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Mittwoch, 1. August 2018

MMM am 1. August mit Gästinnen Küstensocke und Fesche Lola


Leeve Deerns, Wat mutt dat mutt! 
Heute kommen also fangfrische Infos zum NähBloggerTreffenHamburg 2018 in Eure Timeline.




Aber ersteinmal huldigen wir dieser weltbesten Erst-Mittwoch-lichen Veranstaltung, der Homebase aller NähbloggerInnen – dem MeMadeMittwoch.
Vorhang auf für Frau Küstensocke in ihrem wunderbar leuchtenden Sommerkleid!





Ich - Küstensocke - grüße heute im fuchsia-farbenen Kleid in die MMM-Runde! Genäht habe ich den Schnitt Vogue 8667. Im Oberteil gibt es Prinzessnähte, der Rock hat eine beschwingte Weite und der tiefe Rundhalsausschnitt ist gefällig. 




Ein Lieblingskleid für Büro, Familienfeier oder Freizeit und aus dem Fuchsia-Romanit auch ein echtes SommerHighlight für Temperaturen bis 25 Grad!




So, ich – die-fesche-Lola.de – empfange Euch heute in meinem GlitzerKupferKalleShirt von Closet Case Files. Der Schnitt ist relativ simpel:





Aber der Stoff ist einfach ein Knaller, ein Leinengewebe mit kupferfarbenen Metallic-Fäden durchzogen, hier kann man das ganz gut erkennen:






Wie auf der Schnittmusterzeichnung zu sehen, lässt sich dieses Shirt/Dress recht variabel gestalten. Bei mir ist es das Hemd mit durchgehender Knopfleiste und Kragen geworden.





Im Rücken gibt es eine wunderbare Bequemlichkeitsfalte und besonders schön finde ich die geschwungenen Saumnähte




Alles in allem ein ganz schöner Schnitt, durch die überschnittenen Schultern aber nicht für kräftigere Schultern und Oberarme geeignet, finde ich. Auch ich habe Anlehnungen an einen Preisboxer im Oberarmbereich.



  
Und jetzt ENDLICH die Infos zum NähBloggerTreffenHamburg 2018!!!!




NähbloggerInnen und NähInstagrammerInnen sind herzlich eingeladen, am 17. & 18.11.2018 nach Hamburg zu pilgern und mit uns ein Bombenwochenende zu verbringen.
Wir treffen uns in einem wunderbar abgerantzten Teil von Hamburg, der Sternschanze, in einem szenigen Cafe. Direkt neben der Roten Flora also auch ein Stück Hamburg, das wahrscheinlich viele von Euch aus dem Fernsehen von den G 20-Krawallen kennen.
Aber auch das ist Hamburg, nicht nur Jungfernstieg und Hafencity.





Die Location wurde natürlich getestet! 

Im Veranstaltungsraum erwarten wir Euch am 17.11. um 9.30 Uhr mit einem kleinen Imbiss und einer Vorstellungsrunde.

Anschließend startet das Alternativprogramm. Wir haben keine Mühen gescheut und einiges für Euch organisiert, teilweise mit begrenzter Teilnehmerzahl: 
Fotoworkshop mit Frau Küstensocke
Stadtteilführung durch das Schanzenviertel/St. Pauli
Besuch bei einer Modistin (Hutmacherin)
Stoffe shoppen

Mittags treffen wir uns dann alle wieder im Cafe, es gibt einen kleinen Imbiss. 

ab 14:30 startet die zweite Runde des Alternativprogramms
Fotoworkshop mit Frau Küstensocke
Führung durch Hamburgs besten Radiosender mit Studiobesuch
Stoffe shoppen

Am frühen Abend treffen wir uns dann an der Elbphilharmonie und besuchen die Plaza (Achtung, nicht die Säle – da sind Samstagabend Veranstaltungen...) und gegen 20 Uhr gehen wir dann alle in Elphi-Nähe essen. 

Am Sonntag, den 18.11. bieten wir den frühen Vögeln unter Euch einen Besuch beim Hamburger Fischmarkt mit Livemusik in der Fischauktionshalle. Treffpunkt 7:00 Uhr. Eigentlich ein Muss für jeden HamburgTrip, aber es ist November .... wir sind gespannt wer sich traut! 

