigung: es gibt ein Finale der Herzen - Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 #FJKA



Für alle, die zum Finale am Ostersonntag noch nicht fertig geworden sind, gibt es ein Finale der Herzen. Rafft euch noch mal auf, strickt weiter, näht zusammen, macht schöne Fotos und zeigt uns am

Sonntag, den 1. Juni 2014

eure fertigen Frühlingsjäckchen. Wir freuen uns drauf!

Sonntag, 20. April 2014

Finale! Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 #FJKA



Hallo und herzlich willkommen zum großen Frühlingsjäckchen 2014 Finale




Ich, .meike,  bin schon unglaublich gespannt, eure Ergebnisse des gemeinsamen Strickens zu sehen, auch wenn ich mich noch etwas gedulden muss, weil ich die nächsten Tage maßgeblich auf der Autobahn zubringen werde. Wie viele Teilnehmerinnen des Frühlingsjäckchen Knit Alongs wohl durchgehalten haben und am Ziel angekommen sind? Und noch viel wichtiger: Seid ihr glücklich mit Euren Jäckchen?




Für mich war es auf jeden Fall eine aufregende Erfahrung, gemeinsam mit euch zu stricken. Ich hatte ganz schön Bammel davor, als "Vorstrickerin" nicht pünktlich fertig zu werden oder ein fürchterliches Ergebnis zu produzieren! Es war knapp, sehr knapp. Gestern Abend um halb Eins hatte ich endlich die Ärmel ein- und die letzten Fäden vernäht und als ich heute morgen die Fotos schießen wollte, war dies nur unter erschwerten familiären Bedingungen möglich. Aber Kneifen war nicht! Also habe ich tapfer in die Kamera gelächelt und die besten Fotos ausgesucht.






Mit meiner Jacke bin ich so "mittel" zufrieden. Die Farbe finde ich immer noch den Hammer und habe mich beim Stricken nicht daran satt gesehen. Doof finde ich, dass sie aufgeknöpft nicht wirklich schick ist, aber eigentlich wusste ich das schon vorher, denn sie ist dem (zugenähten) Frühlingsjäckchen 2012 doch sehr ähnlich. Die Ärmel finde ich auch etwas kurz geraten. Während des Strickens hatte ich schon befürchtet, dass sie zu eng wären, wahrscheinlich haben sie sich nun die Weite geholt und etwas an Länge dadurch verloren. Die Brustabnäher sitzen viel zu hoch, keine Ahnung wie das geschehen konnte. Aber ich vermute, dass die Jacke insgesamt noch etwas länger und weiter wird (Drops Baby Merino, das kenne ich schon von dir) und dass sich das vielleicht noch etwas ausgleicht.

Aber im Grunde ist sie genau so geworden, wie ich sie mir vorgestellt habe - und das ist schon mal was. Das ist super! Ich liebe die Farbe, ich liebe die vielen schönen Knöpfe vom Nähkontor, ich liebe die Rundungen, das Schößchen, den Ausschnitt und die feine Wolle. Und ich bin glücklich, noch ein neues, fertiges Jäckchen-nach-Wunsch zu haben. Davon bekomme ich nie genug; die nächste wird himbeerrot!





Und ihr? Seid ihr motiviert, gleich weiter zur stricken?

Gibt es Teilnehmerin, die noch nicht fertig gestrickt haben und traurig sind, am großen Defilee der Frühlingsjäckchen nicht teilzunehmen? Braucht ihr ein Finale der Herzen? Wenn ja, dann schreibt es bitte in die Kommentare.

Allen, die am Knit Along teilgenommen haben, gratuliere ich schon jetzt, zum fertigen Jäckchen! Und alle, die bisher nur auf den Zuschauerplätzen saßen, rufe ich zu: lasst euch von unserer Begeisterung, unserem Mut und unserem Durchhaltevermögen anstecken und inspirieren. Es lohnt sich! Strickjäckchen kann frau nie genug haben! Alle Beiträge, inklusive Linksammlung der Teilnehmerinnen, findet ihr hier auf dem Blog unter dem Label FJKA2014.

Aber jetzt kommt ihr: Vorhang auf, Licht an! 



Sonntag, 30. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - der zweite Zwischenstand



Hallo und herzlich willkommen zum letzten Zwischenstandstreffen vor dem großen Finale. Wie gehts euch und eurem Projekt? Geht es euch gut miteinander?

