Mittwoch, 8. Juni 2016

MeMadeMittwoch am 8 Juni mit den Ergebnissen des Prada-Sewalongs

Bei Sewalongs termingerecht zum Finale fertigzuwerden ist meine große Schwäche, daher bin ich froh, dass ich (Lucy) euch heute als Gastgeberin mein Ergebnis des Prada-Sewalongs zeigen kann. Ich hatte mir zwei Teile vorgenommen: Einen aus Leinenresten im Patchwork zusammengesetzten Rock, für den es bei Prada ein konkretes Vorbild gab, und ein Top in einem für Prada typischen seltsamen Farbton, ein Gelbgrün zwischen Senf und thailändischer Currypaste, für das ich einen Schnitt und eine konkrete Idee finden musste - hier hatte ich ausführlich über meinen Plan geschrieben. 


Der Fahrplan für den Rock lag von Anfang an klar vor mir, daher wurde er auch rechtzeitig fertig. Ich habe einfach einen Schnitt für einen Rock mit sechs Bahnen aufgeteilt, für jedes der drei Bahnen-Teile ein Schnittteil erstellt und die Leinenreste zugeschnitten. Die Einzelteile sind dachziegelartig mit offenen Kanten aufeinandergesteppt und dürfen an den Kanten ausfransen - das sieht man auf den Bildern nur nicht. 


Bei dem Oberteil wollte ich die Elemente hineinbringen, die ich für mich als "typisch Prada" definiert hatte: Eine zweite Farbe in einer ungewöhnlichen Zusammenstellung verwenden und einen nicht figurnahen Schnitt ausprobieren. Beides Dinge - zusammen mit der gelbgrünen Grundfarbe - die ganz weit weg sind von dem, was ich sonst anziehe.


Nach einigem Herumprobieren mit Pink und Türkisblau kam ich auf einen dunkelroten Viskosestoff als Kontrast, als Schnitt verwendete ich das Top 114 aus Burdastyle 4/2016 (hier bei Zufall, wenn's klappt und hier bei Blaupause7 gab es auch schöne Versionen zu sehen). Die Belege schnitt ich aus der dunkelroten Viskose zu und verstürzte sie nach außen anstatt nach innen. Außerdem kürzte ich das Top um 4 cm, so dass es gerade knapp bis zum Hüftknochen reicht - wenn schon sackig, dann wenigstens kurz, so dass die Taille darunter zu erahnen ist.  


Das Interessante spielt sich bei diesem Top eindeutig auf der Rückseite ab - vorne ist es mir eigentlich ein bißchen zu hochgeschlossen. Trotzdem bin ich ganz positiv überrascht, wie angenehm sich das trägt und dass es trotz allgemeiner Körperferne mit einem engeren Rock ganz gut aussieht. Etwas ungewohnt, aber es lohnt sich auf jeden Fall, diese Schnittform ins Repertoire aufzunehmen. Und dass ich die Farbe tragen kann, ohne wie ein Häufchen Elend auszusehen, überrascht mich auch. 


Damit hat mal wieder ein Sewalong meinen Bekleidungshorizont erweitert. Und nun bin ich gespannt auf eure Entdeckungen - lasst sehen, was tragt ihr heute?


Sonntag, 5. Juni 2016

Let's Rock - der Sommer-Rock-Sew-Along: Inspiration, Schnitte und Materialien



Heute geht es los mit dem Sommer-Rock-Sew Along, heute kümmern wir uns um Schnitte und Materialien - viel Inspiration gibt es automatisch dazu. Wir - Meike und Lucy - begleiten euch bis Ende Juni in vier Terminen zum Sommerrock. Schreibt einen Blogpost mit euren Ideen und Wünschen. Vielleicht habt ihr schon einen ganz bestimmten Schnitt, den ihr unbedingt nähen wollt, vielleicht habt ihr aber auch nur einen bestimmten Rock im Sinn, für den noch der passende Schnitt fehlt oder aber ihr habt gleich mehrere Schnitte zur Auswahl und könnt euch nicht entscheiden?

