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Mittwoch, 6. Mai 2026

Me Made Mittwoch am 06. Mai 2026

Heute darf ich, Melanie (500 days of sewing) euch zum Me Made Mittwoch im Mai begrüßen und ich habe auch einiges zu zeigen. Eigentlich wollte ich nur mal eben die Barrel Leg Jeans von smartPATTERN für mich testen und daraus wurde dann irgendwie eine komplette Outfitreihe. 

Aber von vorn: Angenfangen hat alles mit der ersten Probe aus einem rosa Twill. Ein Fehlkauf (ich hatte einen anderen Farbton erwartet), den ich dann ruhigen Gewissens als erste Probehose verwenden konnte. 


Ich hatte mir den Schnitt bereits im September 2025 nach meinen Maßen konfigurieren lassen. Das war noch vor der Konfiguration meiner Girlfriend Jeans, von der ich ja mittlerweile weiß, dass meine Einschätzung der Po-Form leider falsch war, was dazu führte, dass die Hose hinten nicht hoch genug war und vor allem beim Sitzen zu viel Einblick erlaubte. Hier hatte ich zusätzlich noch das Problem, dass der Bund sogar richtig weit Abstand beim Hocken, weshalb ich diese Hose nur mit Gürtel tragen kann. 


Diese Hose hat aber (im Vergleich zur Girlfriend Jeans) eine derart andere Form, dass ich mir eine eigene Anpassung diesmal nicht zugetraut habe. Außerdem hatte ich sie im letzten Jahr leider mit einem tiefen Schritt konfiguriert, was dazu führt, dass ich mir (vor allem ohne Gürtel) permanent die Hose höher ziehen möchte. Eine neue Konfiguration musste also her, denn irgendwie mochte ich die Barrel Leg Form und wollte ihr gerne noch mal eine Chance geben mit richtiger Passform. Ich habe sie mir daher noch mal komplett neu konfigurieren lassen. Wieder mit der mittleren Beinform (also nicht die ganz starke Barrel Leg Ausprägung) Aber nun auch für diesen Schnitt mit der richtigen Poform und zusätzlich etwas enger in der Taille, was eine richtig gute Passform ergab: 


Außerdem habe ich diesmal die normale Schritttiefe gewählt, 2 Knieabnäher statt nur einem und die 7/8 Variante, weil der Sommer ja vor der Tür steht und es sich irgendwie so auch mehr lohnte den gleichen Schnitt erneut zu kaufen. Für die zweite Probe hatte ich diesen knallpinken leichten Twill gefunden, der aber eigentlich (viel dunkleres) Fuchsia hätte sein sollen. Aber nachdem die Hose eh schon so auffällig war, hatte ich große Lust darauf sie mit einem orangenen Shirt zu kombinieren. Ich hatte leider keinen orangenen Stoff, weshalb ich einen weißen Jersey Orange gefärbt habe. Auf dem folgenden Bild sieht man auch sehr gut wie breit der Hosensaum ist.


Sogar so breit, dass die Hosenbeine sich permanent berühren beim Laufen. Irgendwie hatte ich das bei der langen Version nicht und fand es auch etwas störend, weshalb ich sehen wollte, ob mir ein schmalerer Saum besser gefallen würde. Direkt am darauffolgenden Wochenende habe ich daher die nächste Hose zugeschnitten und dem vorhanden Schnitt einfach weitere Abnäher verpasst. 


Eigentlich ist daraus noch mal ein komplett anderer Look enstanden. Ich bin mir selber nicht so sicher welche Variante ich hübscher finde. Aber praktischer ist definitiv diese letzte Variante. 


Auf jeden Fall hat meine Neugier dafür gesorgt, dass ich am Ende drei statt nur eine Hose hatte :)


Dieser Beitrag für die Hosen ist übrigens nur die Kurzfassung. Auf meinem Blog zeige ich mehr Details der Hosen, inklusive Innenansichten (bunte Taschen und so), ein paar mehr Bilder zur Passform und ich zeige und erzähle auch noch ein bisschen mehr zu den Shirts die nämlich auch alle „nebenbei“ für die Barrel Legs enstanden sind. Also wer es gerne ausführlicher mag, darf gerne noch dort vorbei schauen. 