Das Thema heute:
Zweiter Zwischenstand: Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und Motivation zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit

Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite denke ich "ach, das wird schon, sind ja noch drei Wochen" auf der anderen Seite komme ich in gefühlte Hektik, weil doch immer alles länger dauert, als ich es mir ausgedacht habe und mein Post mit Bildern an der Frau auch schon Karfreitag fertig haben muss. Vor dem Post stehen noch fertig stricken, waschen, spannen, zusammen nähen, Knöpfe annähen und fotografieren. Puh!



Immer wieder fange ich an, mich zu bemitleiden, dass meine Wolle so viel dünner und mein Körper so viel größer ist, dass ich bestimmt die größte Anzahl von Maschen stricken muss und ein ganz armes Würstchen bin. Ganz abgesehen vom richtigen Leben, dass zur Zeit so viel Zeit frisst und mich abends oft sogar zu müde zum Stricken macht. Dann tröste ich mich aber damit, dass jedes Projekt anders ist und dass Vergleichen nichts bringt. Einfach stur weiter stricken ist die einzig vernünftige Lösung, Masche für Masche. Das wird schon.

Immerhin habe ich jetzt fast nur noch die Ärmel vor mir. Der Rest vom zweiten Vorderteil ist vermutlich heute Abend geschafft. Doof sehen sie aus, dieses beiden unförmigen Dinger. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass daraus ein hübsches Jäckchen wird! Beim ersten Ärmel muß ich noch ein bißchen denken, weil ich ihn ohne Anleitung stricke, aber der zweite geht dann bestimmt schnell. Zum Finale 2012 hatte ich auch erst einen Ärmel - vielleicht setzt sich diese Mode durch? War nen Witz - wir werden natürlich alle pünktlich zum Ostersonntag fertig!



Zur Motivation habe ich mir einen Stoff für einen Tellerrock gekauft und stelle mir vor, wie wunderbar dieser Rock zu dem Jäckchen aussehen wird. Ich sollte nur noch Zeit finden, ihn zu nähen. Ach Mist und Knöpfe für das Jäckchenhabe ich ja auch noch keine ....



Ihr seht, bei mir wird es noch spannend. Wie schaut's bei euch aus? Schon fertig? Im Plan? Oder der Verzweiflung nahe? Ich bin gespannt!





Die Linksammlung schließt wie immer am folgenden Mittwoch um 20 Uhr.


Sonntag, 9. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - Erster Zwischenstand




Hallo und herzlich willkommen zum dritten Treffen unseres diesjährigen Frühlingsjäckchen Knit Alongs. Ich nenne das heutige Treffen "Erster Zwischenstand" und rechne lieber nicht aus, wie viel Zeit uns bis Ostern noch bleibt. Da war noch was, mit dem Verhältnis von Fasching zu Ostern .... aber  egal, das blende ich aus. Wir sind beim ersten Zwischenstand und immerhin kann ich schon ein fertiges Rückenteil vorweisen.

Wie sieht es bei euch aus?

Erster Zwischenstand: 
Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen

Den Anfangsschwung nutzen

Mit dem Rückenteil habe ich begonnen, weil frau dort am wenigsten denken muss. Ist die Maschenprobe einmal gestrickt und die Anzahl der benötigten Maschen ausgerechnet, strickt sich so ein Rückenteil mit dem Schwung des Anfangs ja fast wie von selbst. Ich hatte zwischendurch meine Zweifel, ob mein Muster richtig gewählt ist oder ob ich doch noch mal das Bündchen komplett neu mache, aber in Anbetracht des sportlichen Zeitplans und meine Vorbildfunktion entschied ich mich für "Augen zu und durch" und strickte einfach weiter. Übrigens habe ich auch mit dem Rückenteil angefangen, weil ich im Eifer des Gefechts zu viel Bündchen für ein Seitenteil gestrickt hatte. Mein Bündchen wird quer gestrickt und als es zu lang wurde, war es klar, dass es ein Rückenteil werden würde - so viel zur genauen Planung und dem ordentlichen Arbeiten .....

Mit welchen Teilen habt ihr begonnen?