Ich, Meike, kann mich auch immer so schwer entscheiden. Gerade Röcke kann frau ja eigentlich gar nicht genug haben. Aber es gibt ja solche und solche und wahrscheinlich gibt es doch "den einen", der für euch in der aktuellen Lebenssituation doch der Beste ist. Damit es leichter fällt, sich zu entscheiden, habe ich mir ein paar Fragen überlegt:
  • Zu welchen Anlässen wollt ihr den Rock tragen?
  • Wollt ihr mit dem Rock Fahrrad fahren?
  • Gibt es ein Oberteil, das nur auf einen passenden Rock wartet?
  • Gibt es eine begrenzte Stoffmenge, weil ihr einen Stoff aus dem Lager nehmen wollt? 

Na, wird euer Bild vom Rock schon konkreter? Falls das immer noch nicht der Fall sein sollte, ihr euch aber kaum bremsen könnt, den Traumstoff fürs Traumröckchen schon jetzt zu kaufen, ein kleiner Anhaltspunkt für die Stoffmenge:

  • für einen engen Rock braucht ihr "1x die Länge", d.h. ihr messt von Taille bis Rocksaum und addiert noch etwas für einen umgeschlagenen Saum und den Bund. 
  • für einen ausgestellten Rock in A-Form, braucht ihr in der Regel "1,5x die Länge", weil die Rockteile unten breiter sind und versetzt aufgelegt werden müssen
  • für einen weiten Rock braucht ihr meist "2x die Länge"

Und wie sieht es mit euren Materialvorstellungen aus? Da übergebe ich mal an die kompetente Frau Nahtzugabe.

Die Wahl der richtigen Stoffqualität trägt viel zum Erfolg oder Misserfolg eines Nähprojekts bei, ich glaube ich (Lucy) habe schon mehr Projekte durch die falsche Stoffwahl in den Sand gesetzt, als durch alle anderen möglichen Ursachen (falsche Größe, nicht zu mir passende Schnittform Nähfehler...) zusammen. Leider lernt man das Beurteilen von Stoffen am besten aus Erfahrung, und wenn man gerade erst anfängt, Kleidungsstücke für sich selbst zu nähen, sind Stoffempfehlungen wie bei Burda, wenn in der Anleitung wie so oft nur "Rockstoffe" als Empfehlung steht, nicht besonders hilfreich.

Die Grobeinteilung von Stoffen in "Stoffe mit Stand" und "fließende Stoffe" ist aber ein guter Anhaltspunkt, ich habe mal versucht, das im Bild zu zeigen: 


Links ein fließender Stoff, dünner Viskosekrepp, rechts ein Stoff mit Stand, mitteldicke gewebte Baumwolle. Die Stoffstücke haben ungefähr die gleiche Größe - man erkennt gut, dass der Viskosekrepp von seinem eigenen Gewicht ziemlich gerade nach unten gezogen wird und oben, wo er zusammengefasst an der Klammer hängt, kaum aufträgt. Beim Baumwollstoff fallen die Falten nicht so sehr in sich zusammen, der Stoff hat insgesamt viel mehr Volumen.

Fließende Stoffe sind zum Beispiel so gut wie alle gewebten dünnen Viskosestoffe, Kreppstoffe egal aus welchem Material (Viskose, Wolle, Poly und Mischungen), dünner Twill ist fließend, Jersey ist tendenziell auch eher fließend. Wenn ihr einen Rock nähen wollt, der weit und leicht schwingt, aber trotzdem schmal um den Körper fällt, dann ist das euer Stoff. Fließende Stoffe sind gut für Schnitte mit eingekräuselten Teilen an der Taille, für Schnitte mit Godets (eingesetzten Keilen, durch die der Rock am Saum ganz weit wird), für weite Bahnenröcke und für Maxiröcke - eigentlich immer, wenn man es mit einer großen Stoffmenge zu tun hat.   

Stoffe mit Stand sind zum Beispiel die typischen Quiltstoffe - gewebte mitteldicke Baumwolle mit schönen Mustern - Jeansstoffe, Baumwollköper, Leinen, Cord. Das ist das richtige für gerade, enge Röcke, für Röcke mit Falten und für leicht ausgestellte Rockschnitte (A-Linie), immer wenn der Rock richtig Substanz haben soll. Röcke aus Stoffen mit Stand sind robuster und Schnittdetails wie eingesetzte oder aufgesetzte Taschen, abgesetzte Passen, Falten und ähnliches kommen gut zur Geltung.