Ab 9:30 Uhr am Sonntag treffen wir uns alle zum Brunchen in einem türkischen Lokal in Altona. In einem Nebenraum richten wir ein tolles Fotostudio ein und Ihr könnt Euch dort dann von einem Spitzen-Fotografen in Szene setzen lassen. Frau Küstensocke ist es gelungen, dafür den tollen Fotografen von Frau Heibchenweise zu gewinnen! Mörder, oder?

Gegen 14 Uhr trudeln wir dann alle auseinander und werden hoffentlich beseelt von dannen ziehen.

So, wat kost' dat?

Mit 87 Euro seid Ihr dabei und dafür bekommt Ihr:

Einen Begrüssungsimbiss und Wasser/Kaffee/Tee am Samstag, einen Fotoworkshop, die Führungen, einen Mittagsimbiss mit Wasser/Kaffee/Tee. Den Besuch der Elbphilharmonie-Plaza, das Abend-Buffet  incl. Wasser, Besuch Hamburger Fischmarkt, den kompletten Brunch am Sonntag morgen incl. Tee und Kaffee sowie die Chance auf Klasse-Fotos vom Profi. Burner, ne!

Bitte habt Verständnis, dass wir erst einmal nur NähBloggerInnen und NähInstagrammerInnen einladen. Eventuell wird es noch einen zweiten Call geben für diejenigen, die vielleicht gedanklich schon immer bloggen aber den öffentlichen Schritt noch nicht gewagt haben.

Also jetzt schnell anmelden über diesen link : https://goo.gl/forms/CtkMjoxRAZN1Gcz03

Limitiert sind wir leider auf 50 Personen, mehr kriegen wir nicht betüddelt. Sollten mehr Anmeldungen eintrudeln entscheidet über einen Teil der Plätze das Los.  

Die Anmeldefrist geht bis zum 12. August 2018, bis zum 21. August wisst Ihr dann, ob Ihr dabei seid oder noch auf der Warteliste steht. Dann gibt es auch eine Mail mit Hotels in der Umgebung, vorher buchen macht ja nicht so viel Sinn.

Wir freuen uns wie Bolle auf Euch!
Eure  Küstensocke  & die fesche Lola




Jetzt aber erstmal Vorhang auf für Eure MMM Beiträge! 


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Me Made Mittwoch 11.Oktober 2017



Herzlich willkommen zum Me Made Mittwoch.
Ich bin Claudia und mein Blog heißt "bunte kleider".
Als letzte Woche der heutige Termin als Gastgeberin getauscht werden musste habe ich sofort zugesagt.
Ich brauchte dringend eine Motivation meinen Sapporo Coat von Papercut Patterns endlich zu Ende zu nähen.
Ich habe einen Hang dazu Mäntel oder auch Jacken zu verschleppen oder einfach nicht zu Ende zu nähen.
Das Rohgerüst bekomme ich meist fertig, freue mich dann darüber bald einen tollen maßgeschneiderten Mantel auszuführen und dann braucht es mehrere Anläufe, damit der Mantel ausgeführt werden kann.
Ganz fertig war mein Sapporo gestern auf den letzten Drücker, die Bilder sind beim letzten Rest Tageslicht entstanden.


Eigentlich hatte ich mir im Lagerverkauf von Annette Görtz diesen Stoff gekauft für einen erbsengrünen Wollmantel gekauft....
Die erbsengrüne Wolle ist leider die Innenseite, so hatte ich die Möglichkeit mir einen scuba-artigen schwarz-grünen  Mantel zu nähen.
Auf links mochte ich den Stoff nicht verarbeiten, also habe ich ihn erstmal ein Jahr  reifen lassen.
Als im Frühjahr die neue Kollektion von Papercut Patterns erschien, hatte ich den Stoff sofort dem Sapporo Coat zugeordnet.
Soweit, so gut.
Das Nähen war allerdings bescheiden.
Ich hatte das Gefühl ein Schwammtuch zu verarbeiten, wegen der kleinen Luftbläschen ließ sich keine Naht vernünftig bügeln.
Die Bügelresistenz war besonders ekelhaft beim Saum und dem angeschnittenen Beleg.
Einlage habe ich nur mit viel Dampf und erheblichem Körpereinsatz anbringen können.
Besonders überraschend fand ich die Tendenz zur Selbstauflösung, in Windeseile löste sich der Stoff bei der Verarbeitung auf.


