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Sonntag, 2. Dezember 2018

WKSA 2.12.2018 - Konkrete Projektvorstellung

Sonntag, 2.12.2018 - Konkrete Projektvorstellung. 

Hallo und einen fröhlichen ersten Advent wünsche ich Euch! Ich bin Katharina vom Blog sewing addicted und begrüße Euch heute zum letzten Mal als Teammitglied auf dem MMM-Blog.

Bei unserem zweiten Treffen zum Weihnachtskleid geht es um:

Hurra, ich habe alle Zutaten bereit und sogar schon angefangen
Mein Stoff ist toll, aber ich nehme doch lieber ein anderes Schnittmuster. Oder doch nicht?
Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.
Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr.



Was bisher geschah:
In meinem Post von letzter Woche habe ich meinen Stoff vorgestellt und eine konkrete Vorstellung von meinem Wunsch-Schnitt gezeigt, leider nur selbstgezeichnet... Eher rhetorisch stellte ich die Frage nach evt. passenden Schnitten, Schwarmwissen und so. Aber tatsächlich bin ich dadurch fündig geworden!




Das waren die Vorschläge, die ich in den Kommentaren bekam. Ein Glück ist mein Knipmode/Fashionstyle-Archiv so gut bestückt, daß ich die Hefte nur aus den Ordnern ziehen musste.

Und Tadaa:



Knip Juli 16, Kleid 23 trifft einige Details ganz genau. Die Blendenstreifen am Ausschnitt werde ich evt.etwas verbreitern, aber der Einsatz ist auch dann sicher recht äh, beruhigend.
Die Ärmel muss ich tauschen, aber das lässt sich regeln. Eine großartige Basis für mein Wunschkleid. Der Dank geht an meine Tante Barbara fürs Finden!


Diese Ärmel hier, aus einem der Hefte die ich da liegen hatte, sind z.B. ganz ok. Aber an ausgestellten Ärmeln in jeder Form mangelt es zur Zeit wirklich nicht. Ich teste, welche am besten an das Oberteil vom obigen Schnitt dran passen. Alles Knipmode natürlich, das dürfte hinhauen. Den Burdaschnitt hab ich mir dann nicht mehr angeschaut, da müsste ich aufs Internet zugreifen und bei Burda wäre ich eh vorsichtig. Wenn es eine Alternative bei Knip gibt, macht es das passformtechnisch für mich viel einfacher!
Dann kann ich ja jetzt fröhlich zuschneiden!

Und mich ein bisschen traurig bei Euch verabschieden. Es war eine schöne Zeit und ich wünsche dem MeMadeMittwoch-Blog noch viele weitere Jahre mit den tollen, neuen Gesichtern. 
Ich freue mich riesig, Euch das nächste neue Teammitglied vorstellen zu dürfen. Ihr kennt sie sogar schon von diesem Blog, sie hat nämlich hier schon mal einen Gastpost bestritten.

Liebe Elke, ich übergebe an Dich:

Ich bin Elke vom Blog grueneblume, ein herzliches Willkommen heute am ersten Advent. Ich freue mich, heute mit Katharina den 2.Teil des WKSA anzuführen.
Zuerst noch ein großes Dankeschön an die Crew des MMM! Für so vieles :-)

Und jetzt zu meinen Nähplänen:







Mir ist schon lange klar dass ich kein Kleid für Weihnachten nähen werde, denn im Dezember gibt es immer soviel anderes wunderbares zu tun dass ich meine eigene Garderobe etwas hinten anstelle (außerdem gibt es in meinem Kleiderschrank mehr weihnachtstaugliche Bekleidung als Weihnachten andauert).


Vielleicht ist das bei euch ähnlich ... andererseits ist Weihnachten natürlich DIE Gelegenheit Dinge zu nähen die man im Alltag nicht brauchen kann.

Samt ist da so ein Thema. 
Dunkeltannengrüner Samt. 
Strechiger dunkeltannengrüner Samt. 
Für mich dieses Jahr DER Weihnachtsstoff.

Einen Meter gekauft soll er zu einem schnellen Shirt werden. Das geht dann unter einer groben Strickjacke versteckt vielleicht doch auch im Alltag ;-)







Als Schnitt habe ich Fara von LMV ausgesucht. Lässige Weite, leicht überschnittene Schultern, Stehkragen ... aber was ist das ... Schluppe im Nacken ... das verträgt sich nicht mit meinen Strickjackenplänen. Deshalb werde ich den Ausschnitt von Top Mara (ebenfalls LMV) verwenden. 