Bei manchen Schnitten habt ihr die Wahl, sie können aus fließenden und steifen Stoffen genäht werden und wirken dabei jedesmal anders. Tellerröcke aus fließenden Stoffen schwingen sehr schön und fallen glatt um die Beine, wenn sie nicht in Bewegung sind. Aus Stoffen mit Stand fällt so ein Tellerrock hingegen in großzügigen Wellen und wird zum Saum hin deutlich breiter, weil der Stoff nicht in sich zusammenfällt, eben die typische Silhouette, die man aus den 50er Jahren kennt. 

Wenn ihr unsicher seid, wofür ein Stoff geeignet sein könnte, dann wickelt ein Stück von der Rolle ab und haltet es probehalber wie einen Rock vor euch, dann kann man meistens ganz gut abschätzen, wie sich der Stoff in vernähter Form verhalten wird: Schmiegt er sich an den Körper an oder steht er ab? Legt ein Stück probehalber mit der Hand in Falten oder Kräusel und überlegt, ob ihr die Stoffmasse so in der Nähe der Taille haben wolltet. Wenn ihr materialmäßig noch gar nicht wisst, was ihr sucht, dann kann es sich lohnen, in Bekleidungsgeschäften spionieren zu gehen, nach Röcken zu suchen, die in etwa eurer Vorstellung entsprechen, die Stoffe anzufassen und sich die Dicke und den Fall einzuprägen. Ich mache es mir einfach und plane etwas vollkommen Durchschnittliches: Einen mittelweiten Rock aus einem Stoff mit etwas Stand nach einem Schnitt aus Burda 3/2016.

Und ich, Meike? Ich habe auch schon einen Rock im Kopf und einen Stoff dazu. Die Geschichte dazu gibts auf meinem Blog. Ich habe noch keinen Schnitt dafür und ich bin auch noch nicht sicher, ob mir der gehortete Stoff vielleicht doch zu zerknittert durchsichtig ist, aber ich habe fest vor, daraus einen Rock zu nähen. Vielleicht finde ich bei euch dazu noch Inspiration für die Umsetzung?

Na wie schaut es bei euch aus? Habt ihr schon konkrete Pläne? Wenn ja, dann zeigt uns Schnitt und Stoff, denn wir sind schon neugierig. Oder seid ihr noch am Überlegen? Dann lasst uns an euren Überlegungen teilhaben. Wir sind sicher: auch für euch gibt es den perfekten Rock.

(Beim nächsten Mal (12. 6.) gibt es ein Tutorial von Sybille für einen anfängertauglichen Rock und die Möglichkeit, sich hier zu verlinken, um von Modell- und Stoffentscheidungen, Fortschritten und Problemen zu berichten und Hilfe zu bekommen.)


Mittwoch, 1. Juni 2016

Me Made Mittwoch mit Gastbloggerin Nadelbernds Nähkästchen

Einen wunderschönen Guten Morgen und herzlich willkommen zum Me Made Mittwoch!

+++++++++++++++++++++++
Wir möchten euch noch an kommenden Sonntag erinnern, da beginnt der rockige Sew Along, wir freuen uns über eure vielen netten Kommentare und auf ein gemeinsamen Rocknähen!
+++++++++++++++++++++++

Mein Name ist Nadine, ich freue mich sehr heute Eure Gastgeberin sein zu dürfen. Normalerweise blogge ich seit 2013 zusammen mit meinem grummeligen Assistenten auf nadelbernds*nähkästchen.




In den letzten Wochen überlegte ich fieberhaft, mit welcher Eigenkreation ich denn nun bloß hier vortanzen soll. Wer ab und zu bei Nadelbernd und mir vorbeischaut ahnt bereits, dass es mit ziemlicher Sicherheit schon mal keine Hose ist, denn am liebsten nähen wir Kleider und Röcke, bevorzugt weit schwingend und manchmal mit fragwürdigen Mustern. Meinem Beuteschema bin ich treu geblieben, allerdings habe ich es erweitert und endlich meine Oberteilnähschwäche überwunden. Also zeige ich Euch heute in Premiere ein zweiteiliges selbst genähtes Outfit:

Das blusenartige Top stellt für den Start meiner Oberteilkollektion keine wirkliche schnitttechnische Herausforderung dar, dafür ist aber der Stoff etwas ganz Besonderes, nämlich ein budgetsprengender Seidentraum vom Stoffmarkt in Frankfurt. Das Blumenmuster in den tollen Farben hat sämtliche Stoffkaufsicherungen durchbrennen lassen und ich musste ihn einfach haben, platzendes Stofflager hin oder her!










