Mittwoch, 3. Februar 2016

MeMadeMittwoch am 3. Februar 2016

Meine Name ist Karin und ich blogge unter dreikah. Seit Wochen überlege ich schon, was ich euch heute vorstellen soll:
  • einen neuen Schnitt, der mich überzeugt hat,
  • einen älteren Schnitt, den ich gerne immer wieder nähe,
  • was Buntes, das ja schon mein Markenzeichen zu sein scheint,
  • oder lieber doch was Einfarbiges, damit man nicht so auffällt.
Sogar das MMM-Team hab ich mit der Frage genervt und sehr nette Antworten bekommen ... und weiter überlegt.

Entschieden habe ich mich für alles zusammen. Kann auch ne Lösung sein,wenn man sich nicht entscheiden kann.

Ich zeige euch meine Anna aus Waxprint. Anna von By Hand London ist einer meiner liebsten Schnitte: schnell angepasst mit raffinierten Brustabnähern. Der Schnitt ist eigentlich simpel und sieht mit jedem Stoff doch anders aus. Bei der AnNÄHerung hab ich das Kleid genäht. Im Laufe des Wochenendes waren bestimmt 5 verschiedene Kleider mit diesem Schnitt an Frauen zu sehen.

 Der Schnitt macht sich zu Recht breit in der Nähnerdwelt. Waxprint vernähe ich mittlerweile sehr gerne. Wenn man etwas sucht, findet man auch kleinmustrige Prints, die ganzjährig tragbar sind. Wichtig bei Waxprint finde ich, dass sie mehrmals gewaschen und viel getragen werden, dann wird der Baumwollstoff weicher. Zudem passen zu dem Stoff gut Schnitte mit wenigen Teilungsnähten, so wird das Muster nicht gestört und man stückelt nicht unschön herum. Aus diesem Grund habe ich den Rock nicht aus  sechs sondern zwei Teilen genäht,  auch wenn das bei diesem Muster nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Die Abnäher im Rücken konnte ich wieder auftrennen, weil das Kleid seltsam aussah damit und trotz angepasstem Schnitt zu klein war. Normalerweise näh ich Anna immer mit allen vorgegebenen Abnähern, tja diesmal nicht.

Der Ausschnitt ist irgendwo zwischen V und U-Boot. Der vom Schnittmuster vorgesehen  V-Aussschnitt ist mir doch etwas zu groß, deshalb verkleinere ich ihn gerne. Das Kleid hat Innen Belege und ist nicht gefüttert. Ich trage es mit Unterkleid.

Und das "neue" Schnittmuster also meine neue Entdeckung habe ich bei Mema entdeckt. Die Marni Ponte Jacke von Style Arc. Die Jacke liegt irgendwo zwischen Cardigan und bequemen Blazer, passt zu Kleidern und Hosen. Die Jacke wird mit Prinzessnähten vorne und Abnähern hinten auf Form gebracht. Das Schößchen gibt noch Form dazu. Schößchen sind ja bei Oberteilen nicht so meins, aber dieser Schnitt hat mich echt überzeugt. Geändert hab ich nichts, er passt super.

Die Ärmelaufschläge finde ich ein schönes Detail.

 Wenn ich die Jacke eine Weile getragen habe, werde ich entscheiden, ob ich vorne noch einen Druckknopf  anbringe, um sie zu schließen. Im Moment scheint es mir noch nicht nötig. Genäht habe ich sie aus schönem Strickstoff von Tandem. Einfach mit der Overlock zusammengenäht. Auf Verstärkung mit Vlieseline habe ich bei den Belegen verzichtet, dadurch fällt sie weicher, das mag ich persönlich mehr.

Und was gibt's bei euch heute, etwas Neues, etwas Altes, was Bewährtes, etwas Buntes oder etwas Unifarbens. Ich bin mir sicher, in unserer Mittwochssammlung werden wir von jedem etwas finden.