Egal ob glitzerndes Kleid, klassischer Hosenanzug oder kleines Pailletten Top, wir freuen uns auf eure Nähpläne.




Mittwoch, 3. Oktober 2018

MMM am 3.10.2018

Hallo zum ersten MeMadeMittwoch im Herbst. Ich bin Katharina und blogge unter sewing addicted.

Bei uns ist es jetzt ganz plötzlich kalt geworden, evt. erholt sich das die nächsten Tage wieder, aber für die Fotos meines neuesten Kleides musste ich kurz frierend auf der Terrasse stehen- trotz Thermostrumpfhose.


Die meisten werden es gleich erkannt haben, das ist Berufsbekleidung. Ein neues Dienstkleid ist entstanden, für die erste Premiere in der Saison. Ich habe mich dafür an diesen Schnitt gehalten, eine Kombination aus dem Top von howtodofashion und dem Rock eines Knipkleides.


Den Stoff habe ich im Roppenheim-outlet erstanden, ein toller Baumwollstretch mit reichlich Stand. Wahrscheinlich eher für Hosen gedacht, aber die Qualität ist so toll, das geht auch für so ein Kleid. Da dort nur Coupons verkauft werden, musste ich etwas basteln, denn in Originalgrösse passte der Rock nicht auf den Stoff. Er ist jetzt etwas schmaler und kürzer als sonst, das tut dem Ergebnis aber garnicht schlecht, finde ich. Hinten habe ich noch zwei weitere Abnäher in den Ausschnitt genäht, der stand etwas ab. Eva. modifiziere ich beim nächsten noch die Schulterlinie, ob ich die "Flügelchen" gut finde weiss ich noch nicht. Ich verändere jedesmal wenn ich ihn nähe etwas an den Ausschnittlinien dieses Tops, aber prinzipiell finde ich den Schnitt ganz toll. Ich habe auch T-Shirts davon, die einzigen, die ich gerne trage.


Auch wenn ich mich in dem schwarzen Kleid sehr wohl fühle, Dienstkleidung bleibt Dienstkleidung und heute trage ich natürlich etwas anderes, und zwar dieses 3 Jahre alte Lora-Kleid aus der Lamaisonvictor. Es ist damals bei der ersten Würzburg-Annäherung entstanden. (Leider konnte ich dieses Jahr nicht hin, sehr schade!). Wenn ich die Fotos vom ersten Post so betrachte, bin ich ganz froh mittlerweile bessersitzende BHs zu haben...ich trage heute einen Harriet-Bra (orange-lingerie) in schwarz, mein Konzert-BH ;-)


Für draussen trage ich noch einen Mantel und einen Schal. Vorgestern sassen wir noch auf der Terrasse in der Sonne, tja...
Letztes Jahr habe ich mir ein Vertices Unite Tuch (von westknits)gestrickt, was ich sehr gerne trage. Da mir die große Version zu groß und die kleine zu klein waren habe ich einfach mit einer Maschenzahl dazwischen begonnen, alle weiteren Maschenmengen ergeben sich dann von selbst, war ganz einfach. Und die Größe ist so super, finde ich. Verstrickt habe ich Baby Merino von Drops, wie meistens.


Der Mantel ist ein Villette von Lamaisonvictor, genäht letztes Jahr, der ist sehr bequem und kuschelig. 


Ich werde mich jetzt mit Tee und Strickzeug aus Sofa kuscheln und warten, bis es wieder wärmer wird. Oder vielleicht noch einen Mantel nähen? 

Und was macht Eure Herbstgarderobe? Bestimmt machen uns alle Annäherungsteilnehmerinnen mit den nähnerdflauschigen Posts die Nase lang... Hier gehts lang:




Dienstag, 6. Juni 2017

Streifen-MeMadeMittwoch am 7.6.2017

MottoMittwoch am 7.6.
=== Streifen ===
Das Linktool arbeitet heute sehr unzuverlässig. Tut uns leid aber wir haben leider keinen Einfluss darauf.