Ich freue mich jetzt erstmal über eure Verlinkungen und bin gespannt ob es bei euch schon sommerliche Garderobe zu sehen gibt.




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Mittwoch, 3. Dezember 2025

Me Made Mittwoch am 03. Dezember 2025

Hallo und herzlich willkommen zum letzten Me Made Mittwoch im diesem Jahr. 

Mein Name ist Melanie und ihr findet mich auf meinem Blog und Instagramaccount unter dem Namen 500 days of sewing. 


Heute will ich mal berichten, dass nicht immer alles glatt geht und zum erwünschten Ergebnis führt. Ich glaube gerade bei Hobby Näherinnen die schon lange und gut Kleidung nähen und die oft auch sehr komplizierte und aufwändige Kleidung zeigen, geht das etwas unter. Deswegen zeige ich euch heute zwar auch ein Erfolgserlebnis, aber eben auch eines, bei dem einiges schief lief und das auch am Ende - trotz vieler Anpassungen unperfekt bleibt.

 

Fangen wir mal mit dem Erfolgserlebnis an:

Ich habe mir einen Ribjersey gekauft und als ich ihn in den Händen hatte, fiel mir sofort ein Schnittmuster ein, das ungenäht seit 2018 auf meiner Festplatte schlummert. Ein Longarmshirt von Viki Sews. Mein Tablet übersetzt den Namen als JULI..?




Als ich es gekauft hatte, gab es entweder noch gar keine Englischen Schnitte des Labels oder aber nur dieses Shirt noch nicht in der englischen Übersetzung. Aber ein Shirt lässt sich ja gut ohne Anleitung nähen.

Ich bin aber froh, dass ich mir zumindest die Bilder doch noch angeschaut habe, denn so habe ich gesehen, dass die Seitennähte von Vorder- und Rückteil geschlossen werden, der Ärmel ebenso und dieser anschließend eingesetzt wird. Bilde ich es mir ein, oder sieht das tatsächlich gleich viel besser aus als alles in einem Rutsch geschlossen?



Ausgewählt habe ich den Schnitt vor allem, weil er so hübsch eng anliegt (an den Schnittteilen sieht man schon gut wie sehr die auf Figur geschnitten sind) und ich gerne ein Winter-Unterzieh-Shirt nähen wollte. Langarmshirts sind (drunter gezogen) wahrscheinlich mein meistgetragenes Kleidungsstück im Winter und - gerade wenn ich ein Shirt hauptsächlich als Unterziehshirt nutze - mag ich es am allerliebsten wenn es überall richtig doll anliegt ohne einzuengen. Ich glaube dieser Schnitt und dieser Ribjersey sind für diesen Zweck perfect match.

Ich habe die Größe 38 gekauft und die Länge 170-176 obwohl ich nur 169 cm groß bin. Und ich mag SEHR wie es sowohl an den Armen ausreichend lang ist, als auch deutlich über die Hüfte geht und damit auch wunderbar IN der Hose getragen werden kann.

 

Hose wäre mein nächstes Stichwort. Auch die Hose ist vor kurzem entstanden. 



Und auch der Schnitt zur Ash Jeans (von Megan Nielsen) staubte lange ungenäht (in diesem Fall seit 2020) vor sich hin. Als ich ihn kaufte, hatte ich irgendwie doch hauptsächlich Boyfriend Jeans getragen. Aber nun war mir mal nach einer Skinny Jeans. Grund war die nasskalte Jahreszeit. Denn weite Boyfriend-Jeans-Beine lassen sich einfach nicht in Stiefel verstauen. Und der Hunderundenalltag zeigt halt, wie schnell Hosenbeine dreckig werden, wenn sie sich außerhalb der Schuhe befinden.

 

Ich wusste ja, dass ich den Schnitt bereits als Plot verfügbar hatte und konnte mich dann gleich ans Nähen machen. Erste Ernüchterung: Ich hatte damals leider nicht SKINNY plotten lassen sondern SLIM.

