Sind eure Scheren und Rollschneider geschärft, die Maschinen geölt? Heute beginnt der Winterjacken-Sewalong, und wir, Karin und Lucy, freuen uns sehr, dass so viele von euch mitnähen möchten.
In den nächsten Wochen werden wir uns gemeinsam, Schritt für Schritt, der warmen Winterkleidung nähern. Dabei ist es euch überlassen, ob ihr eine Jacke oder einen Mantel, Regenbekleidung oder Wolle, dick Gestepptes oder zum Einstieg erstmal einen ungefütterten Walkmantel näht. Für die Treffen alle 14 Tage haben wir uns außerdem etwas Besonderes ausgedacht: Bei jedem Treffen gibt es zusätzlich ein Technik-Tutorial, denn gefütterte Oberbekleidung hält ja einige nähtechnische Schwierigkeiten bereit. Aber wir werden uns gemeinsam schon durchbeißen!
Unser Zeitplan:
Mantel 101 (Burda sagt "Gehrock") aus Heft 8/2012: Gut: der schmale Reverskragen, die Länge. Aber gefällt mir die asymmetrische Front wirklich? Der Mantel ist außerdem eher gerade geschnitten als weit. Vielleicht mit Gürtel besser?
Mantel 128 aus Burda 8/2014 mit überschnittenen Schultern. Gut: der schmale Kragen, die vorne durchgesteppten Taschenbeutel. Problem: der Schnitt ist für lange Größen, und der "Stylingtipp" spricht davon, frau solle nur schmale Sachen zu diesem Mantel tragen. Das könnt ihr knicken, Leute! Aber Das Büro für schöne Dinge und Bunte Kleider haben den Schnitt schon letztes Jahr genäht - Claudia nennt den Mantel sogar ihren "Filmstarmantel". Nimm das, Burda!
Mantel 103 aus Burda 11/2014. Gut: Raglanärmel, schöne große aufgesetzte Taschen. Problem: der Stoffverbrauch ist mit 4, 30 m angegeben, was unter anderem an der interessanten Ärmelkonstruktion liegt: Die Raglanärmel bestehen aus einem Stück, die Naht verläuft auf der Oberseite des Ärmels. Sowas würde ich ja gerne mal nähen - aber den Schnitt bekomme ich nicht mal mit Zuschnitttetris auf zweieinhalb Meter gequetscht.
Ihr seht, bisher bin ich von keinem Schnitt so richtig begeistert. Vielleicht ist ja in der Inspirationssammlung heute etwas für mich dabei?
Ich, Karin hab auch recht konkrete Vorstellungen, wie mein Mantel so sein soll: schmal geschnitten und damit nicht zu voluminös. Ich möchte ja auch im Winter in der Bahn noch auf einen Sitz passen. Alltagstauglich soll er sein, natürlich mit Taschen und knielang ist die ideale Länge. Dazu einen Kragen, den ich auch mal hoch klappen kann, je nach Wind und Wetter. Kapuze ist nicht unbedingt nötig. Mein Mantel aus dem letzten Jahr war super und hat all das erfüllt. Leider ist der Stoff schon recht abgewetzt, also hab ich gute Gründe mir einen Neuen zu nähen.
Hier meine Ideen:
Mein Favorit aus dem letzten Jahr:
Der Papernoot Coat von Waffle Patterns. Der ist wirklich für Wind und Wetter geeignet. Nur mein Stoff, der hier schon liegt, ist nicht so richtig dafür geeignet.
Modell 105 aus der Knipmode Spezial 2009/2010. Mit schönen Details und durch die Teilungsnähte gut auf Figur zu bringen und man kann die Jacke auch zum Mantel verlängern.
Meinen heimlichen Favoriten hab ich letzte Woche hier gefunden. Mal abgesehen von dem Preis, gibt es den Schnitt jedoch nur in Amerika zu kaufen, sie schicken nicht nach Übersee. Tja. Aber Lucy hat schon geforscht in ihrem Archiv und einen Schnitt für mich gefunden,
Modell 126 aus der Burda 9/2006. Das Heft befindet sich auf den Weg hierhin. Soviel zum Thema Netzwerk.
Appropos Netzwerk. Jetzt sind wir sehr gespannt auf eure Inspirationen, denn wer sich noch nicht sicher ist, bekommt spätestens heute viele neue Ideen. Das Tool ist bis Montag Abend geöffnet.


































