Donnerstag, 28. April 2016

Ankündigung des nächsten Motto Tages: Animals


Schon länger gab es keinen Motto Tag mehr beim MMM.
Das wollen wir jetzt nachholen.

Der Prada Sew Along hat vielleicht Lust auf wilde Tiere gemacht - sofern nicht schon vorhanden - deshalb:
Animals, als Druck, als Print.
Schlange Hunde Leoparden Katzen Zebras Zugvögel Fische Giraffen Mäuse etc.
Tiere eben.
Als komplett Print oder als Motivaufdrucke.

Der Termin ist am 25.05.16
Wer Lust hat "Animals auf Stoff" (der eigene Hund darf natürlich gerne mit aufs Foto, ist aber dann nur ein Accessoires) ist herzlich eingeladen. Ansonsten alles wie immer.

Sonntag, 24. April 2016

Prada Sew Along Finale

Es ist vollbracht, heute treffen wir uns zur großen Designerklamottenshow.


Mit viel Spass haben wir, Monika, Claudia und Sybille,
diesen zweiten Designer Sew Along gehostet, jetzt zeigen wir euch die Ergebnisse:



Wir haben keine Mühen gescheut und ein Drillingsstoff-Tripychon gefertigt.





Ich bin Sybille und blogge unter dasbürofürschönedinge. Meinen  ausführlicheren Post zum Finale könnt ihr euch bitte gerne hier anschauen.

Ich habe eine kleine Kollektion fertig bekommen, und hoffe das diese nicht neben den Westwoodklamotten im Schrank hängen bleibt.

Let´s go Prada Ugly:






Mantel aus zweierlei Kunststoffschlange

Hemd, Pullunder und Rock

Mantel und Rock

Bluse, Häkelpullunder, Rock


Oberteil Sloane und Wickelrock nach Burda
( und Schuhe in denen auch stehen unmöglich ist)
Endlich konnte ich meine Vorliebe für Schlangen einmal voll ausleben, und es mustert sich alles so schön wild zusammen.
Ich bin sehr gespannt auf eure Ergebnisse, und sagt uns doch ob ihr Interesse an weiteren Ausflügen in die High- Fashion-Welt habt.


Ich bin Monika von wollixundstoffix und freue mich auf das Finale des Prada Sew Alongs.
Es hat mir Freude gemacht, Spaß am recherchieren, Spaß am Stoffe suchen. Die geballte Inspiration der anderen Teilnehmerinnen. Ich sah und sehe nur noch Schlangen und Leoparden. Deren Fell auf Stoffe gedruckt wurde.
Bei meinen Mithosterinnen ja auch kein Wunder.
Von meinem eigentlichen Plan, oder Plänen - es waren 3 konkrete - habe ich immerhin 2 geschafft, und anderes.



Ein Kleid aus einem Glitzerstoff von Rene Lezard, Schnitt Vogue 9077




Der sogenannte Drillingsstoff, ein Rock. Schnitt McCalls 7022, etwas abgewandelt.




Noch ein Rock. Schnitt Burda 8-2015 Modell 114
Ein schlichtes Raglan Shirt von kibado



Noch ein Rock. Ebenfalls Burda 8-2015, Modell 114
Gelber Strickpulli. Eigener Schnitt.

Uff. Geschafft.
Insgesamt alles sehr brav. Aber alles Ich.



Ich bin Claudia und blogge als bunte kleider.

Nach dem Westwood Sewalong hat mir auch der Prada Sewalong viel Spass gemacht.
Ich merke, dass ich nach der Bilderrecherche und vor allem nach dem Lesen der Ideen der anderen Teilnehmerinnen ganz neue Ideen bekomme.
Nicht nur neue Ideen, die ganze Herangehensweise an das Nähen ist anders.
Toll, dass ihr dabei ward.


Mein kurzer Überblick über meine fertigen Prada-Projekt beginne ich mit der Hose aus unserem Drillingsstoff, kombiniert mit einer klassischen weißen Bluse.



Auch für mein angedachtes Hemdblusenkleid habe ich auf einen bewährten Schnitt zurückgegriffen. Das Gertie-Mantelkleid aus Schlangenstoff.