Weil ich nicht auf einen neuen Plot warten wollte (und erstrecht nicht kleben wollte) habe ich die Slim Variante genäht, mit dem Plan die später entsprechend enger zu nähen. Tja… Meine gewählte Größe 30 war dann aber so eng, dass ich Skinny frei haus bekam. Nur ab Unterschenkelhöhe hab ich es noch etwas mehr abgenäht, aber auch dazu gleich noch mal mehr…

 

Obwohl die Hose bereits sehr eng war, musste ich am Yoke ein wenig was weg nehmen. Das muss ich immer machen, weil die Hosen sonst bei mir am Rücken weit abstehen. Entsprechend muss ich dann auch den Bund immer noch kürzen. Den Rest hatte ich dann so belassen und zunächst auch wirklich für gut befunden. War Slim halt „mein Skinny“, macht ja nichts.

 

Inzwischen, wenn ich die Fotos betrachte sehe ich das anders. Was ich bei der Anprobe vor dem Spiegel nämlich nicht gesehen habe:


 

  1. Katzenbart im Schritt (kann man je nach Stärke auch lassen)
  2. Beine doch nicht eng genug. Ich hatte mich nicht getraut super eng zu werden unterhalb des Knies. Zum einen, weil ich kein Teenager mehr bin und mir wirklich nicht sicher bin, ob ich komplett eng anliegend tragen mag / an mir sehen mag. Aber auch, weil ich dachte so würde es reichen für Stiefel. Hm… Erster Test in Gummistiefeln bei einem Regenspaziergang zeigt: Da wäre schon noch viel Luft nach oben und enger….
  3. Ziehfalten am Po. Mal auf der einen, mal auf der anderen Seite - je nachdem wie ich stehe. Ich denke ich hätte doch eine andere Größe gebraucht.

Ich würde die Hose schon als tragbar ansehen. Aber wirklich zufrieden bin ich nicht und werde das mit Skinny noch mal komplett von vorne angehen müssen. Die Skinny-Version in Größe 30 (die ich dann nachträglich noch hab plotten lassen)  ist so viel kleiner als die Slim 30 - mit der brauche ich es nämlich gar nicht erst versuchen. 


Schade ist es um die Potaschen. Mit denen hätte ich mir mal lieber erst später so große Mühe gegeben… Weil meine „Bentejeans“ ja leider kaputt ist (für die hatte ich Bente „aufgeteilt“ in 2 Stickereien für beide Hosentaschen), wollte ich gerne wieder eine Jeans mit Bente-Silhouette haben. Diesmal habe ich mich fürs Nähen statt sticken entschieden und habe mithilfe von Procreate ein Foto von Bente nachgezeichnet, auf bedruckbarem Vlies ausgedruckt und mit der Nähmaschine nachgenäht. Das Vlies ist auswaschbar und es bleibt nur die hübsche Naht die aussieht wie von freihand genäht 😃

Die zweite Potasche hat ein Herz nach der selben Technik bekommen:



Optisch bin ich wirklich runderherum zufrieden mit meiner Ash. Jetzt zeige ich euch noch kurz die Inneansicht und weitere Details der Jeans…



..und dann freue ich mich über eure Verlinkungen und bin sehr gespannt was ihr genäht habt.


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Mittwoch, 2. Juli 2025

Me Made Mittwoch mit neuen Regeln am 02. Juli 2025

 



Hi, ich bin Melanie vom Blog 500 days of sewing und ich darf heute den Me Made Mittwoch eröffnen, euch mein neues Top zeigen und auch noch ein paar neue Regeln bekannt geben. 

Aber fangen wir mal mit meinem Top von Merchant and Mills an:


Wir alle kennen diese Schnitte, die sofort ein „will-haben-Gefühl“ erzeugen. Die müssen sofort gekauft werden und oft überlege (oder kaufe) ich mir parallel schon den passenden Stoff. Und auch in meiner Planung steht der Schnitt natürlich dann ganz weit oben auf der Liste.


Das Gyo Top ist so ein Fall. Ich hab sogar Stoff und Schnitt im selben Onlineshop gekauft, den es aber schon lange nicht mehr gibt. Das war nämlich 2019. Upsi…. Der Stoff war ein Tencel-Leinen „slub rust“.



Eine direkte Umsetzung hat also schon mal nicht geklappt.  Ein Jahr später, kurz nachdem wir meinen Zuschneidetisch gebaut hatten, hab ich mir den Schnitt sogar sichtbar aufgestellt. Nicht weil der Umschlag so hübsch ist, sondern wirklich als Erinnerung ihn bald zu nähen. 