Vom Umgang mit Bedenken

Zwischendurch hatte ich immer wieder große Bedenken, ob mein Jäckchen nicht ein paar Nummern zu klein werden würde. Wer schon mal glatt rechts gestrickt hat, weiß, dass sich die Ränder immer fürchterlich aufrollen, was den Eindruck von "zu klein" immens verstärkt. Ich baue jetzt einfach darauf, dass meine Erfahrung mit dieser schon öfters verstrickten Wolle immer war, dass sie noch sehr nachgibt und dass ich richtig gerechnet habe - hoffen wir das Beste.

Letztlich ist es entscheidend, am Anfang des Projektes eine Maschenprobe gestrickt zu haben und einen Entwurf mit Maßen zu versehen. Wenn ihr das gemacht habt und euch nicht grundlegend verrechnet habt, dann wird das schon - egal, wie sehr sich die Ränder rollen. Lasst euch von den Zweifeln nicht ausbremsen, sondern schaut euch eure Berechnungen lieber noch mal an. Ihr habt euch was dabei gedacht und das kommt schon hin!


Zwei symmetrische Vorderteile - alles eine Frage der Notizen

Der Vorteil von Jackenvorderteilen ist, das sie relativ schnell gestrickt sind - der Nachteil: es gibt mehr zu Denken.

Ich hätte fast erst einmal alle Bündchen gestrickt, um mich um die Denkerei beim Vorderteil herumzudrücken, wäre mir nicht eingefallen, dass ich euch versprochen hatte, etwas über gestrickte Brustabnäher zu schreiben. Versprochen ist versprochen - der Beitrag ist nun auf crafteln.de online.

Ich finde es nicht banal, auf der Seitennahtseite mich um die Abnäher zu kümmern und gleichzeitig in der Mitte mit den Abnahmen für den Ausschnitt zu beginnen. Nach wie vor habe ich kein optimales Notationssystem dafür. Wie beim letzten Frühlingsjäckchen neige ich dazu, reihenweise Notizen zu machen und sie mit kryptischen Zeichen zu versehen. Ein paar Wochen lang verstehe ich, was ich damit meinte. Ich versuche nebenher, mir eine Anleitung "in Worten" zu schreiben, damit das Frühlingjäckchen reproduzierbar wird - doch das ist die Theorie. Während des Strickens arbeite ich weiter mit dieser merkwürdigen Notationsweise, um am Ball zu bleiben, wann ich wo ab- und zunehmen muß - in der Hoffnung, dass ich keine Fehler mache und das zweite Vorderteil ähnlich wird.



Wie sehen eure Notizen aus? Schreibt ihr mit, was ihr strickt, um zwei symmetrische Vorderteile zu erhalten? Nutzt ihr Hilfsmittel wie z.B. Reihenzähler oder Maschenmarkierer?


Erfolge oder Probleme? Wie geht es euch?

Wie schauts bei euch aus? Ist das oder sogar die Jäckchen schon halb fertig oder schlagt ihr euch mit Problemen herum, die euch graue Haare bescheren. Vielleicht können wir helfen?

Ich habe nicht die Zeit, mir jeden Beitrag zeitnah durchzulesen und zu kommentieren, versuche aber, mich im Laufe der Woche, durch alle Beiträge durchzuklicken. Ich vertraue auf die Kompetenz der Masse: schreibt, wenn ihr Fragen oder Probleme habt, es wird bestimmt jemand zu euch kommen und einen wertvollen Tipp dalassen und falls das nicht der Fall sein sollte, lasst hier unter diesem Beitrag einen Hilferuf da - dann komme ich oder andere Strickerinnen auf jeden Fall in den nächsten Tagen bei euch vorbei. Vielleicht findet ihr auch bei den anderen eine Antwort auf euer Problem? Schaut, wie es den anderen geht - hier ist die Linkliste:


Sonntag, 16. Februar 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - Jetzt gehts richtig los!




Hallo und herzlich Willkommen beim zweiten Termin des diesjährigen Frühlingsjäckchen Knit Alongs. Für alle, die ganz erstaunt sind, dass auf dem Me Made MITTWOCH Blog sonntags etwas los ist, gibt es hier mehr Informationen zur gemeinsamen Frühlingsjäckchen-Aktion zu finden.