 Über die Dauer des Sewalongs habe ich mich, genau wie Monika, der Anziehungskraft von Tierstoffen nicht mehr entziehen können.
Also habe ich vom Schlangenstoff üppig gekauft, so dass ich mir noch eine Hose aus dem Rest zusammenkratzen konnte.



Schon ganz zu Beginn war mein Mantel fertig. Wäre es wärmer gewesen, hätte ich ihn sicher schon öfter getragen.
Detailliertere Informationen hier bei mir auf dem Blog.


Und jetzt Vorhang auf  für eure pradaeske Kleidung:



Mittwoch, 20. April 2016

Me Made Mittwoch am 20.April mit Gastblogger Burkhard

Guten Morgen und herzlich willkommen beim Me Made Mittwoch.
Ich, Claudia/buntekleider, freue mich heute einen ganz besonderen Gast zu betreuen.
Gastgeber ist Burkhard , ein nähender Mann.
Vielleicht kommt einigen der Fotohintergrund bekannt vor, ich habe nämlich das Glück mit einem Mann zusammen zu leben, der meine Passion fürs Kleidung nähen teilt.
Und so etwas näht mann so.


 Guten Morgen allerseits, ich heiße Burkhard und schreibe jetzt voller Ehrfurcht auf dem MMM meinen allerersten Blogeintrag über das Nähen. Ich trage gerne Hemden, und Hosen natürlich auch, und ich habe Freude daran, diese selber zu machen.




Das Hemd ist  aus einem weichen Baumwollflanell, kuschelig und bißchen wärmer, genau das richtige für die aktuellen Temperaturen. Der Schnitt nennt sich "Cliff" und ist aus der LMV JAN/FEB 2016 .
Ich habe schon einige normale Hemden genäht, hier hat mich besonders die asymmetrische Schulterpasse gereizt.




Vielleicht mache ich auch noch mal ein gestreiftes Exemplar davon. Dann müsste ich aber die Armausschnitte etwas bearbeiten, die sind knapp bemessen, wie an den Falten an der Schulter gut zu erkennen ist. Noch ein weiterer Schnitt für schmalere Typen ?




Die Hose ist aus einem mitteldicken  Jeansstoff mit Stretchanteil von unserem letzten Ausflug zum Stoffschrottplatz in Münster. Bisher habe ich ( zum Unverständnis meiner Liebsten ) so meine Probleme mit Stretchhosen gehabt, aber jetzt habe ich den besonderen Komfort von elastischen Stoffen bei schmalen Kleidungsstücken erfahren. Den will ich von nun an nicht mehr missen.




Die Schnittauswahl für Männer ist leider nicht so groß wie ich mir das wünsche. Nach mehreren Versuchen mit anderen Schnittmustern, die mir leider so  gar nicht passten, bin ich nach intensiver Internetrecherche über einen Blogeintrag  auf diesen Schnitt gestoßen.
Das Modell heißt 101BRU13 und ist von der französischen Firma 1083 . Die Firma produziert Bio Jeans, und das allerbeste ist, dass die Schnitte unter der Creative Commons Lizenz veröffentlich sind, also frei zum runterladen.
Der Schnitt sah zuerst komisch aus, das Vorderbein ist  sehr viel schmaler als das Hinterbein. Aber schlimmer als die anderen Versuche konnte es ja auch nicht werden.
Also habe ich mich darangewagt, und ich bin von dem Ergebnis begeistert. Wenn mir ein Schnitt so richtig gefällt nähe ich auch in Serie; das ist inzwischen die dritte Hose nach dem Schnitt, und es werden bestimmt noch mehr werden.



 
Es gibt bei 1083 auch noch 2 Frauenhosen zum runterladen und ausprobieren für alle,
die das Zusammenkleben nicht abschreckt.
Doch damit genug vom Ausflug in die Herrenoberbekleidung, 
Und jetztVorhang auf für das Defilee der gut gekleideten Nähbegeisterten am MMM.




Mittwoch, 13. April 2016

Me Made Mittwoch am 13.April 2016


Guten Morgen und herzlich willkommen zum Me Made Mittwoch.
Ich bin Claudia und blogge als buntekleider .