Der Schnitt ist ein simples Top mit eingelegten Falten am vorderen Ausschnitt und wunderbar fix zu nähenden Raglanärmeln (Nr.22 aus der Fashion Style 04/2015). Da ich es schon ein paar Mal erfolgreich genäht habe waren hier keine Schwierigkeiten zu erwarten -bloß keine Experimente mit normalen Ärmeln oder gar Knopflöchern bei diesem flutschigen und empfindlichen Stoff!

Trotzdem war das Nähen eine aufregende Sache, denn weil die Seide mit dem leuchtendem Blumenprint so teuer war, habe ich natürlich stundenlang die Schnittteile hin und her geschoben um die Blüten möglichst optimal zu platzieren und ziemlich lange gezaudert den Stoff tatsächlich zuzuschneiden. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut, der fließende Stoff fühlt sich schön auf der Haut an und die intensiven Farben machen sofort gute Laune.  Ab und zu auch mal in hochwertige Stoffe zu investieren lohnt sich wirklich!




Der Rock aus einem grau-grisseligen Baumwollcoupon (ebenfalls vom holländischen Stoffmarkt) ist mit seiner raueren Struktur und den abgesteppten Falten ein schöner Kontrast zu der schimmernden Flapperbluse. Genäht ist er nach "Zinnia", einem als  "quick & easy" kategorisierten Schnitt von Colette Patterns. Einfach ist er schon, wirklich schnell fand ich ihn allerdings nicht zu nähen, die Faltenlegerei hält ziemlich auf, lohnt sich aber. Besonders gefallen mir an diesem Rock auch die Gürtelschlaufen und die praktischen Taschen. Weil der Baumwollstoff im Gegenlicht relativ durchsichtig ist, habe ich noch einen Unterrock aus flaschengrünem Futterstoff ergänzt.

"Zinnia" ist mein erstes Teil nach einem Colette Download Schnittmuster. Das Zusammenkleben nervt natürlich, erst recht bei den großen Schnittteilen des Rockes, dafür muss man aber auch nicht auf den Postboten warten. Trotz englischer Anleitung war alles dank jeder Menge aussagekräftiger Abbildungen gut verständlich. Positiv aufgefallen ist mir, dass bei vielen Anweisungen erklärt wird, warum man dieses und jenes tun sollte. Ich neige nämlich gelegentlich dazu Arbeitsschritte, die ich nicht nachvollziehen kann, einfach zu übermurksen. So habe nun auch ich begriffen, wie man einen Bund mit Knopfverschluss in schön nähen kann.

Wie Ihr sicher schon erkannt habt, sind die Fotos bei einem Besuch in Berlin entstanden. Neben dem Abklappern typischer Touri-Sehenswürdigkeiten im Regierungsviertel und auf der Museumsinsel waren wir viel in Kreuzberg und Umgebung unterwegs. Wie oft habe ich beim MMM schon vom legendären Maybachufer Stoffmarkt gelesen und nun konnte ich dort auch endlich nach Stoffen stöbern. Leider nicht auf dem "richtigen" Stoffmarkt, denn der findet nur samstags statt, aber der türkische Markt (immer dienstags) war auch hübsch und ein Erlebnis. Neben günstigen Stoffen gibt es jede Menge Krimskrams und orientalische Leckereien.

In der quirligen Oranienstraße mit ihren vielen individuellen Lädchen habe ich dann sogar noch die perfekte Tasche für mein Outfit entdeckt:




Jetzt aber Bühne frei für Eure Projekte, ich bin gespannt was Ihr Schönes genäht habt!


Sonntag, 29. Mai 2016

Let's rock - der Sommer-Rock-Sew-Along


Na, wie wär's? Hättet ihr Lust, gemeinsam mit uns einen Sommerrock zu nähen?