Heute gehts um:

Die Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen


Strickmuster und Material

Ich hoffe, ihr wurdet bei unserem letzten Treffen ordentlich inspiriert und konntet euch anschließend entscheiden, was für ein Jäckchen ihr nun stricken wollt. Mir geht es mit solchen Inspirationsschauen so, dass ich manchmal geradezu überwältigt bin und es die Wahl zur Qual macht. Manchmal ist es aber auch so wie bei dem legendären Münzwurf, bei dem einer klar wird, dass sie die Entscheidung innerlich schon getroffen hat. So war es bei mir: ich habe tolle Projektideen gesehen, bleibe aber bei meiner Idee, ein knallgrünes Jäckchen, angelehnt an Blossom von Kim Hargreaves verwegen in glatt rechts zu stricken.

Vielleicht ist es euch auch so ergangen, dass ihr zwar eine Entscheidung hattet, aber noch nicht die richtige Wolle dafür gefunden habt. Das ist natürlich ärgerlich! Was rate ich in diesem Fall? Mmmhh... nehmt eure Favoriten mit Bild und Anleitung mit in ein Wollgeschäft und lasst euch beraten. Die erfahrenen Strickerinnen dort werden euch möglicherweise ein Garn zeigen, das für eure Traumprojekte geeignet wäre, ihr aber übersehen habt, weil es nicht in euer übliches Beuteschema passt. Lasst euch überreden, kauft ein Knäul und strickt eine Maschenprobe. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese euch dann überzeugt. Falls ihr kein gutes Wollgeschäft in der Nähe habt, schaut bei ravelry nach, wer dieses Projekt schon gestrickt hat und aus welcher Wolle und bestellt sie online.

Apropos Maschenprobe

Wenn ihr nicht gerade einen 80er-Jahre-mäßigen unförmigen Sack stricken wollt, kommt ihr um die Maschenprobe nicht herum. Selbst, wenn ihr die Originalwolle aus der Anleitung nehmt. Jede strickt anders!



Für die Maschenprobe schlagt ihr etwas mehr Maschen als für 10 cm vorgesehen an und strickt dann ein Quadrat. Idealerweise wascht ihr anschließend dieses Strickstück genau so, wie ihr das zukünftige Jäckchen auch waschen wollt. Ich weiß, das ist eine ätzende Vorarbeit, weil frau gerne beginnen will, aber ich rate euch trotzdem dringend dazu. Wenn die gewaschene Maschenprobe trocken ist, steckt ihr sie mit Stecknadeln auf ein Kissen oder die Matratze und zählt ab, wie viele Maschen und Reihen für 10x10 Zentimeter stricken müsst. Ich zähle das gerne dreimal, da ich mich mindestens einmal dabei verzähle. Erst dann könnt ihr die ungefähre Größe bestimmen, die ihr nach Anleitung strickt.

Wenn ihr es gar nicht erwarten könnt, dann schlagt halt schon mal die ersten Maschen für das Vorderteil an und strickt darauf los, bevor die Maschenprobe getrocknet ist. Aber ich warne euch, "auf gut Glück" ist mit Risiko verbunden und was passieren kann ist, dass ihr entweder ribbeln müsst oder aber ein Ding strickt, das schon beim Stricken kein gutes Gefühl erzeugt und anschließend ungerne angezogen wird.

Passform

Vielleicht seid ihr im vorletzten Absatz über meine Formulierung "ungefähre Größe" gestolpert und zusammen gezuckt. Gut so! Immerhin habe ich das Ziel, gemeinsam mit euch ein Jäckchen (oder so) mit guter Passform zu stricken. Da heißt es wachsam zu sein.

Jede Frau ist anders aber alle sind dreidimensional. Das heißt, das euer Körper an den unterschiedlichsten Stellen Länge und Weite braucht. Wenn ihr auch näht wisst ihr, dass Fertigschnittmuster auch selten auf Anhieb passen. Viele Näherinnen kennen ihr typischen Passformprobleme und wissen, dass sie oft an den Schultern kürzen oder für die Brust mehr Weite einplanen müssen. Beim Nähen ist manches noch im Nachhinein korrigierbar. Beim Stricken sollte eigentlich ALLES vorher bedacht werden!



