Guten Morgen, liebe MMM-Freund_innen,
schön, dass Ihr heute hier vorbeischaut. Mein Name ist Frau Kirsche und ich poste normalerweise bei
"Das Kirschenkind spricht", meinem virtuellen Zuhause.
Mittlerweile kann man sich ja ziemlich sicher sein, dass der Frühling es wirklich ernst meint (auch wenn es morgen hier im Norden bei 11 Grad und Dauerregen doch eher usselig wird..) und die Garderobe langsam aber sicher auf Frühling umstellen, die Nähpläne vorsichtig der Jahreszeit anpassen (die ersten Planungen finden sich ja bereits auf ein paar Blogs ebenso wie Hinweise auf antizyklisches Nähen) und die Baumwollstöffchen lüften. Was man auch prima mal machen könnte, ist aufräumen. Den Stoffschrank beispielsweise. Oder die komplette Nähecke. Oder das Nähzimmer, wenn man denn eins hat.
Ich postuliere an dieser Stelle eindeutig antizyklisches Verhalten und präsentiere mit stolzgeschwellter Brust: einen, nein, meinen Nähplatz in bestem Nutzungszustand also known as
Das große Chaos. In der zweiten Hauptrolle: mein neues Butterick 6018, das ich vor einigen Wochen zum Geburtstag einer Freundin nähte (
die erste Version nähte ich in Berlin).
Den Stoff kaufte ich im Rausch in Beisammensein mit einem Großteil der
MMM-Crew. Das ging ungefähr so: Cat hielt die Rollen mit Stoffen, von denen ich ein paar Meter erwerben wollte, und schickte mich ein ums andere Mal mit den Worten "hol noch was, du wirst es sonst bereuen" zurück zu den Regalen. Ich kam als reiche Frau zurück (also, äh, je nach Währung. Stoffreich). Also, zurück zum Thema, der Stoff ist eine himbeerpinke Wolle, leicht glänzend und elastisch.
Das Kleid ist weit und elastisch genug, um es einfach über den Kopf an- und auszuziehen. Das merkte ich, als ich es anzog, ohne den Reißverschluss zu öffnen. Naja. Ich kann also noch was zunehmen und DANN benutz ich auch den Reißverschluss. Wie bei der ersten Version ist der Rücken verkürzt, die Schultern ebenso und die Abnäher im Rücken verlängert.
Die Knöpfe habe ich auf dem Flohmarkt erstanden. Sie sind aus den 1920er Jahren, aus gepresstem Glas und weiß.
Drehen geht auch. Ist ja immer gut, zu wissen. Mit Petticoat natürlich...
Meine Beine sind übrigens nicht komplett weiß, sondern in trage eine hautfarbene Strumpfhose. Lucy schrieb
letztens über die schwierige Übergangszeit zwischen schwarzer Strupfhose und nackten Beinen an den ersten warmen Tagen. Und ich bin auch immer wieder unschlüssig, ob das wohl gut so ist mit den hautfarbenen Strümpfen. Heute also: Alice im Wunderland-Tag an roten Lackschuhen.
Der Nähplatz ist übrigens mittlerweile wieder aufgeräumt (er befindet sich mitten in der Wohnung, unpraktischerweise). Aber das wird nicht lange so bleiben. Und das erfreut mich ungemein!
Und jetzt freue ich mich mindestens ebenso auf Eure Beiträge zum Me Made Mittwoch! (Im Link-Up ist das falsche Datum genannt, lasst Euch nicht verwirren)
P.S. Habt ihr schon gesehen? Cat lädt ein zum "Untendrunter" Sew-Along! Wir Damen von Welt brauchen für unsere Kleider schließlich auch adäquate Unterkleider, Unterröcke und Petticoats, logisch. Wer diese Stufe des Selbermachens mit anderen Nähnerds erklimmen will, kann
HIER noch einsteigen!