Mittwoch, 27. Januar 2016

Me Made Mittwoch am 27. Januar 2016 mit Gastbloggerin LeoLilie

Hallo,

oder besser Türü! Mein Name ist Lisa (in den Bloggersphären bin ich eher als LeoLilie bekannt) und ich freue mich wahnsinnig, dass ich heute den MeMadeMittwoch als Gastbloggerin einleiten darf. Und das auch noch mit einer Premiere für mich, denn man kann ja nicht irgendein Nullachtfünfzehn-Shirt in einer Stunde aus dem Hut zaubern, nein für so einen MMM muss man sich schon mal an etwas Neues wagen.

Lange habe ich überlegt was das sein könnte, zuerst wollte ich mich endlich an das Cambie-Dress wagen, aber irgendwie hat das jetzt jahreszeitlich nicht ganz so gepasst. Am Ende habe ich beschlossen, dass jetzt der Softshell-Stoff, der schon seit einigen Monaten sein Dasein in einer Kiste hier fristet, endlich vermetzgert werden muss. Ursprünglich war er für den Zipper-Blouson von Waffle Patterns gedacht, jedoch war ich mit einer Probejacke (die jetzt irgendwo unfertig in einer anderen Kiste liegt) hinten und vorne nicht zufrieden. Egal was ich geändert habe, es hat immer wie ein Sack an mir ausgesehen (irgendwann muss ich das nochmals angehen).


Einen Mantel habe ich zwar letztes Jahr genäht (aber nie an) und ich besitze einen wunderschönen Kaufmantel (der aber sehr elegant ist) und so habe ich beschlossen, es muss eine legere Alltags-Jacke her (vor allem für die Übergangszeit). In den tiefen des Internets bin ich dann auf Jerika, einen Schnitt von Prülla gestoßen. Und der Schnitt hat mir auf Anhieb gefallen, schlicht aber dennoch sehr wandelbar und chic. 




So und jetzt komme ich zu meinen persönlichen Premieren:
  1. Das ist meine erste (fertige) selbstgenähte Jacke.
  2. Ich habe das erste Mal mit Softshell gearbeitet.
  3. Ich habe zum ersten Mal einen teilbaren Reißverschluss verarbeitet (Reißverschlüsse in Klamotten meide ich sonst wo es nur geht)
Zuerst habe ich natürlich eine Probejacke aus günstigem Stoff genäht (so ein Neoprenverschnitt für 3 Euro den Meter), um zu schauen wie das Ganze sitzt, bevor ich jetzt den teuren Softshell zerschnipsel und es hinten und vorne nichts passt. Laut Maßtabelle hätte ich eine 46 gebraucht und selbst die hätte oben rum gerade so gepasst und unten rum (Poppes) hätten schon ein paar cm gefehlt. Also habe ich bei der Testjacke oben eine reguläre 46 genommen und unten rum (ich sag nur weibliche Rundungen) noch ein paar cm im Schnittmuster hinzugefügt. Endergebnis: Alles zu groß, ich bin jetzt nicht abgesoffen, aber passgenau ist was anderes. 

Also wieder 34 Seiten aufs neue ausgedruckt und zusammengeklebt und jetzt eine 44 ausgeschnitten die unten dann zu einer 46 wird. Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich jetzt nochmals eine Probejacke nähen soll, aber eigentlich war klar, dass das jetzt so passen müsste und so habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt und tadaaa sie passt wie angegossen.


Zum Nähen selbst, Softshell ist schon etwas gewöhnungsbedürftig zu nähen. Ich habe jetzt auch eine normale 70er-Nadel genommen, da diese Spezialnadeln im Stoffladen um die Ecke nicht zu bekommen waren und ich dann auch nicht warten wollte, bis sie von irgendwo geliefert wird. Es ging einwandfrei damit und wenn jetzt viele die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, ich hab alles Freestyle genäht, ohne irgendwelche Klammern oder Nadeln, da ich total paranoid war ja keine Löcher irgendwo reinzupieksen. Nur den Reißverschluss habe ich geheftet.


Übrigens, das ist nicht die "normale" Kapuze, sondern eine Eigenkreation von mir, wirkt weniger sportlich (was ich gut finde) und vor allem kriege ich meine immense Kopfwolle auch drunter. Bei kleinen Kapuzen verzweifele ich da jedes Mal, vor allem wenn ich die Haare hochgesteckt habe. Ich mag außerdem den Look von so Oversize-Kapuzen (und da geht noch wesentlich mehr als hier). 