Nur weitere 5 Jahre später war es nun soweit ;)



Zunächst einmal war ungewohnt, dass wirklich jedes Schnittteil nur 1 x zugeschnitten wird. Nichts doppelt aber auch nichts im Bruch. Musste direkt mal den Stoff der schon aus Gewohnheit doppelt auf dem Zuschneidetisch lag wieder auseinanderfalten. Auch die Schnittteile sehen spannend aus. Vor allem aber die Nähweise fand ich sehr interessant. Durch 2 verschiedene Belege vorne und hinten verschwinden die offenen Kanten beider Träger.


Aber nun zu den komischen Dingen am Schnitt. Ich war laut Tabelle exakt Größe 12. Das hat mich schon gewundert. Aber da ich noch nie einen Schnitt von Merchant and Mills genäht habe und mich mit UK Größen jetzt auch nicht sooo gut auskenne, hab ich der Tabelle vertraut. Beim Zuschnitt dachte ich dann schon, dass es wirklich groß aussieht, schob das aber auf den Oversize-Schnitt.


Bei der Anprobe passte dann… eine Seite!! Also die Seite mit dem dünnen träger passte unterm Arm perfekt. Die Seite mit dem breiten Träger stand unterm Arm richtig doll weit ab. Ich hatte wirklich eine riesige Stofföffnung aufklappen. Ich habe dann Schrittweise abgenäht und war am Ende mit meiner Naht 2,5 cm weiter innen, musste also ingesamt 5 cm rausnehmen. 



Da auch die Bust Darts nicht wirklich auf meiner Brust landen, würde ich mal sagen, dass ich insgesamt doch eher 2 Größen zu groß genäht habe. Denn auch der Rücken hat leider zuviel Stoff, wenn ich keinen Buckel mache. 



Es werden ganze 6,5 cm Saum umgenäht. Mein erster Plan war, den Hinweis nicht zu befolgen und das Top deutlich länger zu lassen, damit ich es auch in eine Hose oder einen Rock stecken kann. Leider ist das Top dafür aber wirklich zu voluminös, es sieht komplett reingesteckt nicht schön aus. Schade, denn dann hätte es das sehr passende Rockgummi meines Rockes „Helene“ von Louloute nicht überdeckt (DEN habe ich übrigens 2020 genäht).


Ich mag das Top trotz seiner vielen kleinen Schönheitsfehler und nötigen Anpassungen und werde es auch tragen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich es noch mal nähen werde, denn die verschiedenen Träger gefallen mir überraschend gut an mir. Aber ich werde es dann definitiv kleiner nähen.


NEUE REGELN

Jetzt möchte ich aber noch ein paar Worte zu den neuen Regeln sagen. Wir haben uns im Team in den letzten Monaten viele Gedanken darüber gemacht wie zeitgemäß unsere Regeln noch sind und uns lange darüber beratschlagt, was wir unbedingt beibehalten wollen (z.B. keine Werbung, keine Accessoires) und was wir gerne lockern / erlauben möchten und eigentlich sogar richtig gerne sehen wollen in Zukunft: Lange Zeit war es so, dass nur Werke von Frauen für sich selber gezeigt werden sollten. Aber die Realität ist ja, dass viele auch gerne für andere nähen und daraus einfach auch wundervolle Werke enstehen. Einige nähen für die Freundin, andere wiederum für den Ehemann usw. Die Liste ist lang (und wir zählen in den vollständigen Regeln auch deutlich mehr auf). Zusammengefasst: Zeigt uns das gerne, aber lest euch bitte vorab die genauen Regeln einmal durch. Auch die Verlinkungszeiten haben sich geändert. 

Ich verlinke euch die Regeln hier, und ihr findet sie dauerhaft unter dem Menüpunkt „Wie funktioniert der MMM? The Rules“


Und weil sich insgesamt ja einiges ändert, bekommt ihr zusätzlich noch eine kleine Tabelle mit einer Kleidungsübersicht an die Hand, damit ihr jederzeit schnell nachschauen könnt, was für den Me Made Mittwoch erwünscht ist. Ihr findet sie ganz am Ende des Beitrages auf der Seite der ausführlichen Regeln.