Aus diesem Grund rate ich dazu, nicht einfach eine Größe auszuwählen und blind nach Anleitung zu stricken, sondern euch ein "Schnittmuster" für eure Jacke aufzumalen und mit Maßen zu versehen. Vielleicht habt ihr eine gut passende Strickjacke oder einen Pullover, den ihr als Vorbild nehmen könnt oder ein Strickstück, das nicht so gut passt, aus dem ihr eure Wünsche ableiten könnt. Dieses "Schnittmuster" müsst ihr nicht in Originalgröße zeichnen, aber ihr solltet es unbedingt mit Maßen versehen. Manche Strickanleitungen haben solche Übersichtszeichnungen, das ist ganz hervorragend, dann könnt ihr gleich diese Anleitungszeichnung mit euren Maßen überprüfen.

"Negative Ease"

Während wir Kleidungsstücke aus Webware mit etwas Zugaben nähen, damit wir uns noch darin bewegen können, stricken wir figurbetonte Kleidungsstücke mit "negative ease", also mit negativen Zugabe, sprich etwas enger. Selbst, wenn ihr es nicht so figurbetont mögt, rechnet damit, dass euer Strickstück, je nachdem wie locker ihr strickt, beim Tragen noch etwas in Weite oder Länge oder beidem nachgibt. Ich rate euch also dazu, eher etwas enger zu stricken, damit es hinterher kein unförmiges Ding gibt. Beim Zusammennähen könnt ihr zwar noch etwas Weite in den Seiten wegnehmen, aber da ihr beim Strickstück keine "Nahzugaben" wegschneiden werdet, sollte das auch nicht zu viel sein.

Anleitung anpassen

Eine Strickanleitung auf die eigenen Figurbedürfnisse anzupassen, ist gar nicht so schwierig. Ihr braucht nur eure Maße, die Maschenprobe und müsst die Anleitung einmal konzentriert lesen und das, was ihr lest, auf eure Maschenprobe umrechnen und mit euren Maßen vergleichen.

Ein Beispiel:
Ihr lest, wie viele Maschen angeschlagen werden und wie viele Maschen nach dem Bündchen zugenommen werden. Das Bündchen ist erstmal zweitrangig, wenn ihr eure Maschenprobe glatt rechts oder im Muster gestrickt habt. Wichtig ist die Anzahl der Maschen, die dann "richtig" weiter gestrickt werden. Mit eurer Maschenprobe rechnet ihr nun aus, wie breit das Strickstück wird und vergleicht es mit euren Maßen. Nicht breit genug, zu weit? Dann ändert die Maschenzahl gemäß euren Maßen (und korrigiert bei großen Abweichungen auch das Bündchen).

Die Anzahl der Maschen zu ändern ist relativ leicht. Hat eure Maschenprobe eine stark abweichende Reihenzahl, wird es schon schwieriger. Zunächst würde ich probieren, mit einer anderen Nadelstärke noch eine Maschenprobe zu stricken, um der Maschenprobe in der Anleitung möglichst nahe zu kommen. Falls das immer noch nicht reicht, müsst ihr sehr aufpassen, wann ihr mit Zunahmen und Abnahmen für die Taillerierung, den Ausschnitt und die Armkugel beginnt. Ihr dürft keinesfalls stumpf nach Anleitung stricken, sondern müsst - analog zu der Anleitung - eure eigene Anleitung erstellen. Sonst ist eine schlechte Passform vorhersehbar.

Viele Strickerinnen neigen dazu, motiviert loszulegen und dann enttäuscht zu ribbeln oder das Teil in die Ecke zu werfen. Das muß nicht sein! Nutz die Chance, dass ihr ein Jäckchen mit uns gemeinsam strickt und eure Erfahrungen als Näherin: beginnt mit einem Vorderteil, denn das verschafft schnelle Erfolgserlebnisse und selbst wenn ihr trennen müsst, ist der Verlust nicht so gravierend, wie bei einem breiten Rückenteil.

Spezialfall Brustabnäher: Für Frauen, die ein figurbetontes Jäckchen stricken wollen, aber mehr, als Körbchengröße C haben, rate ich dazu "Brustabnäher" bzw. Mehrweite für die Brust durch verkürzte Reihen zu stricken. Das ist wirklich nicht schwer! Dazu schreibe ich spätestens zum nächsten Treffen etwas in meinem Blog und verlinke es beim nächsten Treffen hier. Falls ihr daran interessiert seid, schaut bei crafteln.de oder strickt die Vorderteile erst später.