Seid herzlich eingeladen zum heutigen MeMadeMittwoch. 
Streifen sind sommerlich, gemütlich, klassisch, frisch, verspielt, nostalgisch...und nicht immer blauweiss.
Was habt Ihr mit Streifen im Schrank? Oder tragt Ihr heute was gestreiftes? Oder einfach garnix mit Streifen? Her mit Euren Links!

(Wir versuchen in Zukunft wieder, an kommende MottoMittwoche zu erinnern, letzte Woche haben wir es einfach vergessen, sorry...)


Mittwoch, 17. Mai 2017

MeMadeMittwoch am 17.5.2017

Zum heutigen sommerlichen Mai-MeMadeMittwoch begrüsse ich Euch ganz herzlich!
Ich bin Katharina und ihr findet meinen Blog unter sewing addicted.

nach reichlich Sonne im Garten eines Kollegen...


Neulich flatterte die neueste Knipmode ins Haus (die hab ich abonniert) und ich blätterte sie so durch das Heft und wusste bei einem Modell sofort: Das ist mein Kleid!


Ich muss das vielleicht garnicht groß erklären, das kennt ihr bestimmt auch, da passt was hundertprozentig ins Beuteschema und ist doch anders als das bisher dagewesene.
Bei diesem Kleid ist es der Knoten, den hatte ich so noch nicht gesehen.
Das Grundschema an Silhouette hatte ich so oder so ähnlich schon genäht und wusste daher, daß mir das passt und steht.

IMG_9462.JPG

Als es dann in den letzten Tagen so schön sommerlich wurde, brauchte ich dringend ein entsprechendes Kleid, dafür war der Schnitt ja genau richtig.
Als Stoff habe ich diesen Bordürenstoff in einem Vorrat gefunden. Den habe ich letztes Jahr auf einem Expo-Stoffmarkt als Coupon gekauft. Was die Sache ein bisschen tricky machte, denn irgendwie sind Coupons ja immer ein bisschen zu wenig. Ausserdem ist der Rock ausgestellt und hat eine Rundung am Saum, dazu passt die Bordüre nicht, mal abgesehen davon, daß man die Schnitteile  anders auflegen muss und an das Muster gebunden ist. Aber der Stoff hat so schöne Farben und er ist ganz weich und weichfallend, ein Träumchen in Viskose-Crepe, ideal für so ein Sommerkleidchen...
Genaues Nachmessen ergab dann, daß es doch passen müsste, wenn ich den Rock in ein Rechteckiges Schnittteil verwandele und die Rockteile so auf dem Stoff platziere, daß dazwischen das Knotenteil vom vorderen Oberteil runtergeht. Na also!


Also habe ich beim Zuschneiden viel Vorsicht walten lassen und es passte alles auf den Stoff.
Dem Rockteil habe ich einfach eine Falte Richtung Saum eingelegt, so daß es fast rechteckig war, dazu dann oben ein paar cm im Saum zugegeben bis zum rechten Winkel. Dieses Zuviel in der Taille habe ich in tieferen Falten wieder verschwinden lassen. Der Rock ist also am Saum etwas schmäler als vorgesehen, das stört aber nicht.
Beim Nähen war ich froh, daß in der Knip jede Naht mit einem Buchstaben versehen ist, der auf der Schnittauflagezeichnung an den Schnittkanten vermerkt ist, dann kann man sich bildlich gut vorstellen, welche Kante wohin gehört. So war das Nähen des verstürzten Knotenbandteils, was ja so sonst in klassischer Kleidung nicht vorkommt, überhaupt kein Problem.


Am Ende ist es so, daß man in der Taille keine Mehrweite hat, der Knoten ist nur Dekoration. Ich dachte vor dem Nähen, man könnte sich vielleicht den Reissverschluss sparen, aber das geht nicht, die Weite des angeschnittenen Knotenbandes wird auf der Rückseite von einem kleineren Teil eingehalten. Es gibt übrigens auch kein Loch, was evt. aufblitzen könnte.


Ich bin sehr glücklich mit diesem Kleid, luftig und sehr bequem, da werden sicher noch ein paar folgen. Mit entsprechendem Stoff werde ich auch gerne das Original-Rockteil zuschneiden.
Schnitt: Knipmode 6/2017 btw. dann das entsprechende Fashion-Style-Heft
Stoff: Vom Expo-Stoffmarkt

Und was habt ihr für die sonnigen Tage zu bieten?