Dank meiner selbstgesetzten Deadline ist er jetzt fertig.

Der Schnitt ist gut gemacht, wegen seiner ungewöhnlichen Form ist es auch spannend ihn zu nähen.
Ich habe ein schwarzes Viskosefutter genäht, die Ärmel sind dunkelgrün gefüttert, schwarz war aus.

Sapporo ist sicherlich kein Mantel für alle Tage, allein schon weil er sich nicht schließen lässt.
Für nicht so kalte Herbsttage kann ich mir den aber gut vorstellen.
Und im Frühjahr nähe ich mir noch einen hellen Sapporo.
Die dramatische Form gefällt mir gut, eventuell verlängere ich den Mantel auch.
Als ich ihn länger, bevor das Futter drin war, anprobiert hatte, gefiel mir das fast besser.
Hier habe ich noch breite Manschetten an die Ärmel gesetzt, so ganz unpraktisch wollte ich es doch nicht.




Und jetzt ihr:




Mittwoch, 28. Juni 2017

Me Made Mittwoch am 28.Juni 2017




Herzlich willkommen zum letzten Me Made Mittwoch im Juni.
Ich bin Claudia und mein Blog heißt bunte kleider.

Obwohl erst nächste Woche, am 5. Juli, das Motto " Ich packe meinen Koffer" dran ist, zeige ich heute mein liebstes Urlaubskleid.

Für die Reise in die Tropen suchte ich einen Schnitt für ein lockeres Kleid, das möglichst schmale Träger hat.


Das ist das Eliana Dress von Pauline Alice.
Den Schnitt gibt es in 2 Versionen, entweder als ärmelloses Kleid, wie das gezeigte oder auch mit langen Ärmeln.
Ausgangspunkt des Schnittes ist eine klassische Form, die zum Beispiel bei Folkloreblusen oft verwendet wird.
Ein Raglanschnitt der oben gerafft wird, die Ärmel können durch Träger ersetzt werden,
Eliana hat einen angesetzten Rock mit Tunnel, der eine Taillenraffung ermöglicht.
Ich habe verschiedene Schnitte mit diesem Design ausprobiert, jetzt bin ich endlich zufrieden.
Die Schnitte von Pauline Alice passen mir gut, in der Regel muss ich nur minimale Änderungen vornehmen um sie an meine Figur anzupassen.


Meine Eliana ist aus einer leichten Seide-Viskose- Mischung genäht.
Der Stoff ist sehr luftig aber ungewöhnlich blickdicht.
Sehr angenehm zu tragen bei über 30 Grad, das Muster ist nicht nur schön sondern auch ungemein praktisch.
Unterschiedlich nassgeschwitzte Körperzonen fallen nicht auf.
Für meinen kurzen Oberköper habe ich das Oberteil um 3 cm gekürzt, die Taillenraffung habe ich ebenfalls gestrichen.
Zwerge können an der Länge auch nochmal 5cm sparen.
Für die Träger habe ich eins meiner unzähligen, bis jetzt nutzlosen, Schmuckbänder verwendet.


Praktisch war auch, dass sich das Kleid schnell im Waschbecken durchwaschen ließ und am nächsten morgen wieder trocken war.
Für den nächsten Tropenurlaub nähe ich mir ein zweites in anderen Farben.
Mehr brauche ich dann eigentlich nicht einzupacken.



Und nun noch ein Thema, das mir schon seit einiger Zeit auf der Seele liegt.
Jeden Mittwoch schaut jede vom MMM Team eine bestimmte Anzahl der Beiträge durch, ob sie den Vorgaben des MMM entsprechen.
Leider werden es immer mehr Beiträge, die entweder zu löschen sind oder keinen funktionierenden Backlink haben.
Mir verdirbt das die Freude an unserem wöchentlichen Treffen, da ich immer mehr Zeit damit verbringe erwachsene Frauen zu ermahnen, statt mich an schöner handgemachter Kleidung zu erfreuen.