Stricken ist Zen

Vorausschauend Stricken und Vordenken ist wichtig und trotzdem ist Stricken Zen und es kommt oft ganz anders, als frau denkt. Schaut euch das Bild an. Ich habe das Bündchen nicht ganz so rüschig stricken wollen, wie in der Originalanleitung und stellte es mir ganz hübsch vor, an einem schlichten Jäckchen unten nur Zacken zu haben.




Aber als ich die beiden Strickstücke zum Fotografieren nebeneinander legte, kamen die Zweifel. Wenn ich das Lochmuster oberhalb der Zacken stricke, geht das Bündchen unten noch mehr auseinander und der Schößcheneffekt wird deutlicher. Das wollte ich doch eigentlich! Außerdem ist trotz Maschenprobe, Rechnen und genauem Aufnehmen und zählen der Maschen, das Rückenteil doch ein wenig spack. Merkwürdigerweise scheinen 2 Zentimeter an Weite zu fehlen. Kommt das noch durch Tragen, Waschen und Dehnung durch Körperwärme oder habe ich mich doch verrechnet? Ribbele ich nun wieder auf und stricke das Bündchen doch mit löchriger Rüsche und zwei Zentimeter weiter? Nur nicht aufregen, Meike, Stricken ist Zen!

Jetzt seid ihr dran!

Ich hoffe, ich habe euch mit meinem Geschreibsel keine Angst gemacht! Ich möchte euch einfach davor bewahren, zu viel rückwärts stricken zu müssen oder frustriert aufzugeben! Ihr schafft das schon! Auf eure Zwischenergebnisse bin ich wie Bolle gespannt! Und nicht vergessen: am 9. März sind wir wieder verabredet!



Sonntag, 2. Februar 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014



Hallo und herzliche willkommen zu unserem Frühlingsjäckchen Knit Along 2014!


Der von Catherine im Jahr 2012 organisierte Frühlingsjäckchen Knit Along war so ein Erfolg, dass wir eurem vielfältig geäußertem Wunsch gerne nachgeben wollten, erneut gemeinsam ein wärmendes Jäckchen für den Frühling und laue Sommerabende zu stricken. Mein Name ist Meike oder auch #FrauCrafteln, ich bin Teil der Me Made Mittwoch Crew und begleite euch durch den Knit Along.

Worum gehts beim Knit Along?


Zu einer schönen Garderobe braucht es mindestens eine Strickjacke. Eine Strickjacke wärmt, sieht schick aus, ohne gleich formell wie ein Blazer herüber zu kommen und kann im Gegensatz zu einer richtigen Jacke, schnell ausgezogen und in die Tasche gesteckt werden. Im Frühling haben wir Sehnsucht nach Sommerstoffen, verarbeitet zu luftigen Kleidern, Blusen und Röcken, für die es vielleicht noch etwas zu frisch ist. Die Lösung: eine Strickjacke! Aber auch im Sommer braucht es oft morgens und abends eine wärmende Unterstützung. Und was machen wir, wenn wir auch im Herbst und Winter Lust auf eigentlich etwas zu dünne Kleider haben und uns in unterschiedlich stark beheizten Räumen immer wieder an- und ausziehen müssen? Wir tragen eine Strickjacke!

Es ist Anfang Februar und wahrscheinlich könnt ihr - genau wie ich - es kaum erwarten, die Frühlingsluft zu spüren, die warmen Strumpfhosen in die hinterste Ecke des Schrankes zu verstauen und endlich wieder mehr Farben in der Natur und der Kleidung zu sehen. Das kann leider noch ein paar Wochen dauern! Machen wir es uns so lange gemütlich und holen uns die Vorfreude auf die Nadeln: stricken wir ein Frühlingsjäckchen!

Gemeinsam strickt (oder häkelt) es sich leichter. Gemeinsam schaffen wir es, den straffen Zeitplan einzuhalten und pünktlich zum Frühling ein neues Jäckchen unser Eigen zu nennen. Durch Fragen und Antworten arbeiten wir gemeinsam an Lösungen, um erwartete und unerwartete Schwierigkeiten auf dem Weg zu meistern.