Der Leo-Stoff (musste ja fast was passend zum Blogger-Name machen ;) ) ist ein ganz leicht dehnbarer Cord. Ihn habe ich bei den Armbündchen, den Taschen und dem Kapuzeninnenleben benutzt. Apropos Kapuzeninnenleben - das hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, das war das Einzige was irgendwie nicht hinhauen wollte, weil es sich komisch verzogen hat und dann noch total ausgefranst ist am Kragen beim Annähen, deswegen musste ich noch ein Band annähen, um einen schönen Übergang zwischen Naht und Leo hinzukriegen. Innen alles mit der Hand angenäht (in gefühlten drölfzigtausend Stunden). Das Ergebnis ist nun zwar nicht hochprofessionell, aber ich bin zufrieden.


Und wenn wir gerade schon dabei sind: Ich bin mir der Jacke trotz ihrer kleinen Fehler (ich sage nur abgesteppte Nähte) sehr zufrieden. Klar ist immer Luft nach oben, aber ich denke, sie wird ein Lieblingsteil werden, das oft zum Einsatz kommt und das ist doch das Wichtigste.  Vor allem habe ich beim Nähen viel Neues gelernt und kann es beim nächsten Mal noch besser umsetzen. Beim Fotoshooting hatte ich eigentlich die Befürchtung total zu frieren, aber selbst bei den Minustemperaturen und einem "giggerlichen" Longshirt darunter war mir angenehm warm. Das hat mich echt überrascht, denn der Stoff wirkt nicht wirklich dick und ich hatte vorher noch nie eine Softshelljacke.


Hier nochmal die Details in der Übersicht:
Schnitt: Jerika (kurze Version) von Prülla
Kapuze: Schnitt Eigenkreation
Stoffe: Softshell (Stoffenmarkonline.de), Leo-Cord (Stoffladen um die Ecke)
Zeit: ca. 5 Stunden
Fotos: Mühldorf am Inn

Noch kurz was zu den Fotos, wir haben festgestellt, dass es wahnsinnig schwierig ist gute Fotos von schwarzen Jacke mit weißem Schneehintergrund zu machen, entweder waren die Bilder seeeehr dunkel oder oft total überbelichtet. Hier habt ihr jetzt die "guten" Fotos gesehen (die anderen 51! Bilder waren wohl eher für die Tonne). ;)

So und nun bin ich ja ganz gespannt was die anderen Damen hier so Tolles gezaubert haben.

Eure LeoLilie




Mittwoch, 20. Januar 2016

MMM am 20.1. 2016

Guten Morgen die Damen ( und vielleicht auch mal wieder ein Herr?).
Herzlich Willkommen zum ersten ganz normalen MMM  2016! Ich bin Dodo und blogge auf Dodosbeads.
Und yeah, ich habs geschafft einen Wintermantel im Winter (und nicht erst im Frühjahr) fertigzustellen!
Obwohl beim Fotografieren noch die Sonne schien ist es leider nicht gelungen, die wunderbare Farbe des Mantels einzufangen. Er ist nicht grau sondern hat ein warmes khaki /oliv.


Der Schnitt 104 aus der 12/2015 Burda hatte mich gleich angelacht. Ich mag die leichte Tulpenform sehr gern.
         

Was ich auch gern mag ist der schlichte Gesamteindruck von vorn ohne sichtbare Knöpfe. Obwohl ich beim Annähen von 8 Druckknopfteilen doch etwas gestöhnt hab.
  


Ich habe an dem Schnitt nichts geändert. Im Nachhinein betrachtet könnten die Abnäher etwas höher sitzen. Allerdings stört mich das hier nicht ganz so schlimm. Bei einem Kleid würde ich mich darüber schon ärgern.
 

Was ich an dem Mantel auch sehr schön finde ist die durch die Nähte und Abnäher strukturierte Rückseite.
   