Der MMM ist eine Plattform für alle, die ihre für sich genähte Oberbekleidung zeigen möchten.
Darum wünschen wir uns ein Tragefoto.
Das häufigste Problem sind Posts, die Werbung enthalten.
Probenähen ist Werbung.
Ich möchte hier über Schnitte und auch Stoffe lesen, die sich jede eigenständig  ausgesucht hat.
Das ist ein Austausch auf einer ganz anderen Grundlage.
Es existieren andere Plattformen, auf denen Probenähergebnisse gezeigt werden können.

Ganz besonders ärgere ich mich über bewusste Irreführungen, wenn also in den Posts absichtlich nicht erwähnt wird, dass der Schnitt im Rahmen eines Probenähens umgesetzt wurde oder der Stoff gesponsert wurde.
Diese Fakten werden dann ausgelassen, um sich beim MMM zu verlinken.
Ich finde das respektlos.
Jede Plattform hat ihre Regeln, wenn unsere nicht geteilt werden , muss sich keine hier verlinken.

Hier findet ihr nochmal die Basis für die Teilnahme beim MMM



Jetzt geht es zum schönen Teil mit vielfältiger, handgeschneiderter Garderobe.





Mittwoch, 21. Juni 2017

MMM 21.Juni mit Gastbloggerin 700sachen

Bevor 700Sachen uns ins sonnige Südfrankreich mitreisen lässt noch vorab einige Informationen.
In 2 Wochen am 5.Juli verabschiedet der MMM sich in die Sommerpause.
Auch dieses Mal wieder mit dem Motto "Ich packe meinen Koffer".
Wer also Lust hat seine Urlaubsgarderobe zu teilen ist herzlich eingeladen.
Und sollte Kofferpacken gerade nicht dran sein, zeigt ihr eure aktuellen Werke.

Jetzt aber Vorhang auf für 700Sachen, die diese Woche ihren 6. Bloggeburtstag hatte.


Hallo zusammen, ich blogge normalerweise auf 700Sachen  und schreibe heute als Gastbloggerin auf dem MMM-Blog. Das freut mich sehr, da ich schon seit sechs Jahren sehr gern und regelmäßig am Me Made Mittwoch teilnehme und ihn als Inspirationsquelle und Austauschmöglichkeit auch nach wie vor sehr schätze.
Heute grüße ich euch aus der Sonne Südfrankreichs, wo wir bis vor kurzem am Mittelmeer in Urlaub waren. Ich freue mich sehr, heute den Reigen der selbst-benähten Damen beim Me Made Mittwoch anzuführen und da ich gerade im siebten Monat schwanger bin, dachte ich, ich berichte euch ein wenig von meiner Erfahrung mit verschiedenen Umstandsschnitten für Kleider. Und was wäre schöner geeignet um Lust auf Nähen für den Sommer zu machen, als Bilder aus dem sonnigen Süden, oder?



Ich zeige heute ein Anna Dress mit Maternity Hack vor der schönen Kulisse eines ehemaligen königlichen Schlosses am Mittelmeer. Dieser Maternity Hack wird auf der Website von By Hand London (Link: https://byhandlondon.com/blogs/by-hand-london/maternity-sewing-1-easy-top-hack-from-our-anna-dress-sewing-pattern) gut beschrieben und da Anna mein allerliebster Kleiderschnitt ist, lag es nahe, dass ich das mal ausprobiere. Ich habe für das Kleid einen sehr schönen Stoff aus meinem lokalen Lieblingsstoffladen angeschnitten, von dem ich allerdings nur 1,5m hatte - das war für den längeren Tellerrock, der schon unterhalb der Brust beginnt ein wenig knapp, so dass das Kleid nun doch etwas kurz ist, zumindest verglichen mit meiner Wohlfühllänge bis genau zum Knie.