Mittwoch, 22. Februar 2017

MeMadeMittwoch am 22.2.2017


Herzlich Willkommen zum letzten MeMadeMittwoch im Februar. Ich heisse Katharina und blogge sonst unter sewing addicted.

Den Februar haben wir also fast geschafft und ich bin ganz zufrieden mit ihm. Nicht zu kalt, nicht zu warm (ich kann nur für die Südpfalz sprechen) lässt er viel Hoffnung für einen schönen Frühling ohne erfrorene Obstbaumblüten oder ähnliches. Man muss ja auch an die Landwirtschaft denken um mal ein Loriotzitat unterzubringen.
Die hiesigen Klimaverhältnisse lassen es jedenfalls zu, schon bald an die Zeit nach dem Wintermantel zu denken und da kommt es mir gerade recht, daß ich heute meine norwegische Strickjacke vollendet und schon mal ausgiebig eingetragen habe.


Mit der bin ich auch ziemlich zufrieden. Ehrlich gesagt war es weitaus weniger schwierig zu stricken als ich dachte. 
Gefunden habe ich das Muster bei einer "Mugge" wie wir Musiker sagen. Irgendeine Matthäuspassion ich weiss nicht mehr wo, eine aus Norwegen stammende Bratscherin und ich hatten uns in der Probepause zum Stricken ans Fenster gesetzt und ein bisschen gequatscht. Und während sie ein ebensolches norwegisches Zweifarbenprojekt strickte erzählte sie mir von dieser Jacke, die sie gerade für ihre Tochter gestrickt hatte. (Irgendwo habe ich neulich gelesen, daß Norwegerinnen mit der Fähigkeit Norwegermuster im Steekverfahren zu stricken geboren werden und deshalb auch kaum was in den Anleitungen steht, ach so...). Ich hatte ja auch schon viel gestrickt, aber das hat mich schwer beeindruckt, pulloverübergreifend zweifarbig stricken kam mir wie die höheren Weihen vor. Die paar Blümchen damals bei der Heidijacke hatten mir einige Nerven geraubt. Aber ich wachse ja gern mit meinen Aufgaben und die Jacke hatte es mir gleich total angetan. Ich bat sie um die Anleitung, das liess sich schnell erledigen. Allerdings war die dann selbstverständlich auf norwegisch...


Aber auch das ist in Zeiten des Internets kein Ding, mit ein bisschen einlesen und ein paar Übersetzungshilfen via google liess sich das ganz gut machen. Fast schwieriger war die Überlegung welche Farben ich nehme. Das Original ist schwarz weiss (oder beige), aber das wollte ich nicht. Grau wäre auch gegangen aber letztendlich landete ich bei blau blau und finde die Jacke so sehr schön und universell. Ein bisschen habe ich Lust das Muster nochmal zu stricken, vielleicht gibt es ja doch noch eine in Grautönen. Den Puschelkragen und die Manschetten vom Original habe ich weggelassen, das war mir zuviel. Obwohl es irgendwie schon toll aussieht. 
Nach ein paar Reihen, die anfangs reichlich krampfig und fiddelig waren ging es sehr gut mit zwei Fäden auf einem Finger, die Übung machts! Und das Muster ist -ehrlich!- einfach zu stricken, denn es ist ja in beide Richtungen symmetrisch, d.h. man kann es bald auswendig.


Im Unterschied zu vielen klassischen Norwegerjacken ist diese tailliert und wird mit einem Reissverschluss geschlossen. Das mit der Taillieren hat mir auch ein bisschen Kopfzerbrechen gemacht, denn die Jacke wird eben -klassisch- mit Steek gestrickt, also mit ein paar Hilfsmaschen da wo die Öffnung später sein soll. In der norwegischen Anleitung heissen die klippemasken (klippem steht da), also Schneidemaschen, aber in Deutschland hab ich bisher nur den Begriff Steek gehört. Man kann also fast bis zum Schluss alles in Runden (nur rechte Maschen) stricken, sehr praktisch. Aber man kann nicht so gut mal zwischendurch anprobieren. Und nach dem Aufschneiden eben auch nicht mehr aufribbeln... Entsprechend aufregend war das dann auch. Zuerst zwei Nähmaschinennähte neben der Mitte nähen und dann dazwischen die Schere ansetzen *zitter* Aber sie passte dann ja doch! Nur ein bisschen lang ist sie geworden.