 Der Tag fing erstmal aufregend an.
Ich habe meinen Dienst als Gastgeberin beim MMM völlig vergessen, danke an Nina für den Weckruf.
So starte ich hellwach in den Tag. ;-)

Als routinierte MMM Teilnehmerin hatte ich gestern abend noch Bilder für heute gemacht.
Glück gehabt!


Ich zeige meine neue Birkin Jeans und dazu trage ich eine Oakridge Bluse.
Die Bluse habe ich mir letztes Jahr genäht und finde sie grundsätzlich ganz schön.
Der Stoff ist ein angenehm zu tragende Seiden- Baumwolle Mischung.
Die Bluse sitzt schön und war auch gut zu nähen.
Nur merke ich, dass mich die Schluppe im Alltag beeinträchtigt .
So schön sie aussieht, finde ich das Stoffgebaumel doch irritierend. Darum kommt sie nicht so oft ans Licht, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Aber an manchen Tagen eben doch.
Wenn es so schön warm ist, wie gerade freue ich mich an dem luftigen Tragegefühl einer dünnen Bluse.


Jeans nähe ich unglaublich gerne.
Eigentlich "brauche" ich keine mehr, da mir aber der Herstellungsprozess so viel Freude macht, freue ich mich immer , wenn ich ein Argument finde, mir doch noch eine neue Jeans zu nähen.
Was mir wirklich noch fehlte, war eine helle Jeans. Heller Jeansstoff ist nämlich ganz schwer zu finden.
An einem eiskalten Sonntag im Februar war der holländische Stoffmarkt in Bielefeld. Dort gab es auch einen Stand mit Jeansstoffen.
Direkt vor mir hielt eine Frau diesen tollen hellen Denim im Arm. Ich habe gehofft und gezittert, ob für mich noch etwas übrig bleibt, denn der Ballen war schon ziemlich dezimiert.
Ganz knappe 1,20 m konnte ich noch erwerben. Das ist eigentlich, selbst für Stoffsparfüchse wie mich, sehr, sehr knapp für die geplante Birkin Jeans.
Darum ist das Bein an dieser Jeans weniger ausgestellt, als eigentlich vorgesehen. Gefällt mir aber auch so sehr gut.


Diese Birkin ist die erste Jeans, die ich mit meiner neuen Nähmaschine genäht habe.
Anfang des Jahres habe ich mir eine "dicke" Maschine gegönnt. Die hat deutlich mehr Möglichkeiten als meine kleine zuverlässige auf der ich bisher genäht habe.
Unter anderem kann sie schreiben.


Jetzt brauche ich natürlich noch die ein oder andere Jeans, um die Platzierung des Schriftzuges zu optimieren und auch die ganzen hübschen Zierstiche unterzubringen.
Die Taschen bieten ja einen schönen Ort sich mit allen möglichen Verzierungen auszutoben.
Die doppelten Steppnähte sind d, dank des beigelegten Quiltfußes ganz besonders gerade geworden.


Jetzt Vorhang auf für das Defilee mit handgemachter Kleidung




Mittwoch, 6. April 2016

Me Made Mittwoch am 6.4.16

Ich darf heute Gastgeberin eure Gastgeberin sein, heiße Wiebke und blogge sonst unter "Kreuzberger Nähte"
Heute zeige euch mein gestriges Outfit. Welches wegen des Mantels in Berlin tagsüber eigentlich schon viel zu warm für so einen tollen Frühlinsgtag war.

Ich trug Burda über Burda.



Fangen wir mit dem Kleid an. Frei nach Modell 122 (Cocktailkleid mit Knotenoptik) aus der gerade aktuellen Burda 4-2016.

Dieses Heft wurde von den Abonnentinnen meiner Nähblogsphäre (die das Heft ja immer eher erhalten als wir anderen am Kiosk) zu einer der schlechtesten Burdahefte ever gekürt. Ich habe mich nicht beirren lassen und mir das Heft auf einer Banhreise trotzdem gekauft.


Jerseyknotenkleider habe ich schon in zahlreichen Varianten ausprobiert. An diesem Schnitt reizte mich der rafffinierte Knoten bei gleichzeitig hochgeschlossenem Ausschnitt. Oder bin ich letztlich einfach nur auf den Burdasatz " Der Fake-Knoten formt auch bei wenig Taille eine tolle Figur" angesprungen? (Ich denke mit Schrecken an den für mich vor etlichen Jahren immer wieder verhängnisvollen Reizsatz "Hiermit kann sich ihr Kind stundenlang beschäftigen" in den Jako-o-Katalogen... ;))) ). 