Der Zeitplan


Eine schöne, gut sitzende Jacke zu stricken ist möglicherweise eine mittlere oder größere Herausforderung für Dich. Deswegen machen wir es gemeinsam. In Etappen näheren wir uns - immer wieder Sonntags - dem Ziel. Auch Anfängerinnen sind herzlich eingeladen mitzumachen!

Der Zeitplan ist sportlich, ich weiß. Aber nur Mut, ihr schafft das! Es lebe die Herausforderung!


2. Februar 2014 - Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne

16. Februar  - Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen

9. März  - Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen

30. März - Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und neue Motivation zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit

20. April Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbaren Frühlingswetter am Ostersonntag


Frühlingsjäckchen Knit Along Regeln


  • Wer mit machen möchte, schreibt im eigenen Blog und verlinkt diese Posts hier zu den Knit Along Treffen in der Linkliste. Je mehr du uns erzählst oder fragst, um so interessanter wird es für alle. 
  • Wenn du dich in der Linkliste verlinkst, dann verweise bitte mit einem Link auf den Me Made Mittwoch Blog und den Knit Along Post. 
  • Obwohl es Knit Along heißt, sind auch gehäkelte Jacken oder Westen ohne Ärmel mit Frühlingsjäckchen gemeint.
  • Zu den jeweiligen Terminen gibt es ein Thema oder Fragen, die beantwortet werden können. Auch wenn du noch nicht so weit bist, freuen wir uns, wenn du uns einen Zwischenbericht gibst. 
  • Der Grat zwischen Anleitungs- oder Materialempfehlungen und Werbung ist schmal. Bitte achtet mit Feingefühl auf den Unterschied und vermeidet Werbung. 
  • Falls du bei twitter bist, dann kannst du auch zwischen den Treffen mit dem Hashtag #FJKA mit uns im Austausch sein und schnelle Hilfe, bei drängenden Fragen bekommen. 
  • P.S. Und seid vorsichtig mit fremden Bildern - im Zweifelsfall vorher nachfragen, ob ihr das Bild benutzen dürft. 


Das Thema zum heutigen ersten Treffen: Inspiration


Habt ihr schon ein Bild im Kopf, was ihr unbedingt stricken wollt? Bilder, die euch inspiriert haben oder sogar schon eine konkrete Anleitung, die ihr umsetzen wollt? Prima! Falls nicht, suchen wir gemeinsam nach Inspirationsquellen, in Magazinen und in den Weiten des Internet. Fehlt euch noch die passende Wolle, um Euer Wunschprojekt zu verwirklichen? Wir tauschen uns auch über Materialquellen und Materialeigenschaften aus.


Mein Projekt


Seit dem ich bei Frau Nahtzugabe eine grüne Strickjacke gesehen habe, weiß ich, dass ich nicht mehr ohne eine grüne Strickjacke leben kann! Grüne Wolle habe ich schon: Drops Baby Merino in knallgrün. Bei Lanade gibt es im Mai - leider zu spät für den Knit Along - immer einen großen Sale. Da lohnt es sich, sich zu bevorraten!


Frau Nahtzugabes wunderschöne grüne Jacke http://nahtzugabe.blogspot.de/2013/04/das-perfekte-grun.html

Seit dem Frühlingsjäckchen Knit Along 2012 traue ich mich, mit dünnen Nadeln zu stricken, das Baby Merino Garn ist aus diesem Grund meine Standard-Wolle geworden, mit der ich gerne stricke und die es in vielen Farben gibt. Das Ergebnis, ein dünner Strick, passt einfach viel besser zu mir und meinen Bedürfnissen. Dicke Strickjacken, die ich in der Vergangenheit gestrickt hatte, ziehe ich ungerne an.

Wiebkes Miette http://wiebke-berlin.blogspot.de/2012/08/gold-fur-miette-olympisch-stricken.html

Eine Anleitung, wie ich die Wolle verstricken will, habe ich noch nicht. Als Lemming fasziniert mich natürlich die auf vielen Blogs gezeigte und geliebte Miette (bei ravelry findet ihr noch viel mehr). Ich fürchte allerdings, dass so ein hochgeschlossenes Jäckchen nichts für mich ist. Sehr, sehr, sehr verliebt bin ich auch in Agatha - aber auch hier: tolles Muster, aber möglicherweise nicht optimal für viel Busen und so. Hingegen die Form meines Frühlingsjäckchens von 2012 begeistert mich immer noch, erscheint sie mir doch extrem Vorteilhaft für meine Figur.