Ansonsten hat die Änderung aber hervorragend geklappt. Ich habe dem Oberteil des Anna Dress in meiner normalen Größe - 10 - ein FBA verpasst, da ich ja um zwei Körbchengrößen über meiner normalen BH-Größe liege momentan. Dann wird das Oberteil knapp unterhalb der Brust eingekürzt und ein Tellerrock angesetzt. Den Tellerrock habe ich nach dieser Maßtabelle (Link: http://www.schneidern-naehen.de/tellerrock-tabelle) berechnet, allerdings hat meine Stoffmenge nicht - wie geplant - für einen 3/4 Teller gereicht sondern nur für ca. 2/3.



Statt der Belege, die beim Anna Dress bei mir latent immer rauskrabbeln wollen, habe ich den Ausschnitt mit Schrägband verstürzt. Um bei der  Rocklänge nicht weitere wertvolle Zentimeter zu verlieren, habe ich hier auch Schrägband als Saumlösung gewählt. Außerdem habe ich den Reißverschluss in die Seitennaht verlegt, das mache ich beim Anna Dress immer so. Der Halsausschnitt ist locker weit genug, um es über den Kopf zu ziehen und die Rückenansicht ist so einfach hübscher.



In dem Kleid fühle ich mich optisch sehr sehr wohl. Es kommt meiner "normalen" Vorliebe für Kleider mit schmaler Taille und Tellerrock am nächsten. Allerdings muss ich leider einsehen, dass es nicht ideal für den täglichen Einsatz ist. Jetzt im Urlaub mit nackten Beinen drunter ging es wunderbar und war vor allem auch bei 35 Grad noch angenehm luftig. Im Büro, wo ich Kompressionsstrümpfe trage, zuppel ich dauernd daran herum. Der Webstoff klebt sich an die Strümpfe, noch viel schlimmer als an Strumpfhosen und lässt den Rock hochwandern. Laufe ich im Wind klappt der ohnehin schon gebauschte, hochgewanderte Rock dann schnell mal hoch, weil er recht kurz ist und natürlich mehr Windfang bietet, als es ohne Bauch der Fall wäre. Also: der Anna Maternity Hack ist super umzusetzen und optisch 1a, aber verträgt sich nicht gut mit Kompressionsstrümpfen.



Deutlich weniger zuppelig zu tragen, sind meine inzwischen 4 Kleider nach einem Schnitt für ein Jersey-Wasserfallkleid aus der Burda, den ich mir recht einfach auf Umstands-Version umändern konnte (Link: https://siebenhundertsachen.com/2017/05/24/me-made-mittwoch-das-konzertkleid/). Auch diesen Schnitt hatte ich schon vor der Schwangerschaft genäht und konnte daher in sicherem Fahrwasser agieren, um ihn an die "anderen Umstände" anzupassen.

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass ich mit dem Ändern von Schnitten, die mir vorher gut passten, sehr viel bessere Ergebnisse erziele, als bei der Verwendung von expliziten Umstandsschnitten. Ich habe inzwischen sowohl zwei Schnitte des französischen Labels deuxième arrondissement (Robe 14h und Robe 13h), als auch einen Umstandsschnitt von Butterick (B5860) ausprobiert und hatte bei allen sehr viel mehr Anpassungsschwierigkeiten. Bei allen Schnitten ist mir aufgefallen, dass sie mir um die Brust herum deutlich zu klein ausfielen, so als sei eine Erweiterung nur am Bauch im Schnitt eingeplant, der gewachsene Busen aber "vergessen" worden. Zudem fiel es mir bei diesen mir bisher unbekannten Schnitten schwer, die richtige Größe zu bestimmen. Deuxième arrondissement gibt überhaupt keine Maßtabelle an, sondern sagt nur "wählen Sie Ihre Größe vor der Schwangerschaft" - und wir wissen ja alle, wie relativ Kleidergrößen sind. Bei Butterick lag ich dermaßen zwischen allen Maßen, dass ich sehr unschlüssig war, welche Größe wohl die richtige wäre. Im Endergebnis hatte ich zwei Teile für die Tonne und ein Kleid, dass mir nun, in der 30. Woche schon um die Brust deutlich zu knapp ist. Vermutlich wäre das bei Schnitten aus Jersey nicht ganz so sensibel, aber ich finde Webstoff, gerade auch wenn es heiß ist, angenehm zu tragen.