Und was trägt sie drunter? Dieses Kleid. Eine Variante von Vogue 8701, genäht 2014. Trage ich gerade wieder ganz oft und liebe es sehr. 


Die Fotos entstanden übrigens im frisch renovierten Zimmer vom mittleren Sohn. Grün ist sein Farbe und New York gerade sein Thema, daher gab es ein großes Bild vom Möbelschweden für die z.T. ungestrichene Wand. Gefällt mir sehr gut für ihn.


Hier noch ein paar Details der Jacke. Das Muster wird zentriert gestrickt und an der Seite strickt man eine Art Fake-Naht, auch beim Ärmel. Ganz zu Beginn kommen noch zwei weitere Farben ins Spiel, das gefällt mir als i-tüpfelchen sehr gut.
Gestrickt habe ich mit Drops Baby Merino.
Auf ravelry ist die Jacke hier zu finden. Mit den zu- und Abnahmen habe ich mich ein bisschen an meine Maßen orientiert, ansonsten aber ziemlich genau nachgestrickt. Die Ärmel würde ich beim nächsten Mal weiter machen.


Für den Halsausschnitt habe ich ein paar Reihen glatt gestrickt, umgeklappt und von Hand festgenäht. Durch das überall-zweifarbige ist die Jacke viel dicker als eine einfarbige und hat eine besondere Haptik, sie ist ja auch schwerer. Daher stelle ich sie mir toll vor für draussen, vielleicht schon jetzt wenn man nur kurz rausmuss oder die unvermeidlichen kalten Kirchen in der Adventszeit. Da sind die etwas überlangen Ärmel dann auch schön, wie angenähte Pulswärmer.



Und ihr so?


Mittwoch, 30. November 2016

MeMadeMittwoch am 30.11.2016

Herzlich willkommen zum letzten MeMadeMittwoch im November!
Ich bin Katharina von Sewing addicted und habe die Kälte nicht gescheut, Euch heute mein neues Kleid im Garten zu fotografieren. Es waren immerhin leichte Minusgrade, schon richtig winterlich für die hiesigen südwestlich milden Temperaturen.


Mein Kleid ist ein veränderter Schnitt von Vogue, so eines habe ich schon einmal genäht und es wurde sehr bequem. Der Kragen ist inspiriert von einer NDR Talkshow-Sendung vorletzte Woche, zu Gast war Gloria Boateng in einem Kleid mit einem ähnlichen Kragen. Ein Bild hier einzustellen geht vermutlich nicht mit dem Urheberrecht konform, schade, denn das Kleid war hübsch. Frau Boateng ist Ghanaerin und trug ein gelbbunt gestreiftes, langes, schmales Kleid, evt. war es auch ein Zweiteiler, mit Raglanärmeln und geradem Ausschnitt samt eben jenem Kragen, vielleicht war dieser noch etwas breiter als bei mir. Auf jeden Fall in der Mitte geteilt.


Schmal und lang wollte ich nun nicht, wie soll ich da laufen, aber Raglanärmel kann ich. Mir fiel dieser Schnitt wieder ein und bastelte mir den Kragen einfach dazu. 


Der Kragen war bei besagtem Kleid nur am vorderen Ausschnitt und das habe ich dann übernommen. Das mag zunächst seltsam erscheinen, am Ende hätte mich ein Rückteil aber nur zur Verzweiflung gebracht denn dafür hatte ich garnicht genug Stoff. Damit die Aussenteile nicht auflupfen sind sie mit ein paar Stichen festgenäht.


Auch für den Vogue-Rock hat der Stoff nicht gereicht, ich weiss nicht mehr genau, aber ist es im Original ein Dreiviertelteller? Oder so ähnlich. Da gibt es den netten Trick, beim Schnittteil einfach eine großzügige Falte von unten in die Taille verlaufend einzulegen. Also in der Taille ist dann natürlich keine Falte mehr, sonst würde sie ja nicht an das Oberteil passen. Jetzt ist es halt nur noch ein weiter Vierbahnenrock. Ein bisschen zipfelig sieht er vorne aus, sehe ich jetzt erst, muss ich nochmal nach gucken.