Zunächst wollte ich mir die Ärmelaufschläge teils aus Faulheit und teils wegen optischer Bedenken sparen. Dann hab ich sie doch gemacht (das war fummelig, ich hatte das Burda Chinesisch mal wieder nicht verstanden, und die Aufschläge schienen mir um einiges weiter als der Ärmel an der betreffenden Stelle). Dann hab ich aber gedacht, das ist ein Designelement dieses Schnittes, die müssen. 


Den Saum hab ich mit nicht sichtbarem Hexenstich angenäht. Ich mag Handnähen und vor allem Hexenstich sehr gern. Hat was Meditatives finde ich.
Alles in allem bin ich mit dem Mantel zufrieden, auch wenn der eine oder andere längere Rock schon mal hervorlugt...
Was hier beim ersten Foto hervorlugt ist mein Karo Hollyburn Rock, den ich geradezu zwanghaft nähen musste, nachdem ich den von Wiebke gesehen hatte.
Ich geh schnell rein und zeig ihn Euch kurz.


Dazu schreiben werde ich demnächst mal ausführlicher, denn der Hollyburn und ich waren nicht nur allerbeste Freunde.

Und Ihr so? Zufrieden mit den ersten Nähergebnissen des Jahres? Ich bin sehr gespannt auf Euch!

Mittwoch, 13. Januar 2016

Me Made Mittwoch am 13.Januar 2016-Liebling 2015



Guten Morgen und herzlich willkommen zum ersten MMM 2016.
Ich bin Claudia und blogge als bunte kleider .
Das MMM Jahr eröffne ich mit dem Liebling 2015.
2015 habe ich einige Quantensprünge in meinen Nähfähigkeiten gemacht. Dabei habe ich einen  Meilenstein bewältigt, was mich sehr glücklich macht.
Ich kann jetzt ohne mit der Wimper zu zucken jede Hose nähen die mir gefällt.



Möglich geworden ist das durch die Ginger Jeans von Closet Case Files. Ginger sitzt nicht nur gut und funktioniert an vielen Körperformen, sondern hat eine geniale Anleitung, die auch noch ergänzt wird durch einen ausführlichen Sewalong.
Wer sich bis jetzt noch nicht an eine Jeans gewagt hat, kommt damit bestimmt zu einem guten Ergebnis.
Im Rahmen des Projekt Brot und Butter bei Siebenhundertsachen sind ja einige Jeans angedacht, da lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in den Sewalong.



Hier trage ich die Birkin Flares von Baste and Gather.
Den Schnitt habe ich mir nachträglich zu Weihnachten geschenkt. Jeder Jeansschnitt hat ja so seine Besonderheiten.
Die Bundhöhe bei der Birkin ist ein Mittelding zwischen tiefsitzend und taillenhoch, das trägt sich ganz angenehm.
Das ausgestellte Bein sieht auf dem Schnittteil riesig aus und verbraucht auch reichlich Stoff, an der fertigen Hose finde ich es aber genau richtig. Und erstaunlich unauffällig.



Jeans zu verarbeiten hat einige Charakteristika, die ich sehr reizvoll finde. Ich mag den ursprünglichen rauhen Stoff, auch die Topstitchnähte mache ich gerne.
Viel Raum für Spielerei gibt es auf den Po-Taschen.









Schön, wenn künstlerisch begabte Kinder zu Besuch sind, die zeichnen dann mal eben Hasen und Rehe auf die Taschen.
Irgendwann dieses Jahr plane ich eine Wald Jeans, mit vielen Tieren und Bäumen.


 Das Oberteil ist ein Scout Tee von Grainline aus ganz feinem Batist.
Ich habe ein Faible für Shirtschnitte, die für Webstoff gedacht sind. Die Shirts schneide ich im schrägen Fadenlauf zu.
Ich mag es , wie der Stoff dann den Körper umschmeichelt, natürlich ist es auch von Vorteil, dass die Oberteile dann deutlich bequemer zu tragen sind.





Soweit zwei meiner Lieblinge 2015.
Jetzt freue ich mich auf eure.