Und nun gebe ich mit diesem Blick auf das Meer ab an euch, liebe MMM-Teilnehmerinnen, und eure schönen, bestimmt auch sehr sommerlichen Kreationen.


Mittwoch, 21. Dezember 2016

Me Made Mittwoch am 21.12.2016



Herzlich willkommen zum letzten Treffen beim MMM 2016.
Ich bin Claudia und blogge als bunte kleider.

Wie jedes Jahr machen wir eine Weihnachtspause.

Der erste Termin ist dann wieder am 11.Januar 2017, wie immer mit dem Lieblingsstück 2016.

Am 15.Januar gibt es das Finale der Herzen vom Wintermantel- Sewalong.

Und schon morgen am 22.Dezember geht es hier weiter mit dem Finale für die Weihnachtskleidnäherinnen.




Letzte Woche schrieb Wiebke hier über ihre Bevorzugung für Jerseykleider. Mir ist Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit genauso wichtig, wie Wiebke.
Müsste ich mich entscheiden zwischen hässlich und bequem oder atemberaubend schön und unbequem, würde ich bequeme Kleidung wählen.
Aber diese Entscheidung muss ich ja nie treffen, schließlich kann ich als privilegierte Selbernäherin alles haben.
Also zumindest schön und bequem.


Für Kleider verwende ich gerne dehnbare Stoffe, also auch Webstoffe mit Elasthan.
Dieser Stoff ist eine Baumwolle mit Elasthan, ich war gleich ziemlich verknallt in die Farben und das retroangehauchte Muster.
Leider erinnere ich mich nicht mehr, wo ich den Stoff gefunden habe.



Die Woche vor Weihnachten ist in der Buchhandlung sehr kräftezehrend. Ich arbeite nicht nur unglaublich viel, sondern es ist auch ein sehr intensives Arbeiten.
Darum habe ich mein Nähzimmer tiptop aufgeräumt, sondern mir auch ein schönes Kleid für diese Zeit genäht.
Mir war nach hellen Farben, aber trotzdem sollten schwarze Strumpfhosen zu dem Kleid passen.
Meine liebste und kuscheligste Strumpfhose ist nämlich diese schwarze mit Merinowolle.



Der Schnitt ist das Dakota Shawl Collar Dress von Named Clothing.
Der Schnitt ist leider nicht mehr zu kaufen.
Eventuell liegt das an den Problemen, die der Kragen verursacht, wenn er nach Anleitung genäht wird.
Ich mag das Design dieses Kleides aber so gerne, dass ich  mir den Schnitt zu eigen gemacht habe.
Wie viele andere Dakotaliebhaberinnen doppele ich das Vorderteil, dann nervt der zu kleine Beleg nicht rum.
Und auch sonst nähe ich die Basisvariante ohne Taschenklappen und Manschetten.
Den Kragen ändere ich ebenfalls nach Lust und Laune ab.
Hier habe ich ihn ein wenig breiter gemacht und auch den Ausschnitt weiter geschlossen.




Und jetzt ihr:



Mittwoch, 28. September 2016

Me Made Mittwoch am 28.September 2016




Herzlich willkommen zum letzten Me Made Mittwoch im September. Ich bin Claudia und mein Blog heißt bunte kleider


Ich zeige heute meine Urlaubsretterin, eine abgewandelte Esme von Named Clothing. Der Schnitt ist aus der Herbstkollektion von 2015. Er ist sehr häufig genäht worden. Ich verdanke meine zahlreichen Esmes Monika, die den Schnitt in meinem Umfeld als Erste entdeckt und genäht  hat.


Diese Jacke habe ich aus einem sehr voluminösen Strickstoff  genäht. Trägt sich toll, es waren aber einige Änderungen beim Originalschnitt nötig.
Ganz klar war dass ich auf jeden Fall die Taschen weglasse, da der Rippenstrick sicher furchtbar gebeult hätte.
Gekürzt habe ich die Jacke auch, weil ich das bei dem Material passender fand.


Der Strick war in der Verarbeitung tückisch, es hat mehrere Probenähte gebraucht bis ich eine zufriedenstellende Möglichkeit gefunden habe beulenfreie Nähte zu bekommen.
Letztendlich habe ich die Teile mit einem sehr großen Overlockstich vor dem Zusammennähen versäubert und dann mit der Nähmaschine und Obertransportfuß zusammengenäht.