Der Stoff ist vom Tandem-Fabrikverkauf in Bühl. Das Muster ist eher untypisch für mich, dafür sind die Farben ganz meins. Leider hat er einen leichten Knitterlook, komischerweise haben die beiden anderen Kleider nach dem Schnitt den auch, seltsamer Zufall.


Direkt nach dem Nähen dachte ich so ein bisschen "Huch?" aber jetzt finde ich es eigentlich ganz schön an mir. Bequem ist es allemal.


Und was trägt man sonst so in der MeMadeWelt?


Mittwoch, 12. Oktober 2016

MeMadeMittwoch am 12.10.2016

Herzlich Willkommen zum MeMadeMittwoch am 12.10.2016, ich bin Katharina und blogge sonst unter sewing addicted


Ich zeige Euch heute ein Herbst-Outfit in dunkelblau aus einem Sommerkleid und einer wärmenden Strickjacke. Die Jacke habe ich im Sommer gestrickt, dafür das Kleid erst am letzten Wochenende genäht.
Die Kombi hat sich als sehr angenehm herausgestellt. Eigentlich fand ich es etwas verwegen euch heute ein Sommerkleid zu präsentieren, aber mit der farblich so gut passenden Strickjacke hat es kaum etwas sommerliches und ich habe mich heute sehr wohl gefühlt darin.
Das Kleid ist wie gesagt ganz neu, ich habe es auf der Annäherung-Süd am letzten Wochenende in Würzburg genäht. Ich bin noch ziemlich beseelt vom Nähnerd-Flausch, ach es war wieder toll!
Ich war letzte Woche eigentlich sehr gestresst und dienstmässig sah es auch eine Weile so aus als ob ich absagen müsste, letztendlich konnte ich doch fahren und war so froh daß ich dort war!


Weil bei mir aber alles so knapp war mit der Planung hatte ich nichts rausgesucht oder gar zugeschnitten, nur schnell die Zutaten für zwei Projekte zusammengeklaubt ohne groß drüber nachzudenken. Dieses ist das zweite Kleid das ich genäht habe. Die Stoffe hatte ich im Urlaub in Dänemark gekauft, der gemusterte war eher für Deko oder sowas gedacht, aber allein daß er im Stapel auf dem dunkelblauen lag schrie schon so danach, daß die zwei zusammen gehören. 
Ich habe zwei ältere Sommerkleider, bei denen ich so eine Bordüre aus gemustertem Stoff an den Rock angesetzt habe, die trug ich im Sommer sehr oft, da kann gerne noch eines her, fand ich.


Die Fotos hat ein lieber Kollege im Hof bei einer Freundin gemacht, hier gebe ich wohl noch Anweisungen...


...und lustig war es auch. Nett mit der Mauer und den Wäscheleinen, nicht wahr?


Das Kleid ohne die Strickjacke. Es handelt sich um einen...*trommelwirbel* Knipschnitt! 
Ok, das war klar. Der Schnitt ist von 2011, die anderen zwei Kleider habe ich 2012 genäht. Wenn sich ein Schnitt so viele Jahre als tragbar erweist ist das doch sehr erfreulich! Der abgepauste Schnitt ist noch aus der Zeit vor den Basisschnittanpassungen, das war mir für dieses Kleid wurscht, die anderen trage ich ja auch so.


Hier noch der Musterstoff von nah, ein Kissen wird der bestimmt auch noch.


Auch die Jacke ist ein Schwesterstück, und zwar zu dieser grauen. Auch die trage ich sehr oft und wollte gerne noch eine solche universelle Jacke in dunkelblau haben. Das Strickmuster ist Gweneth von Cecily MacDonald in etwas kürzer und mit zusätzlichem Muster an den Ärmeln. Gestrickt habe ich Drops Babymerino in marine, die Farbe ist hier aber viel zu grau, dafür sieht man das Muster gut.




Und was habt ihr für den Herbst im Kleiderschrank gefunden?



Mittwoch, 18. Mai 2016

MeMadeMittwoch am 18.5.2016

Herzlich Willkommen zum MeMadeMittwoch am heutigen Eisheiligen-Mai-Mittwoch!
Ich heisse Katharina und blogge unter Sewing addicted.