Ein Sommerrock ist das perfekte Anfängerinnenstück für diejenigen, die vielleicht schon nähen könnnen, sich aber noch nicht an Damenbekleidung trauen. Vielleicht habt ihr eine Freundin (die stets eure selbstgenähte Garderobe anschmachtet, aber immer behauptet, dass Nähen nichts für sie sei), für die ein Sew-Along ein guter Einstieg wäre? Vielleicht bist du eine stille MMM-Bewunderin und brauchst nur einen kleinen Stups, um es auch mal mit dem Nähen-für-dich zu versuchen. Das wäre jetzt die perfekte Gelegenheit!

Doch auch geübte Näherinnen können an selbstgenähten Röcken viel Freude haben und sich mit interessanten Schnitten und aufregenden Details Herausforderungen schaffen, die wahre Meisterstücke sind.

Ganz egal, wie näh-erfahren du bist, du bist herzlich willkommen, bei unserem Rock-Sew-Along mitzunähen. Am 5. Juni geht es los!

Und so sieht der Terminplan aus:

5.6. Inspiration, Schnitte und Materialien

12.6. Es geht auch ganz einfach: Sybilles Ein Tag ein Rock-Workshop

19.6. Details, Details, Details - Rockbund, Taschen und Säume

26.6. Finale: Der Sommer und die Sommerferien können kommen!

An jedem der vier Sonntage gibt es einen Post von uns und die Gelegenheit für euch, Eure Blogbeiträge hier zu verlinken, damit wir uns gegenseitig beraten und helfen können. Sew Alongs leben von den Kommentaren: Es wäre toll, wenn ihr mitnäht und/oder anderen bei Fragen und Problemen hilfreich beiseite steht!

Mittwoch, 25. Mai 2016

Motto MMM "Animalprint" am 25.5.2016


Hallo und herzlich willkommen zu einem besonderen Me Made Mittwoch, denn heute haben wir wieder ein Motto - oder um es anders zu sagen: heute gehts hier tierisch ab! Heute ist erlaubt, was gefällt: Vögel, Marienkäfer, Schnecken, Bären ... und natürlich alle Stoffe, deren Druck oder Material an Tierfell erinnert. Wir freuen uns auf einen bunten zoologischen Garten.

Wir sind gespannt, ob auch ihr eine gewisse Vorliebe für tierische Muster auf eurer Kleidung hegt. Uns hat dieses Motto jedenfalls riesig Spaß gemacht und wir freuen uns sehr, euch mal wieder gemeinsam begrüßen zu dürfen.

Es lebe die Vielfalt - das können wir jeden Mittwoch beim MMM entdecken. Diese Vielfalt in Mensch- und Tierreich macht das Leben erst spannend. Das gilt für uns als Team, für uns als Community und natürlich auch für selbstgemachte Kleidung: jedem Tierchen sein Plaisierchen. Wie schön, dass so viele unterschiedliche Menschen am Me Made Mittwoch teilnehmen und so vielfältige Geschmäcker haben!

"Es wird mir eine ausgeprägte Affinität zu Tiermustern nachgesagt, bei Flohmarkt-ausmuster-Tätigkeiten ist mir klar geworden, stimmt nicht.
So viele Animalprint-Teile besitze ich gar nicht, was anderen die Blumen sind mir halt die Tiere." Sybille von dasbürofürschönedinge

"Ich, Nina von Kleidermanie, habe meinen ganzen Mut zusammen genommen und ein Kleid aus einem Stoff mit Animalprint genäht und bin über das sehr positive Ergebnis ausgesprochen überrascht."

"Die Natur ist die größte Farb- und Musterkünstlerin, die ich kenne. Deshalb liebe ich schon seit langem neben den Blumenstoffen auch solche, die der "Tierbekleidung" nachempfunden sind - egal ob Schlange oder Leo..." Dodo von Dodosbeads

"Stoff mit Tieren darauf zu suchen, ist für mich wie eine Schatzsuche, nach dem Motto "Blumen kann doch jedeR". Mit Tierchen auf Stoffen kann frau ebenso viel "falsch" machen, wie mit Blümchen, die einfach nicht zu dem Mensch passen wollen. Genau das ist die Herausforderung, auf die ich immer wieder Lust habe." Meike von crafteln

"Ich Karin von dreikah habe ein Jerseykleid nach meinem bewährten Baukastensystem aus Baumwolljersey mit Schwänen genäht. lch bin mir nicht sicher, ob Tiere auf Stoff und Baumwolljerseys noch die Chance haben meine Freunde zu werden. Oder ob es bei mir nur zum sterbenden Schwan reicht."