Als ich für meinen Urlaub in Süditalien gepackt habe, dachte ich nicht, dass ich sehr warme Kleidung brauchen würde.
Diese Jacke hatte ich nur dabei, um die Säume per Hand zu nähen.
Der Bund ist noch nicht umgenäht, da hatte ich ehrgeizige Pläne, das besonders schön zu machen. Allerdings sind alle meine Versuche mit Häkeln oder anstricken bis jetzt gescheitert.
Und gesäumt ist die Jacke auch noch nicht.
Weil es nämlich im September auch in Süditalien abends ganz schön kalt werden kann.
Da war ich dankbar, dass mein Nähprojekt dabei war.
Esme kam fast jeden Abend zum Einsatz, eine echte Urlaubsretterin.

Und jetzt kommt ihr:






Freitag, 26. Februar 2016

Ankündigung Prada Sewalong


Lasst uns den Frühling mit einem Designer Seawalong hier auf den MMM Blog locken.
Dieses Mal haben wir uns dafür entschieden, uns von den Entwürfen von Miuccia
 Prada inspirieren zu lassen.

Der Zeitplan sieht so aus :

Sonntag 6.März :Ach, das gefällt mir alles so gut- Inpirations- und Ideensammlung
Sonntag 20.März: Entscheidung gefallen-Projektvorstellung
Sonntag 3.April: Schon richtig viel geschafft-Zwischenstand
Sonntag 24.April:Es ist so toll geworden- Finale

Wir drei, dasbürofürschönedinge, wollixundstoffix und buntekleider freuen uns auf hoffentlich ganz viele Prada entflammte Mitnäherinnen.

Hier findet ihr übrigens eine schöne Übersicht über die Prada Runway Shows.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Me Made Mittwoch am 13.Januar 2016-Liebling 2015



Guten Morgen und herzlich willkommen zum ersten MMM 2016.
Ich bin Claudia und blogge als bunte kleider .
Das MMM Jahr eröffne ich mit dem Liebling 2015.
2015 habe ich einige Quantensprünge in meinen Nähfähigkeiten gemacht. Dabei habe ich einen  Meilenstein bewältigt, was mich sehr glücklich macht.
Ich kann jetzt ohne mit der Wimper zu zucken jede Hose nähen die mir gefällt.



Möglich geworden ist das durch die Ginger Jeans von Closet Case Files. Ginger sitzt nicht nur gut und funktioniert an vielen Körperformen, sondern hat eine geniale Anleitung, die auch noch ergänzt wird durch einen ausführlichen Sewalong.
Wer sich bis jetzt noch nicht an eine Jeans gewagt hat, kommt damit bestimmt zu einem guten Ergebnis.
Im Rahmen des Projekt Brot und Butter bei Siebenhundertsachen sind ja einige Jeans angedacht, da lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in den Sewalong.



Hier trage ich die Birkin Flares von Baste and Gather.
Den Schnitt habe ich mir nachträglich zu Weihnachten geschenkt. Jeder Jeansschnitt hat ja so seine Besonderheiten.
Die Bundhöhe bei der Birkin ist ein Mittelding zwischen tiefsitzend und taillenhoch, das trägt sich ganz angenehm.
Das ausgestellte Bein sieht auf dem Schnittteil riesig aus und verbraucht auch reichlich Stoff, an der fertigen Hose finde ich es aber genau richtig. Und erstaunlich unauffällig.



Jeans zu verarbeiten hat einige Charakteristika, die ich sehr reizvoll finde. Ich mag den ursprünglichen rauhen Stoff, auch die Topstitchnähte mache ich gerne.
Viel Raum für Spielerei gibt es auf den Po-Taschen.









Schön, wenn künstlerisch begabte Kinder zu Besuch sind, die zeichnen dann mal eben Hasen und Rehe auf die Taschen.
Irgendwann dieses Jahr plane ich eine Wald Jeans, mit vielen Tieren und Bäumen.