Wie auch immer, ich habe diesen für Webstoffe konzipierten Schnitt mit einem Animalprintjersey ausprobiert,  den ich -ursprünglich für einen Schluppenblusenversuch- vor 2 Wochen zusammen mit Floh am Maybachufer erstanden hatte.

Durch den weichen Jersey bekommt der schöngeschnittene Ausschnitt einen leichten Wasserfalltouch, bei Verwendung von Webstoff sitzt dieser sicher formstabiler. Die Ärmel habe ich mir in Anlehnung an meinem T-Shirt-standarsschnitt selber drangebastelt. Ich denke, dass die Ärmel diesen etwas nach unten fallenden Ausschnitt ebenfalls noch begünstigen, weil sie das ganze Oberteil etwas zur Mitte hin zusammenschieben.

Ein in der Taille geteiltes Rückenteil mit Abnähern, dank Jersey alles komplett ohne Reißverschluss- und damit ohne Mittelnahtnotwendigkeit. Heißt, ich habe oberes und unteres Rückenteil jeweils im Stoffbruch zuschneiden können.

Und hier nun der "tolle figurformende" Fake-Knoten. Im Prinzip einfach zu nähen, wenn man der kurzgehaltenen Burdaanleitung ganz konzentriert folgt. Ein paar Skizzen oder Detailfotos würden das ganze sogar anfängertauglich machen. Denn das Prinzip ist recht simpel, die vermeintlich verknotete Stoffbahn ist ein eingesetztes Godet, welches nicht bis ganz zur oberen Kante angenäht wird. In den dadurch entstehenden Schlitz wird das dafür vorgesehene Ende eines Seitenteils gesteckt und innen von Hand angenäht.. So ensteht eine schöne Mehrweite im Rock, ohne dass dieser weit oder gar glockig fällt. Da kann man ganz sicher auch bei Webstoff große Schritte machen.


Über dem Kleid trage ich einen Mantel, den ich komplett von Nina aka Frau Kleidermanie kopiert habe, Hier das Original und hier Monikas tolle Version. Beide Links übrigens mit eindeutig besseren Fotos.




Der Stoff ist ein Schnäppchen aus dem Tandem Fabrikverkauf in Bühl , mit dessen Nachbesorgung Monika mehrere Frauen sehr, sehr glücklich gemacht hat. Auch ich war überglücklich, dass sie für mich noch 2m dieses Schätzchens ergattern konnte.
Der Futterstoff ist aus einem Butinette Futter-Überraschungspaket.

Der Gürtel hat gehäkelte Schlaufen bekommen. Ansonsten muss man ihn in der Hand halten, wenn man den Mantel offen trägt-


Den Mantelschnitt ( Modell 118A  Burda 1/2016) zu diesem Stoff habe ich original von Nina Kleidermanie geklaut übernommen. Ich hoffe, Nina versteht diese 1:1 Kopie wirklich als Kompliment. Ich fand ihre Kombination aus Stoff und Schnitt (welcher mir garantiert niemals selber aufgefallen wäre) so überzeugend, dass ich mir für mich keine bessere Schnitt-Stoff-Kombi wünschen und vorstellen könnte.
Grundsätzlich kann ich mir aber ebenso vorstellen, dass man es ärgerlich findet, wenn selbstgemachte, verbloggte Kleidung auf diese Weise kopiert wird. Wie geht es euch damit? Wo sind da die Unterschiede z.B. zu Doppelgänger-Kaufkleidung?


Genug von mir, jetzt seid ihr dran:

Sonntag, 3. April 2016

Prada Sew Along der Zwischenstand

Hallo meine lieben Pradafreundinnen, wie schön mit euch an diesem sonnigen Sonntag einen Ausflug in das italienische Design zu machen.
Ich bin Sybille von *dasbürofürschönedinge* und heute ist es meine Aufgabe euch meine pradaesken Fortschritte zu zeigen, damit ich im Anschluß in euren Werken stöbern kann.