"Während Animalprints seit Jahrjahrzehnten ganz selbstverständlich zu mir und in meinen Kleiderschrank gehören, war ich erstaunt, dass ich aber auch Kleidung mit Tiermotiven besitze. Wo der Grat zwischen mondän und billig, bzw. zwischen stylisch und kindisch verläuft, kann ich nicht definieren. Aber ich bin ja auch nicht die 'Brigitte.'" Wiebke von Kreuzberger Nähte

"Den Animalprints habe ich mich langsam genähert. Eine Entdeckungsreise, die immer noch nicht abgeschlossen ist. Leo, Ozelot oder Jaguar geht schon seit ungefähr 2 Jahren, das habe ich von Wiebke gelernt. Schlange habe ich, dank Sybille, inzwischen auch schon vernäht." Claudia von buntekleider

"Mit Fellprints kann man mich nicht locken, aber aus bunten Tierstöffchen habe ich schon viele Täschchen genäht. Nicht ganz so bunte Tierstoffe für erwachsene Kleidung muss man manchmal ganz schön suchen. Umso wertvoller sind einem die Schätzchen wenn man welche findet. Meine Schwänchen auf dunkelblau habe ich in China geordert. Das Umstandskleid ist noch mitten in der Umstrukturierungsphase und leider habe ich heute noch kein Foto für Euch..."
Katharina von sewing addicted 
 

"Tiermotive in seriösen Farben sind genau das Richtige für Tierstoff-Anfänger wie mich. Felldrucke und Schlange kann ich mir an mir nicht so gut vorstellen – noch nicht, muss ich wohl sagen, denn der Me made Mittwoch hat mich schon oft dazu gebracht, Neues auszuprobieren und meinen Horizont zu erweitern." Lucy von Nahtzugabe


"Leomuster etc. waren für mich bisher immer Tussikleidung. Ich wurde eines besseren belehrt. Es muss nicht immer billig aussehen. Spätestes seit dem Prada Sew Alanog bin ich Schlangen- und Wildtierinfiziert. Es wurde sogar dafür gesorgt, dass solch Stoffe zu mir in die Freiburger Provinz kamen. Wo ich diese vergeblich suchte.
Monika von wollixundstoffix


Das war unsere ganz individuelle Sicht auf Tierstoffe, und jetzt kommt ihr. Wir sind gespannt, wie es euch mit dem Motto geht und welche Tierchen ihr eingefangen habt, um daraus etwas Schönes zu zaubern. Natürlich dürft ihr auch - wie gewohnt - mit anderer, selbstgefertigter Kleidung am Me Made Mittwoch teilnehmen!



Freitag, 20. Mai 2016

Motto Me Made Mittwoch "Animalprint"

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr wir uns auf nächsten Mittwoch freuen, da dieser unter dem Motto "Animalprint" bzw. "Tierdrucke" steht. Gespannt warten wir auf eure Umsetzung.

Erlaubt ist alles, was gefällt: Vögel, Marienkäfer, Schnecken, Bären, ... und natürlich alle Stoffe, deren Druck an Tierfell erinnert. Wir erwarten einen bunten zoologischen Garten.


Natürlich darf auch jede andere selbstgemachte Kleidung gezeigt werden. Zieht an, was ihr für euch selbst genäht, gestrickt oder gehäkelt habt und verlinkt es beim Me Made Mittwoch!

Allen LeserInnen wünscht das Me Made Mittwoch Team ein schönes, sonniges und warmes Wochenende!!

Mittwoch, 18. Mai 2016

MeMadeMittwoch am 18.5.2016

Herzlich Willkommen zum MeMadeMittwoch am heutigen Eisheiligen-Mai-Mittwoch!
Ich heisse Katharina und blogge unter Sewing addicted.