Wir freuen uns sehr dass der Me Made Mittwoch euch nun schon so lange Freude bereitet und wir hoffen sehr, dass euch die Neuerungen auch gefallen.


Euer Me Made Mittwoch Team 




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Mittwoch, 2. Oktober 2024

MeMadeMittwoch am 02. Oktober 2024

Ich freue mich sehr den herbstlichen Oktober MeMadeMittwoch für euch zu eröffnen. Wir befinden uns mitten in meiner Lieblingsjahreszeit und es ist wie jedes Jahr: Kaum zeigt der Herbst sich, füllt sich meine To Sew Liste rasant und ich weiß (nach langer Sommernähflaute) gar nicht, was ich zuerst nähen könnte und was ich wohl am dringendsten brauche. Mein Blog 500daysofsewing.de wird sich also demnächst auch wieder füllen ;)

Ich habe dort auch kürzlich meine erste Erfahrung mit einem Schnitt von Tessuti Fabrics geteilt. Auch heute geht es um einen Schnitt dieser Firma und es ist ebenfalls eine Walkjacke: Die Berlin Jacket.

Mit der Verona Jacket (gerade erst verbloggt, aber schon vor 2 Jahren genäht) war ich (bis auf die persönliche Stickerei) nicht so wirklich zufrieden. Ganz anders verhält es sich aber mit der Berlin Jacket, die ich erst vor 2 Wochen genäht habe:

Auch wieder ein Schnitt für Walk / gekochten Wollstoff. Aber diesmal eine Art Oversize Cardigan. Genau das richtige für sonnige Herbsttage, an denen es für noch zu warm für eine Jacke ist, aber deutlich zu kalt ohne. 

Zugeschnitten hatte ich die Walkjacke bereits vor 2 Jahren. Seitdem wartete sie vorwurfsvoll in einer durchsichtigen Box darauf endlich genäht zu werden. Die Applikation hatte ich auch schon 2022 platziert. Sogar mit Probe vorab. Es ist ein kleiner sehr flauschiger Hund der im Original einen langen Winterschal trägt. Ich habe das Motiv abgewandelt so, dass er nur ein Halsband trägt. Für mich ist er so etwas weniger kitschig. Die Probe lief gut. Ich hatte mich für die tatsächliche Jacke nur für ein dunkleres Halsband entschieden, damit es sich besser von der Hundefarbe abhebt. 


Als ich die UFO-Teile nun wieder hervorgekramt habe, war ich nicht so glüklich damit, dass die Rückseite der Applikation später sichtbar sein wird. Es handelt sich ja um eine ungefütterte Jacke die sogar verschlusslos ist. Das würde sicher des öfteren hervorblitzen.. .Also hab ich kurzerhand entschieden, dass ich meine Probe auch verwende und daraus eine Innentasche mache. So verdecken sich die Applikations-Rückseiten gegenseitig. 


Damit die untere Naht - die ja nun auch außen sichtbar sein wird - kaum auffällt, hab ich die Taschen anders platziert als im Schnitt vorgesehen: Sie sind nun etwas höher. Das finde ich aber sogar richtig gut. 


Alles andere habe ich wie in der - recht gewöhnungsbedürftigen - Anleitung beschrieben gemacht. 

Ich muss gestehen ich war nach dem Kauf der beiden Anleitungen etwas gefrustet. Die sind wirklich nicht schön! Mir ist die Optik und die Übersichtlichkeit von Nähanleitungen tatsächlich sehr wichtig. Ich mag schön gestaltete und dennoch schlichte Anleitungen mit technischen Zeichnungen und vielen Skizzen für die einzelnen Nähschritte. Aber hier erhält man leider eine komplett in Courier New (? - jedenfalls schreibmaschinenstil) geschriebenem Text und massig schlecht belichtete Fotos. Ich will mich nicht zu doll beschweren, denn alles ist trotzdem erkennbar und die Anleitung führt dennoch gut zum Ziel. Aber durch die ungewohnten Nähschritte (es wird ja nie etwas verstürzt und die Kanten bleiben offen, selbst wenn es Belege gibt) und die wirklich nicht schöne Anleitung hat mir irgendwie der Nähspaß gefehlt. 