Sonntag, 10. Januar 2016

Wintermantel- Sew-Along - Finale der Herzen

Herzlich Willkommen zum Finale der Herzen des Wintermantel-Sew-Alongs!
Mein Name ist Chrissy, ich blogge sonst auf chrissys-naehkaestchen.blogspot.de und freue mich, euch heute hier als Gastbloggerin begrüßen zu dürfen.


Nachdem ich 2014 zusammen mit Karin den HerbstJacken-Sew-Along betreut habe, darf ich euch nun hier beim Herzensfinale für den Wintermantel-Sew-Along 2015 beistehen. Wer meinen Blog verfolgt, wird gemerkt haben, dass ich im letzten Jahr wenig genäht und geschrieben habe. 2015 war für mich in vielerlei Hinsicht ein schweres Jahr und ich scheiterte an so manchem Vorhaben, weil eben doch keine Zeit war. Dem Wintermantel wäre es um ein Haar auch so ergangen, so schaffte ich lediglich den Inspirationspost, las aber eifrig von euren Fortschritten. Ein Weihnachtskleid fing ich gar nicht erst an.


Auch ein hartes Jahr neigt sich irgendwann dem Ende zu, auch das längste Tal ist irgendwann durchschritten. So nähte ich meinen Mantel mit einiger Verspätung zwischen den Jahren und wurde pünktlich zum Finale der Herzen am Donnerstagabend fertig.


Das Schnittabpausen und Zuschneiden machte ich einen Tag vor dem eigentlichen Finale während eines wunderbaren Nähwochenendes in der brandenburgischen Einöde. Natürlich mit tatkräftiger Hilfe der anwesenden Nähnerds. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für eure Unterstützung beim Thema Passform und Karozuschnitt. Mit dem dort erhaltenen Mastertipp für den Karozuschnitt erzielte ich an vielen Stellen des Mantels hervorragende Ergebnisse, die mich beim Nähen regelrecht flashten.  Bisher hatte ich da immer wieder Fehler gemacht und mich dann gewundert, warum trotz aufwendigen Zuschnitts kein zufriedenstellendes Ergebnis herauskam. (Anmerkung des MMM Teams: Da wir uns immer über ultimative Mastertipss freuen, gibt's auf unseren Wunsch hin bei Chrissy demnächst ein Post zum Thema "Der ultimative Mastertipp zum Karozuschnitt")


Leider lief auch jetzt nicht alles ganz glatt und so wurde nur die Mantelrückseite perfekt, an der Vorderseite hatte ich doch einiges an Versatz zwischen Oberteil und Mantelrockteil. 
Ich konfrontierte meinen Mann (der irgendwie heimlicher Nähnerd ist) mit meinem "Karodilemma", und zusammen kamen wir zu der Lösung, einen Gürtel aufzusetzen. Dadurch springt der Karoversatz nicht sofort ins Auge. 
Bevor ich mich an die Umsetzung machte, erstellte ich auf Grundlage der technischen Zeichnung des Schnittmusters eine Zeichnung vom zu erwartenden Ergebnis. Links die ursprüngliche Idee, rechts die Schummelvariante.





Zum ersten Mal nähte ich bei diesem Mantel auch Paspelknopflöcher. Da hatte ich mich vorher nie rangetraut, weil mir das ziemlich schwierig erschien. Aber einmal Mut gefasst, denke ich nun: warum habe ich das nicht schon früher gemacht? Es ist doch gar nicht so schwer und sieht einfach viel toller aus, als einfache Knopflöcher.



Die Knöpfe habe ich übrigens bei Nina im Nähkontor beziehen lassen. Ich finde sie ganz wunderbar.


Seit dem Sommer habe ich eine neue Nähmaschine und probiere mich immer noch durch alles Mögliche durch. Beim Mantel benutze ich zum ersten Mal den Nahtzugabenfuß für 1,5cm Nahtzugabe mit Führung. Den besitze ich, verursacht durch Lieferschwierigkeiten für Pfaff-Nähfüße im 2. Halbjahr, erst seit kurzer Zeit. Natürlich ist das, wie bei so manchem Extra-Füßchen, absolute Spielerei, aber ich habe es bei der Verarbeitung der dicken Lagen, wo man (naja, zumindest ich) schon mal vom Weg abkommt und auch beim extrem zickigem Futter sehr schätzen, eigentlich sogar lieben, gelernt. Das wollte ich euch nicht vorenthalten. 