Meine Pläne hatte ich hier schon gezeigt, ich bin allerdings etwas Wankelmütig.
Je mehr Prada ich mir anschaue, desto mehr möchte ich haben und tragen. Die Kollektionen sind wirklich besonders vielfältig, und Miu Miu kommt meinem Hang zum animalischen wirklich mehr als nur entgegen.

Mein Mantelzwitter aus zwei aus zwei Modellen ist auf gutem Wege, ich habe einfach überhaupt keine Motivation das Futter einzunähen, sonst wäre die Schlange bereit zum Frühlingsspaziergang.


Ich habe  mir eine Lösung für einen Kragen aus zwei Materialien, und für Manschetten überlegt.
Der Kragen ist leider zu Bubikragenmässig geworden, ich hätte ihn in die Breite statt in die Länge vergrössern sollen. Aber das Passepartout aus Oberstoff um die schwarze Schlange finde ich ganz OK.

Ich habe dem Burdaschnitt Manschetten verpasst, aus dem Zweireiher einen Einreiher gemacht, den Kragen verändert, die Länge erhöht und die Weite minimiert.
Er passt ganz gut, ich hoffe das ich Gelegenheiten finde ihn zu tragen, ist definitiv nichts für die Hunderunde.

Das Zweite Projekt ist der Häkelpullunder, er ist fertig, passt nach einiger Ribbelei auch, und sieht so aus:

Vorderansicht
Rückansicht
Da Wolle im Haus war und mein Tuch dann doch noch fertig geworden ist, habe ich noch mit dem gestreiftem Lochmusterpullunder begonnen. Erstaunlich wie viele Fehler ich bei so einem einfachen Muster stricken kann, ohne richtige Anleitung bin ich ziemlich aufgeschmissen:


Der Proberock ist fertig, und doch kein Proberock, sondern tragbar. Genau wie das Original ist er mir  eigentlich zu kurz, und springt zu sehr auf, aber so sieht der Pradarock halt aus.


Da ich befürchete das die Knopflöcher sich aufdehnen, habe ich einfach einen langen teilbaren RV eingenäht, die Knöpfe sind nur Deko.
Hier seht ihr die Seitenansicht, ich habe dem Coletterockschnitt eingekräuselte Mehrweite verpasst, und das mit Schlange Appliziert.

Und weil ich Röcke mit Schlangendetails jetzt liebe, ist ein Wickelrock aus Burda 02/16 in Arbeit.




Soweit bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen, ich habe aber immer noch einen Blusenschnitt der mich überzeugt, unter dem Pullunder(n) sollte ja eine Klassische Bluse mit Manschetten getragen werden.
Aber wir haben ja noch Zeit bis zum:

FINALE am 24.April 2016

Dann eröffnen Claudia, Monika und ich hier das grosse Defilee.

Jetzt zeigt her eure Designerkleidung:



Mittwoch, 30. März 2016

MMM am 30.3. mit Gastbloggerin Almut

Guten Morgen und bienvenue zum MeMadeMittwoch. Ich heiße Almut und blogge als lacouseuse. Dabei schaue ich hin und wieder gerne nach Frankreich hinüber und beobachte, was sich dort bei Schnittmusterfirmen und Nähbloggern tut.
Schwer wiegt heute die Ehre auf meinen Schultern, am MeMadeMittwoch vorzutanzen. Dem Anlass angemessen hat ein besonders Kleidungsstück Premiere. Die petrolfarbene Reverse Appliqué-Jacke habe ich schon vor einer Weile ganz gemütlich genäht und für den heutigen Tag aufgespart. Sie ist komplett von Hand genäht, ohne einen einzigen elektrischen Stich.
Die Muster sind aufschabloniert und umstickt, die Knoten liegen mit Absicht außen
Die Muster sind aufschabloniert und umstickt, die Knoten liegen mit Absicht außen
Die Jacke besteht aus zwei Lagen: unten ein dunkelblauer Baumwolljersey, oben ein etwas leichterer, petrolfarbener. Auf den habe ich Ornamente schabloniert, dann mit Knopflochgarn umstickt und in der Mitte ausgeschnitten, so dass die untere Lage sichtbar wird (eine genauere Beschreibung der Technik, die ich bei der wunderbaren amerikanischen Textildesignerin Natalie Chanin entdeckt habe, findet ihr auf meinem Blog - und tolle Stücke in der Technik zum Beispiel bei Antje von machenstattkaufen). Die Kanten habe ich rundherum mit dunkelblauem Jersey eingefasst. Die Knoten der Stickerei liegen außen, das gibt der Jacke eine Struktur, die ich sehr interessant finde. Der Schnitt ist ein ganz einfacher Basis-Schnitt ohne Abnäher, den ich auf Grundlage von L'indécise von MLM Patrons erstellt habe. Einen Verschluss hat die Jacke derzeit nicht; ich denke noch über einen dezenten Knopf mit Schlinge nach.
Die Jacke trägt sich schlicht zu Jeans, aber auch schick über ein dunkelblaues Kleid ins Theater. Diese Wandelbarkeit mag ich. Seit ich Colettes Wardrobe Architect gelesen - und teilweise auch für mich bearbeitet - habe, verfolgt mich die Idee eines Kleiderschrankes, in dem vieles zu vielem passt. Darauf achte ich immer stärker, wenn ich micht für oder gegen Stoffe und Schnitte entscheide. Der Chanin-Jacke habe ich deswegen in den letzten Wochen eigens zwei Kombi-Teile spendiert, die aber auch allein hoffentlich viel getragen werden. Die sind beide ganz normal an der Nähmaschine entstanden.
Sommerlich trägt sich meine Jersey-Jacke zum leichten Rock mit aufwändiger Kellerfalte. Farblich passen beide Stücke toll zusammen
Sommerlich trägt sich meine Jersey-Jacke zum leichten Rock mit aufwändiger Kellerfalte. Farblich passen beide Stücke toll zusammen
Das erste ist ein Rock (Burda 12/2015, Modell 111) mit interessanter Vierfach-Kellerfalte. Der Stoff ist ein relativ leichter Fischgrät-Webstoff, den ich petrol überfärbt habe. Der Rock kommt beim Laufen schön in Bewegung. Er hat dank der Falten eine erstaunlich große Saumweite, die man ihm in unbewegtem Zustand kaum zutrauen würde. Ich stelle mir vor, den Rock im Frühling und Sommer mit weißem oder pastellfarbenen Shirt auszuführen oder mit meiner Alma-Bluse. Und für schattige Ecken meine Chanin-Jacke mitzunehmen.
bild 4 blauer rock
Der Wickeleffekt ist geschummelt - unter dem Wickelteil sitzt ein ganz normaler Rock. Das verhindert ungewollte Einblicke
Der zweite Jackenbegleiter ist ein Pseudo-Wickelrock (Fashion Style 6/2015, Modell 18), mit dem ich beim Nähen ziemlich kämpfen musste. Die Anleitung war mager, das Wickelstück warf hässliche Falten - der Nahttrenner war im Dauereinsatz. Weil der Saum versäubert wird, bevor der Rock zusammengenäht ist, kann man die Länge nicht korrigeren. Sehr unpraktisch, denn ein bisschen kürzer hätte ich den Rock noch besser gefunden. Aber mit dem Ergebnis bin ich insgesamt dennoch ganz zufrieden. Es gibt kaum ein Oberteil in meinem Kleiderschrank, das nicht zu dem Rock tragbar wäre. Das finde ich ganz toll. So ist der Wickelrock eine Art Jeans unter den Röcken - ein Teil, das man zu allem tragen kann. Kein Wunder, denn marineblau ist  sowieso und war immer schon meine Passe-partout-Farbe. Der Stoff ist eine leicht stretchige, festere Baumwoll-Gabardine, so lässt sich der Rock auch bei frischen Temperaturen mit Strumpfhose tragen.
Voilà, das war's von mir. Ich sage Au revoir in die Runde der Nähbegeisterten und bin schon ganz gespannt auf Eure selbstgenähten Stücke.
Hier sind die zwei übereinanderliegenden Stoffschichten gut erkennbar. Die Stofffarbe sorgt dafür, dass die Kanten nicht fusseln oder sich rollen
Hier sind die zwei übereinanderliegenden Stoffschichten gut erkennbar. Die Stofffarbe sorgt dafür, dass die Kanten nicht fusseln oder sich rollen