Da die Jacke aber verhältnismäßig schnell genäht ist, will ich das mal nicht zu hoch bewerten. Und mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden.


Jetzt freue ich mich auf eure Werke und bin sehr gespannt ob ihr schon Kleidungsstücke für die kältere Jahreszeit verlinken werdet. 


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Mittwoch, 3. April 2024

Me Made Mittwoch am 03. April 2024

 Herzlich Willkommen zum Me Made Mittwoch im April.

Ich bin Melanie und meine Nähprojekte zeige ich für gewöhnlich auf 500daysofsewing.de

Aber heute bringe ich die sonnigen Bilder extra auf den Me Made Mittwoch Blog, für den Fall, dass es bei euch grad genauso trüb aussieht.


Ich zeige heute einen Schnitt den ich zum ersten Mal genäht habe und dies ist die „tragbare Probeversion“ Wobei es mir etwas schwer fällt sie als solche zu betiteln, denn ich habe einen teuren (aber immerhin reduzierten) Wollstoff verwendet… Und ich bin tatsächlich auch nicht ganz zufrieden:

Genäht habe ich den noch relativ neuen Schnitt „Reef“ von Greenstyle Patterns. Ein Sweatshirt, das wahlweise auch als Jacke genäht werden kann, was ich für meine erste Version getan habe.

Die Kurzjacke (oder Pullover mit Zip) hat so viele Schnittteile, dass sie sich eigentlich hervorragend für color blocking eignet. Und wer mich kennt weiß, dass auch längst 2 farbige Ideen in meiner Procreate Galerie liegen ;)


Für die erste Version wollte ich es aber schlicht halten. Ich weiß nämlich noch aus vergangenen Versuchen mit Greenstyle, dass meine Werte in deren Tabellen immer bei 3-4 verschiedenen Größen liegen. Das war auch diesmal so. Leider habe ich mich „zur Sicherheit“ für den größten Wert entschieden (Größe E). Im Nachhinein gar nicht so schlau, denn diesen Wert hatte ich nur bei der Hüftmaße und soweit reicht die Jacke ja gar nicht. D hätte locker gereicht. Vielleicht sogar C? Das muss ich bei weiteren Versionen herausfinden.

Was die Passform angeht: Ich mag die Rückseite. Unda auch vorne geht es eigentlich, obwohl man schon sieht, dass sie etwas zu groß ist. Ich glaube die Jacke könnte im Winter gute Dienste leisten als zweite oder dritte Schicht und dann ist „etwas größer“ ja vielleicht sogar praktisch. Aber an den Armen ist sichtbar, wieviele Falten sie dort wirft und dass sie mir da doch eher 2 Nummern zu groß ist…?


Mit der Länge bin ich aber sehr zufrieden. Ich wollte eine Hundegurt-kompatible Kurzjacke und die habe ich mit diesem Schnitt definitiv erhalten. 


Ich mag sehr wie die Schnitteile von Reef zusammengefügt wurden und freue mich jetzt schon auf die nächsten Color-Blocking-Versionen.

Der Schnitt enthält übrigens einen Zipper-Kinnschutz und eine Zipper-Blende sowie eine saubere Innenverarbeitung für den Kragen. Ich habe zusätzlich auch noch den Saum mit Schrägband eingefasst, da Wollstoff auf doppelt gelegtem Wollstoff einfach zu dick war für eine gewöhnliche Versäuberung. 


Am Schluss leider noch ein kurzes Mimimi über den Wollstoff, den ich bei Aktivstoffe im Sale ergattern konnte: Wenn ich mit der Hand drüber fasse ist er richtig schön weich. Aber wenn ich ihn auf der Haut trage, kratzt er mich leider sehr. Da kommt meine Woll-Allergie sofort zum Vorschein. Ich kann die Jacke daher nur mit einem Longsleeve darunter tragen. Somit ist sie für den Frühling eigentlich bereits zu warm.

Jetzt möchte ich gerne eure Werke sehen. Näht ihr für den Frühling? Oder seid ihr schon richtig gut organisiert und plant eure Sommerkleidung? Ich freue mich über eure Verlinkungen. 