Viele von uns machen ja beim MeMadeMay mit, ist das doch schliesslich die Mutter des MeMadeMittwoch. Der MeMadeMay findet jedes Jahr statt und wird veranstaltet von einer englischen Bloggerin, die Teilnehmer posten jeden Tag (vor allem auf Flickr) was sie selbstgenähtes tragen. Für mich findet der mmmay16 diesmal vor allem auf Instagram statt, das ist so praktisch da, man lädt flott ein Foto hoch und schreibt drei Wörter dazu, ganz simpel mit dem Handy und der App. Ich bin noch nicht so lange auf Instagram und ich finde es wirklich ganz nett. Wenn ihr mich sucht, ich heisse dort sewingkatharina. Heute gibt es mal einen kleinen #mmmay16 Wochenrückblick mit eben jenen Handyfotos, nicht ganz vollständig, wer wird so pingelig sein. Und alles mit ollen Kamellen, denn:

Beim MeMadeMay soll man sich selbst eine Herausforderung stellen (im Original heisst es pledge), das finde ich immer ein bisschen schwierig. Da ich aber dieses Jahr ein paar Kilos abgenommen habe wollte ich gerne meinen Schrank durchforsten nach den älteren Sachen, die jetzt wieder passen. Und dabei auch das aussortieren, was zwar wieder zur Figur passt, aber nicht mehr zu meinem Leben Huch, was ein Satz! Aber ihr kennt das bestimmt, da liegen Sachen im Schrank die man nicht wegtun kann, nur für den Fall, daß man mal wieder zehn Kilo weniger wiegt. Die Frage ist, will man die dann überhaupt noch anziehen?



Also einige Sachen habe ich mit großer Freude wieder in meine Garderobe aufgenommen, z.B. alle Knotenkleider, hurra! Selbst dieses eher etwas enge aus Ringeljersey, es hat keinen Stretch.
Den Schnitt muss ich direkt mal suchen.



Hier mal ein Bild von unterwegs, aus einer Klamottenabteilung...aber natürlich für Herren, Frau braucht da ja nix.
Ein Dauerbrenner ist diese Jacke, eigentlich ist es eine Regenjacke, aber aus sehr fest gewebter Baumwolle, der Gürtel war leider schnell verloren. Ich trage sie immer wieder gerne, sobald es warm genug ist, so war das garnicht gedacht als ich sie genäht habe.
Ich sag Euch, grau hat immer Saison! Hier hab ich dazu geschrieben (Beim Aufrufen der alten Blogposts wundere ich mich dann schon kurz...). Da drunter das Knotenkleid in dunkelblau.


Sonntags hatte ich morgens und abends zu tun und dafür gab es das schwarze Coat dress. Da war das zu klein sein besonders fies, denn die Ärmel hatte ich aus Versehen ein oder zwei Größen zu klein kopiert, die sind leider immer noch zu eng.


Zu Hause rumgammeln im Knotenkleid, die wenigstens optisch wärmende Sommerblumenvariante.
.

Heute habe ich dann mal alle Webstoffkleider durchgesehen. Vor allem die mit Ärmeln haben echt Schwierigkeiten im Alltag zu bestehen, wenn ich ehrlich bin. Gut, viele langärmelige Kleider sind eher festlich und damit sowieso nichts für den Alltag, aber ich habe doch einiges aussortieren können. Sommers trage ich viel Webstoff, alles ohne Ärmel, da kommt nichts weg von.
Ich habe mich beim Durchschauen gefragt welches Kleid ich ohne zu Zögern anziehen würde. Bequem, trotzdem schick, und mit Wohlfühlcharakter, d.h. nichts wo man zuppeln muss, kein Ausschnitt der doch zu tief ist, Ärmel, die einschnüren, kein Rock der hochrutschen kann. Manchmal darf einfach nichts nerven, kennt ihr das?
Dafür habe ich dieses Kleid:


Das blauweisse macht einfach gute Laune, tatsächlich ist es ziemlich bequem, sogar auf dem Sofa. Und man ist einfach gut angezogen.
Der Blogpost dazu ist hier, leider hat es schon ein bisschen gelitten, das sieht man im Vergleich. Ich könnte ja mal einen Nachfolger nähen, einfarbig wäre bestimmt auch ganz interessant.


Uniform lässt grüßen, aber bei blauweiss ruft mein Farben-Ich ganz laut JAA!

 Vielleicht sollte ich mir auch so ein Käppi zulegen 


Und womit übersteht ihr die kalten Mai-Tage wo man was langärmeliges braucht?