 Das Oberteil ist ein Scout Tee von Grainline aus ganz feinem Batist.
Ich habe ein Faible für Shirtschnitte, die für Webstoff gedacht sind. Die Shirts schneide ich im schrägen Fadenlauf zu.
Ich mag es , wie der Stoff dann den Körper umschmeichelt, natürlich ist es auch von Vorteil, dass die Oberteile dann deutlich bequemer zu tragen sind.





Soweit zwei meiner Lieblinge 2015.
Jetzt freue ich mich auf eure.



Mittwoch, 2. September 2015

Me Made Mittwoch am 2. September 2015




Herzlich Willkommen zum ersten Mittwoch nach der Sommerpause.
Ich bin Claudia und blogge als bunte kleider .

2014 bin ich zum MMM-Team dazugestossen .
Im letzten Jahr hat sich für den MMM viel geändert, so dass ich im Rückblick das Gefühl hatte, das muss doch schon viel länger her sein.
Mein Dank geht hier an das neue Team, mit den "alten" Hasen und den Neueinsteigerinnen.
Ich finde es klasse mit euch und denke wir haben gemeinsam ganz gut was für die Institution Me Made Mittwoch bewegt.



Ich zeige heute einen bewährten, von mir regelmässig genähten Schnitt, Vogue 8379.
Ein klassisches Wickelkleid mit 2 Falten im Oberteil und einem weiten Rock.
Das Tolle am Selbernähen ist ja, dass jede sich die Kleidungsstücke so modifizieren kann, dass sie dann genau so sind wie es den persönlichen Vorlieben entspricht.
So ist bei mir der Rock ein kleines bisschen weniger weit, als im Original. Das gefällt mir bei meinen bescheidenen 1,60m Länge besser, außerdem habe ich die Möglichkeit, die Stoffmenge möglichst effektiv zu nutzen.
Den Ausschnitt klappe ich einfach um und nähe einen schmalen Saum mit der Zwillingsnadel. Also muss ich mich nicht über rumlappende Belege ärgern.
Die Bindebänder lasse ich weg und nähe das Kleid an den Seiten zu. So bin ich sicher verpackt und es spart natürlich auch nochmal Stoff.
So komme ich mit 1,50 m für diesen Schnitt aus, angegeben sind 2,30 m.


Ohne die wunderbaren Nähfreundinnen-Kontakte hätte ich sicher noch kein Leoparden Wickelkleid.
Den Stoff habe ich im Frühjahr gemeinsam mit eben diesen Nähfreundinnen in Paris gekauft.
Wir haben uns nur durchs bloggen kennengelernt, klasse. So hätte mir unter anderem die Ermunterung gefehlt auch mal Leopardenkleider zu nähen.
Es handelt sich um einen sehr weichen, angenehm zu tragenden Baumwolljersey ohne Elasthan.
Mein Palmenkleid, auch nach Vogue 8379, ist aus einem ähnlichen Jersey und gehört zu meinen Lieblingskleidern.
Darum habe ich mich sehr gefreut eine ähnliche Qualität wieder zu finden.


Auch mein Leo-Wickel trage ich sehr gerne.
Trotzdem hat der Stoff ein gutes Vierteljahr auf seine Verarbeitung gewartet. Nach 7 Jahren regelmässigem Kleidungsnähens und 5 Jahre Nähbloggen langweilt es mich manchmal einfach einen bewährten Schnitt "herunterzunähen".
Jetzt, wo mein Leopardenwickel fertig ist, bin ich natürlich froh, dass ich mich drangesetzt habe.
Weil ich aber so sparsam mit dem Stoff umgegangen bin, hatte ich noch genug über für meine neue Nähleidenschaft.
Zu diesem Kleid gibt es nämlich passende Unterwäsche.



Marlborough Bra von Orange Lingerie
und
Geneva von Seamwork

Auch diese Schnittmuster habe ich meinen Wünschen entsprechend geändert.
Geneva verlängere ich immer um ca 2cm nach oben.
Den Marlborough nähe ich ohne Bügel, da ich Bügel BH´s nach wie vor unbequem finde. Funktioniert gut bei mir.
Um den eigentlich zu weichen Leojersey verwenden zu können, habe ich ihn mit elastischem Wäschetüll gedoppelt.



Und jetzt ihr :