Als kleinen Zusatz nähte ich auch einen Aufhänger an, der in der Mantelkonstruktion nicht vorgesehen ist. Wie ich den hätte an die Innenseite bekommen sollen, weiß ich nicht. Jetzt ist er halt außen, versteckt unterm Kragen. Ich sag mal, Hauptsache der Mantel lässt sich aufhängen.. ;-)

  

Begeistert bin ich von der hübschen Innenverarbeitung, die so schön im Schnitt vorgegeben ist. Einfach Anleitung befolgen und schon hat der Mantel ein herrliches Innenleben. Das gelingt mir meistens nicht so unbedingt, dieses hier ist aber vorzeigbar:


Weil ich ja nicht so gerne (und vor allem schön) mit der Hand nähe, nähte ich die Säume mit Schrägband. Das hat auch wunderbar funktioniert. Sicher ist die handgenähte Variante noch viel hübscher und sauberer, aber für mich reicht diese Variante vollkommen aus.



Beschwingt gebe ich jetzt an euch weiter!


 Ich bin schon sehr gespannt auf eure Ergebnisse!

Der Linktool ist geöffnet bis zum 12.1.2016 , 23.55Uhr für alle Auf-den-letzten Drücker-Näherinnen.
Am 13.1.2016 startet dann der MeMadeMittwoch ins neue Jahr mit dem Motto "Meine Lieblingskleidung in 2015".




Samstag, 9. Januar 2016

Auflösung der Rätselbegriffe

Sicher warten schon einige auf des Rätsels Lösung unseres kleinen Ratespieles.
Die Auflösung wird gleich kommen.

Da man nie oft genug Danke sagen kann, an dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank für die vielen Spenden.

Das Rätselraten, Begriffe umschreiben hat uns viel Spaß gemacht (ähm, den meisten zumindest), waren die Begriffe erst einmal gesprochen.
Einen großen Dank auch an Meike, die geduldig auf unsere "Begriffe" gewartet und all unsere Umschreibungen zusammengefasst hat.

Begriff 1:
Ist aber sehr, sehr schön und nützlich, aber auch etwas schwierig, man könnte es aber doch öfter machen, das mehrteilige Öffnungsmodul.
Jawohl, das PASPELKNOPFLOCH

Begriff 2:
Wenn man es stressfrei betreiben möchte, sollte man nur an einem teilnehmen, am Terminnähen.
Richtig, der SEW ALONG

Begriff 3:
Der Gliedmaßenschutz, den der Schneidermeister benutzt, zum Schutz der Verlängerung der Hände. Und unsereins nicht weiß was man damit machen muss.
Haha, der FINGERHUT

Begriff 4:
Der Figurschmeichler der Körpermitte, der oben und unten zusammenhält, z.B. das Kirschenkleid, ist natürlich das TAILLENBAND

Begriff 5:
Das, was die Männer u.U. nicht mögen, die Frauen sehr, wenn die Männer vor uns niederknien und per Luftdruck die Kreide auf unsere Kleider und Röcke pusten.
Na klar, der ROCKABRUNDER

Begriff 6:
Oh weh, das was uns unglücklich macht, wogegen wir aber Hilfe gefunden haben. Ein verbreitetes Phänomen, das uns sogar in fremden Städten im Urlaub nicht loslässt.
Seufz, die STOFFVERARMUNGSANGST

Begriff 7:
Haha, sie kommen von oben und von unten und von der Seite. Jeweils rechts und links.
Kann nichts anderes sein als die BRUSTABNÄHER

Begriff 8:
Es ist nicht das Nachtschattengewächs Tomate. Wenn wir aber das C von Nacht streichen und das Gewächs auch, dann haben wir den NAHTSCHATTEN.