Viele von uns machen ja beim MeMadeMay mit, ist das doch schliesslich die Mutter des MeMadeMittwoch. Der MeMadeMay findet jedes Jahr statt und wird veranstaltet von einer englischen Bloggerin, die Teilnehmer posten jeden Tag (vor allem auf Flickr) was sie selbstgenähtes tragen. Für mich findet der mmmay16 diesmal vor allem auf Instagram statt, das ist so praktisch da, man lädt flott ein Foto hoch und schreibt drei Wörter dazu, ganz simpel mit dem Handy und der App. Ich bin noch nicht so lange auf Instagram und ich finde es wirklich ganz nett. Wenn ihr mich sucht, ich heisse dort sewingkatharina. Heute gibt es mal einen kleinen #mmmay16 Wochenrückblick mit eben jenen Handyfotos, nicht ganz vollständig, wer wird so pingelig sein. Und alles mit ollen Kamellen, denn:

Beim MeMadeMay soll man sich selbst eine Herausforderung stellen (im Original heisst es pledge), das finde ich immer ein bisschen schwierig. Da ich aber dieses Jahr ein paar Kilos abgenommen habe wollte ich gerne meinen Schrank durchforsten nach den älteren Sachen, die jetzt wieder passen. Und dabei auch das aussortieren, was zwar wieder zur Figur passt, aber nicht mehr zu meinem Leben Huch, was ein Satz! Aber ihr kennt das bestimmt, da liegen Sachen im Schrank die man nicht wegtun kann, nur für den Fall, daß man mal wieder zehn Kilo weniger wiegt. Die Frage ist, will man die dann überhaupt noch anziehen?



Also einige Sachen habe ich mit großer Freude wieder in meine Garderobe aufgenommen, z.B. alle Knotenkleider, hurra! Selbst dieses eher etwas enge aus Ringeljersey, es hat keinen Stretch.
Den Schnitt muss ich direkt mal suchen.



Hier mal ein Bild von unterwegs, aus einer Klamottenabteilung...aber natürlich für Herren, Frau braucht da ja nix.
Ein Dauerbrenner ist diese Jacke, eigentlich ist es eine Regenjacke, aber aus sehr fest gewebter Baumwolle, der Gürtel war leider schnell verloren. Ich trage sie immer wieder gerne, sobald es warm genug ist, so war das garnicht gedacht als ich sie genäht habe.
Ich sag Euch, grau hat immer Saison! Hier hab ich dazu geschrieben (Beim Aufrufen der alten Blogposts wundere ich mich dann schon kurz...). Da drunter das Knotenkleid in dunkelblau.


Sonntags hatte ich morgens und abends zu tun und dafür gab es das schwarze Coat dress. Da war das zu klein sein besonders fies, denn die Ärmel hatte ich aus Versehen ein oder zwei Größen zu klein kopiert, die sind leider immer noch zu eng.


Zu Hause rumgammeln im Knotenkleid, die wenigstens optisch wärmende Sommerblumenvariante.
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Heute habe ich dann mal alle Webstoffkleider durchgesehen. Vor allem die mit Ärmeln haben echt Schwierigkeiten im Alltag zu bestehen, wenn ich ehrlich bin. Gut, viele langärmelige Kleider sind eher festlich und damit sowieso nichts für den Alltag, aber ich habe doch einiges aussortieren können. Sommers trage ich viel Webstoff, alles ohne Ärmel, da kommt nichts weg von.
Ich habe mich beim Durchschauen gefragt welches Kleid ich ohne zu Zögern anziehen würde. Bequem, trotzdem schick, und mit Wohlfühlcharakter, d.h. nichts wo man zuppeln muss, kein Ausschnitt der doch zu tief ist, Ärmel, die einschnüren, kein Rock der hochrutschen kann. Manchmal darf einfach nichts nerven, kennt ihr das?
Dafür habe ich dieses Kleid:


Das blauweisse macht einfach gute Laune, tatsächlich ist es ziemlich bequem, sogar auf dem Sofa. Und man ist einfach gut angezogen.
Der Blogpost dazu ist hier, leider hat es schon ein bisschen gelitten, das sieht man im Vergleich. Ich könnte ja mal einen Nachfolger nähen, einfarbig wäre bestimmt auch ganz interessant.


Uniform lässt grüßen, aber bei blauweiss ruft mein Farben-Ich ganz laut JAA!

 Vielleicht sollte ich mir auch so ein Käppi zulegen 


Und womit übersteht ihr die kalten Mai-Tage wo man was langärmeliges braucht?