Wiebkes Agatha http://wiebke-berlin.blogspot.de/2013_09_01_archive.html


Sehr wahrscheinlich nehme ich deswegen wieder die Anleitung für Blossom von Kim Hargreaves als Grundlage und variiere sie: ein anderes Muster, keine Spitzenborte, längere Ärmel. Ich könnte mir gut vorstellen, die Jacke diesmal nicht ganz so rüschig zu machen, etwas sportlicher und trotzdem die Taillierung und das Schößchen zu übernehmen. Irgendwie reizt es mich auch, einmal ein "quick and dirty"-Jäckchen in glatt rechts zu stricken. Knallgrün ist eigentlich Aussage genug, brauche ich da wirklich ein Muster?

Frau Crafteln im 2012er Frühlingsjäckchen

Wer denkt "hey, die macht sich es einfach, strickt einfach das gleiche Jäckchen noch mal" irrt leider, denn einfach wird es nicht. Ich olle Schlamperin habe nämlich 2012 keine ordentlichen Aufzeichnungen gemacht, während ich strickte. Genauer gesagt war wurde mir, während ich strickte einigermaßen klar, was ich tat und wie ich das gegebenenfalls beim zweiten Ärmel oder zweiten Vorderteil auch machen muß  - ihr müsst bedenken, ich habe viel geändert, vergrößert, Brustabnäher eingefügt, neues Muster, eigene Ärmel etc. Schon ein Jahr später, als ich das gleiche Jäckchen noch mal stricken wollte, war das, was ich damals notierte nur noch chinesisch. Die Herausforderung würde also jetzt darin bestehen, noch mal zu entwickeln, was ich mir damals Glorreiches ausgedacht habe und es so aufzuschreiben, so dass ich in Zukunft noch das eine oder andere Jäckchen in dieser Form mit dieser Nadelstärke stricken kann. Der Vorteil für euch: ich kann euch ne Menge über Strickmuster-Anpassungen erzählen.



Kennt ihr Musterbücher? Die gibt es aus Omas Zeiten im Antiquariat oder auch aktuell im Buchhandel. Die Muster unterscheiden sich nicht wirklich, nur die Aufmachung der Bücher. Theoretisch könnt ihr jede Anleitung mit jedem beliebigen Muster stricken, wenn ihr eine Maschenprobe mit Muster gemacht habt und diese mit der Anleitung überein stimmt. Für mich eine wunderbare Quelle der Inspiration.

Aber vielleicht entdecke bei einer Recherche auf ravelry.com (einer kostenlosen Strickcomunity, der frau ganz einfach beitreten kann und auf der es unendlich viele vorgestellte Anleitungen, Projekte und Ideen gibt), bei Pinterest oder bei euch noch ganz andere Ideen, so dass ich meinen ursprünglichen Plan über den Haufen werfe und etwas ganz anderes stricke?

Übrigens: Das Frühlingsjäckchen 2012 war meine Premiere mit englischen Anleitungen. Ich hatte zwar das Glück, nachdem ich mich gründlich mit der Systematik der englischen Anleitungen vertraut gemacht und alle Begriffe nachgeschlagen hatte, eine deutsche Anleitung zur Verfügung gestellt zu bekommen (es lebe die Comunity!), aber seit dem weiß ich: englische Anleitungen sind gar nicht so schwer und haben durchaus einige Vorteile. Mehr dazu beim nächsten Treffen oder als Beispiel hier oder als systematischer Workshop "Erarbeiten von englischsprachigen Anleitungen" bei Tichiro (inkl. Hinweisen zu japanischen Anleitungen).

Hier sind sie: die Teilnehmerinnen des diesjährigen Frühlingsjäckchen Knit Alongs!


Wer beim Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 mitmachen will, trägt sich unten in die Linkliste ein und erzählt von Strickjäckchenträumen und Inspirationsquellen. Anfängerinnen und Nachzüglerinnen sind willkommen! Die Linkliste ist immer bis Mittwoch abends geöffnet. Das Frühlingsjäckchen Knit Along-Logo darf gerne mitgenommen werden. Ich freue mich auf Euch und Eure Jäckchen!