Begriff 9:
Das Wort, das ich immer falsch schreibe, das Stoffpuzzle, das bei Karostoffen extrem schwierig ist und Claudia sagt, sie kann das gut.
Und? Die (der? das?) ZUSCHNEIDETETRIS

Begriff 10:
Fluch und Segen zugleich. Das Dingsda. Was meist nicht nur 1 x bei uns zu finden ist. Das kann nur der NAHTTRENNER sein.

Begriff 11:
Der große Plan, der entweder schön verpackt ist oder geklebt werden muss. Der manchmal auch etwas raschelt.
Was das ist? Ist doch klar, das SCHNITTMUSTER

Begriff 12:
Fransenfreies und ordentliches Nähen, da ist es doch egal, ob es viel Staub produziert.
Die OVERLOCK

Begriff 13:
Die bestgekleidetste Selbsthilfegruppe vieler Menschen, wo  man Gleichgesinnte zum virtuellen Nähkränzchen trifft. In 4 Tagen ist es wieder soweit.
Was kann es anderes sein als der ME MADE MITTWOCH

Und, wieviele Treffer habt Ihr gelandet? Sicher alle 13 richtig.

GRATULATION!!!!!
Dafür habt Ihr euch einen Preis verdient.


1. Preis
Bei 13 richtigen Treffern dürft ihr auf eure Kosten, und ohne schlechtes Gewissen, euer Stoffregal um weitere 3 Meter Stoff erweitern. Daraus ließe sich z.B. ein Mantel nähen. Selbstverständlich mit Paspelknopfloch.

2. Preis
11-12 Richtige
Ihr dürft immerhin mit 2 m Stoff - natürlich auf eigene  Kosten  - der Stoffverarmungsangst entgegenwirken. Daraus ließe sich ein Kleid herstellen, aber nur mit einem Taillenband.

3. Preis
9-10 Richtige
Leider nur 1 m Stoff - das wirkt sich aber positiv auf euren Geldbeutel und die Stoffbilanz aus. Und ihr könnt z.B. mit einem Rock immer noch am ME MADE MITTWOCH teilnehmen.


Und nicht vergessen, morgen schon, am Sonntag, den 10. Januar findet das Herzfinale des Wintermantelsewalongs statt.

Freitag, 1. Januar 2016

Herzlichen Dank - Spendenaktion 2015

Ihr Lieben,

unser Ziel der diesjährigen Spendenaktion war die Unterstützung des Projektes "Made auf Veddel" in Hamburg, bei dem Migrantinnen in einem selbstverwalteten Handarbeitsatelier einer Arbeit mit angemessener Bezahlung nachgehen können. Und welches nachhaltig dafür sorgt, dass diese Frauen auf Dauer deutlich bessere Lebensbedingungen haben.
Mit Hilfe Eurer sehr großzügigen und insbesondere zahlreichen Unterstützung haben wir unser angepeiltes Spendenziel sogar übertroffen, so dass wir jetzt bei über 2630 Euro von 81 Spenderinnen gelandet sind!
Ihr seid großartig -  DANKE, DANKE, DANKE!

Wir hatten Euch versprochen, Euch auch in diesem Jahr mit einem selbst gemachten Dank zu überraschen. Wir hoffen, es gefällt Euch und ihr habt Spaß beim Rätseln.

An dieser Stelle auch herzliches Dankeschön an Meike, die dafür gesorgt hat, dass wir nicht durcheinander reden (Schnitt) und an Muriel, die uns auch diesmal mit Ihrem technischen Wissen beigestanden hat (sonst könntet Ihr unser Rätsel heute nicht hier abrufen) ! Und wenn Ihr Euch fragt, wer anfangs so wunderbar singt: Das ist Katharina.

Nehmt Stift und Zettel in die Hand und findet heraus, von welchen "Näh-Dingsdas" wir euch berichten:

oder Download (rechts Klick)

Die Auflösung gibt es demnächst - erst mal seid ihr dran mit Raten!

Wir wünschen Euch einen guten Start ins Neue Jahr und für 2016 eine wunderbare Zeit!

Von Herzen alles Gute,
Euer MMM-Team

Wiebke, Sybille, Nina, Monika, Meike, Lucy, Katharina, Karin, Dodo und Claudia