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Mittwoch, 1. November 2023

MeMadeMittwoch am 01. November 2023

Herzlich Willkommen zum Me Made Mittwoch am 01. November, der für viele von uns sogar ein Feiertag ist. Vor allem aber ist er herbstlich. 

Ich bin Melanie und manchmal über instagram, in letzter Zeit aber häufiger mit ausufernden Projekten auf meinem eigenen Blog unter 500 days of sewing zu finden.

Während wir im Hochschwarzwald erstmal 2 Wochen lang von einem goldenen Herbst verwöhnt wurden, zeigte sich dann auch irgendwann die andere Seite des Herbstes: Regen, Regen, Regen. 


Und damit wären wir auch schon mitten im Thema: Von heute auf Morgen brauchte ich plötzlich wetterfeste Kleidung. Eine (Kauf-)Regenjacke besitze ich, eine Regenhose besaß ich im Erwachsenenalter jedoch noch nie. Nach einer durchnässten Hunderunde war aber klar, dass sich das ändern muss. 

Den passenden Stoff fand ich bei Extremtextil, den passenden Schnitt bei Pattern Adventure. Die Women’s Waterproof pants (sie hieß noch Hiking Pants 2 als ich sie gekauft habe) schien mir ideal für mein Vorhaben. Der Schnitt kann beliebig konfiguriert werden (diverse Bund-, Taschen- und Saumoptionen) und ich habe mir eine Regenhose konfiguriert.

Auf dem Cover der Anleitung die kurze Zeit später mit dem Schnitt per mail kam, war sogar exakt meine Konfiguration zu sehen, das hat mich richtig gefreut



Ein weiteres Highlight: Ich habe meine Maße angegeben und bekam den Schnitt in exakt meiner Größe, 

Eigentlich hat mein Schnitt einen geraden Saum und sogar eine Saumverstärkung. Aber da ich die für mich perfekten Regenstiefel gefunden habe, brauchte ich gar kein Hem Reinforcement mehr und wollte lieber, dass die Hose durch einen Gummizug an Ort und Stelle bleibt und leicht in die Stiefel zu stecken ist. Das Bild ohne Stiefel daher nur, damit der Saum auch mal zu sehen ist: 


Ich bin übrigens für alle Fotos extra bei Regenwetter raus um euch die Hose auch wirklich unter reellen Bedingungen zeigen zu können :-) Auf dem nächsten Bild, wo man die Hose gut von vorne sehen kann, sieht man auch ein paar Regentropfen. 


Noch Aussagekräftiger ist aber das nächste Bild. Ihr seht mich durchnässt in einer (Kauf-) Wanderhose und (ebenfalls bei Regen) in meiner neuen selbstgenähten Regenhose. Was man hier nicht sieht ist wie zufrieden ich dabei schaue. Bei Regen unterwegs und trotzdem trocken zu bleiben ist nämlich ganz schön toll! 


Wie ihr es von mir gewohnt seid, war es das aber noch nicht an Infos. Ich möchte nur hier nicht den Rahmen sprengen und mehr Platz für eure Werke lassen ;) Es gibt noch einen super ausführlichen Blogbeitrag mit unglaublich vielen Infos. Z.B. zum Regenstoff, aber auch zur Innenverarbeitung mit Nahtband und special Garn für noch mehr Nässeschutz. Ich zeige die tollen Nahttaschen, ein kleines (leuchtendes) Detail auf der Hosenrückseite und ich schreib noch was die Hose alles kann aber auch nicht kann. Und dann wäre da noch meine Erfahrung mit Pattern Adventure. Es gibt soooo viel zu zeigen und zu berichten bei der ausführlichen Variante

Aber nun erstmal zu euren Werken: Zeigt ihr auch schon Herbstgarderobe?

PS: Ihr könnt euch schon mal ein paar Termine vormerken :) Auf das alljährliche gemeinsame Weihnachtskleidnähen wollen wir natürlich auch dieses Jahr nicht verzichten. Genäht werden darf natürlich wieder was gefällt und zu euren Anlässen passt. 
Wir kündigen den Weihnachtskleid Sew Along auch noch mal gesondert an, inklusive Themen. 
Aber an folgenden Sonntagen hoffen wir auf viele Mitnäherinnen, Beiträge, Inspirationen:
03.12., 10.12., 17.12. und 24.12


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